Umfrage Althaus beliebter als vor seinem Skiunfall

Thüringens Ministerpräsident Althaus hat in den vergangenen Monaten deutlich an Zustimmung gewonnen. Laut einer Umfrage könnte er bei einer Direktwahl mit 40 Prozent der Stimmen rechnen - sechs Punkte mehr als vor seinem Skiunfall.


Hamburg - Dieter Althaus ist in den vergangenen Monaten deutlich beliebter geworden. Einer Umfrage des "Sterns" zufolge hat er einen höheren Popularitätswert als in der Zeit vor seinem Skiunfall. Bei einer Direktwahl würden sich 40 Prozent der Befragten für ihn entscheiden, ergab die am Dienstag veröffentlichte Forsa-Erhebung. Im Dezember waren es demnach sechs Prozentpunkte weniger gewesen. Bei CDU-Anhängern erreicht Althaus sogar eine Zustimmung von 83 Prozent.

Dieter Althaus kurz nach seiner Rückkehr ins Amt: Beliebter als zuvor
DDP

Dieter Althaus kurz nach seiner Rückkehr ins Amt: Beliebter als zuvor

Mit diesem Ergebnis liegt Althaus deutlich vor seinen Konkurrenten. Der Spitzenkandidat der SPD, Christoph Matschie, würde bei einer Direktwahl lediglich auf ein Ergebnis von 13 Prozent kommen. Den Linke-Kandidat Bodo Ramelow sieht die Umfrage bei 14 Prozent der Stimmen.

Die CDU profitiert von der Beliebtheit Althaus'. Seine Partei liege derzeit bei 40 Prozent, drei Punkte mehr als im Dezember und drei Punkte weniger als bei der Landtagswahl 2004, meldet der "Stern". Die Linke kommt nach der Umfrage auf 26 Prozent, die SPD auf 18 Prozent, die FDP auf sechs Prozent und die Grünen liegen bei vier Prozent. In Thüringen wird am 30. August ein neues Landesparlament gewählt. Forsa hatte Anfang Mai 1005 Thüringer befragt.

Eine dimap-Umfrage im Auftrag des MDR hatte vergangene Woche 39 Prozent für die CDU ergeben. Die Linke erreichte danach 25 Prozent und die SPD 20 Prozent. Die FDP kam auf sechs Prozent, die Grünen erreichten fünf Prozent.

Dieter Althaus hatte am Neujahrstag in Österreich einen Ski-Unfall verursacht, bei dem eine 41-jährige Frau ums Leben gekommen war. Er selbst erlitt schwere Verletzungen. Am 20 April nahm er seine Amtsgeschäfte als Ministerpräsident wieder auf.

ler/dpa



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