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Umfrage: Deutsche sehen Merkel als Anwältin der Reichen

Die Bundesbürger finden ihre Kanzlerin zwar sympathisch, stellen Angela Merkel aber trotzdem ein wenig schmeichelhaftes Zeugnis aus: Einer Umfrage für den SPIEGEL zufolge hält die Mehrheit der Deutschen sie für eine Anwältin der Reichen.

Hamburg - Das Ergebnis ist eindeutig: Nur 26 Prozent der Bundesbürger glauben, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Interessen der kleinen Leute verpflichtet ist. 60 Prozent sehen die Kanzlerin hingegen eher als Interessenvertreterin der Reichen. Das ergab eine Umfrage von TNS Forschung im Auftrag des SPIEGEL.

Weitere Ergebnisse zur Einschätzung der Kanzlerin nach zwei Jahren im Amt: Zwei Drittel der Befragten meinen, Merkel sei vor allem an Außenpolitik interessiert, nur 24 Prozent glauben, für die Kanzlerin hätten die Ereignisse in Deutschland Vorrang.

Zugleich erreicht Merkel gute Persönlichkeitswerte: 72 Prozent der Befragten billigen ihr zu, sie sei eher sympathisch. 81 Prozent halten sie für bodenständig, nur 14 Prozent für eher abgehoben.

Einig sind sich die Deutschen der Umfrage zufolge auch in ihrem Wunsch zur Dauer der Großen Koalition: 57 Prozent der Befragten gaben an, sie wünschten, dass die Regierungszeit des Bündnisses nach der nächsten Bundestagswahl endet. Lediglich 36 Prozent sprachen sich für eine Fortsetzung der Koalition aus CDU/CSU und SPD aus.

Am stärksten war die Ablehnung bei den Anhängern der FDP und der Linken mit 78 und 72 Prozent. Doch auch bei den Unterstützern von Union und SPD ist die Mehrheit der Befragten gegen eine Wiederauflage der Großen Koalition nach 2009.

Für die Erhebung wurden am 27. und 28. November 1000 Bürger befragt.

hen/dpa

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