Umfrage Union legt weiter zu

Die Unionsparteien sind nach der Bundestagswahl weiter im Aufwind. Einer Umfrage zufolge erreichen CDU und CSU jetzt gemeinsam 45 Prozent - außer den beiden Parteien gibt es nur einen weiteren Gewinner.

Merkel und Seehofer: Die Union legt nochmal über drei Prozentpunkte zu
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Merkel und Seehofer: Die Union legt nochmal über drei Prozentpunkte zu


Berlin - Die Unionsparteien haben seit der Bundestagswahl einer Umfrage zufolge weiter zugelegt. In dem am Mittwoch veröffentlichten "stern-RTL-Wahltrend" des Instituts Forsa erreichen CDU/CSU 45 Prozent, deutlich mehr als die 41,5 Prozent aus der Wahl vom 22. September. Die übrigen Parteien mit Ausnahme der Euro-kritischen Alternative für Deutschland (AfD) müssen dagegen Einbußen hinnehmen.

Die SPD kommt in der Forsa-Umfrage auf 24 Prozent, 1,7 Prozentpunkte weniger als bei der Wahl. Die Linke verschlechtert sich um 0,6 Punkte auf acht Prozent, die Grünen um 0,4 Punkte auf ebenfalls acht Prozent. Die FDP, die bei der Wahl mit 4,8 Prozent knapp den Einzug ins Parlament verfehlt hatte, liegt nun nur noch bei drei Prozent. Dagegen verbessert sich die AfD um 1,3 Punkte auf sechs Prozent und wäre damit im Bundestag vertreten.

Forsa befragte vom 30. September bis zum 4. Oktober 2000 Bürger. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Koalitionsfrage soll in zwei Wochen geklärt sein

Inzwischen läuft die Suche nach einer neuen Regierung weiter. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigte nun an, dass sie innerhalb der nächsten 14 Tage klären will, mit welcher Partei sie künftig koalieren wird. Bis zur ersten Sitzung des Bundestags am 22. Oktober soll Klarheit darüber herrschen, ob eine Große Koalition oder ein schwarz-grünes Bündnis regieren werde. Das kündigte die Bundeskanzlerin nach Teilnehmerangaben am Dienstag in der Fraktionssitzung von CDU und CSU an.

Merkel sagte erneut, dass sowohl mit SPD als auch mit den Grünen ernsthaft und ergebnisoffen gesprochen werden müsse. In jedem Fall müsse ein Kompromiss aber die Kräfteverhältnisse der Bundestagswahl widerspiegeln, betonte Merkel. Das Ergebnis sei, anders als von SPD und Grünen behauptet, eben kein Votum für einen Politikwechsel, sondern vielleicht für "gewisse Modifikationen" in der Politik gewesen.

Steuererhöhungen schloss Merkel erneut aus. Stattdessen müsse das Wirtschaftswachstum gefördert und die Zahl der Erwerbstätigen weiter erhöht werden. Mit den steigenden Steuereinnahmen sollten dann auch zusätzliche Aufgaben bewältigt werden.

ler/AFP

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insgesamt 117 Beiträge
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Ariwer 09.10.2013
1. Bei soviel
Zustimmung bräuchten wir eigentlich gar keine anderen Parteien mehr. Diese CDU-Übermacht ist der Tod jeglichen Parlamentarismus. Lasst uns doch Frau Merkel zur Königin krönen und es mal mit ner Monarchie versuchen. Soweit mir bekannt ist, funktionieren Monarchien in Europa ganz ordentlich. Die "Restparteien" könnten dann ja als Claqueure fungieren und das "Haus Merkel" mit gebürender Ehrerbietung ausstatten. Das hätte auch den Vorteil, dass Parteiämter erhalten blieben und das Volk nicht mit jammernden Ex-Parlamentariern belästigt würde. Also ein rundum für alle Beteiligten bestens geschnürtes Paket für die deutsche Zukunft. Na, wie wär´s?
ichbinschlau 09.10.2013
2. Frage
Will hier SPON etwa einen medialen Druck auf die SPD starten, damit diese endlich eine inhaltslose große Koalition mit der CDU eingeht? Vergesst es. Es ist weiterhin auch eine Rot Rot Grüne Regierung möglich.
Ausfriedenau 09.10.2013
3. Die Dummheit der Wähler
Zitat von sysopDPADie Unionsparteien sind nach der Bundestagswahl weiter im Aufwind. Einer Umfrage zufolge erreichen CDU und CSU jetzt gemeinsam 45 Prozent - außer den beiden Parteien gibt es nur einen weiteren Gewinner. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/umfrage-cdu-und-csu-legen-weiter-zu-a-926868.html
Dass die Union noch zunimmt, ist nach dem aufhellenden OECD-Bericht über den geringen Wissenstand der deutschen Wähler nicht anders zu erwarten: Dummheit kann eben nicht selbst entscheiden, sondern vertraut einer Merkel, die zwar keine Problemlösungskompetenz besitzt, aber so tut, als ob. Das reicht den 45% UnionswählerInnen; Hauptsache ist, nicht den eigenen Verstand einsetzen zu müssen.
Dengar 09.10.2013
4. Och nö...
Mussen wir jetzt die nächsten 200 Wochen mit wöchentlichen Umfragen leben? Wozu soll das gut sein?
hwittrock 09.10.2013
5. optional
ES gibt nur eines und das heißt ALLEINE regieren
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