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19. Februar 2013, 08:44 Uhr

Umfrage

FDP klettert auf fünf Prozent

Diese Zahlen dürften im Kanzleramt für Freude sorgen: Eine neue Umfrage sieht die FDP bei über fünf Prozent - damit könnte es für Schwarz-Gelb für den Machterhalt nach der Bundestagswahl reichen. SPD und Grüne hielten ihre Ergebnisse. Ganz schlecht sieht es für die Piraten aus.

Berlin - Erst die Sexismus-Debatte um Spitzenkandidat Rainer Brüderle, dann vermeintlich rassistische Aussagen aus der Partei gegen Chef Philipp Rösler, zuletzt der Ärger um Minister Dirk Niebel - die FDP hat harte Wochen hinter sich. Trotzdem steigt die Partei in der Wählergunst. Die Liberalen haben sich in der jüngsten Insa-Umfrage für die "Bild"-Zeitung um einen Punkt auf fünf Prozent verbessert.

Ihr würde damit im Gegensatz zur Vorwoche der Wiedereinzug in den Bundestag gelingen. Auch die CDU/CSU legte in dem vorab veröffentlichten Meinungstrend um einen Punkt auf 40 Prozent zu. Schwarz-Gelb würde damit knapp vor Rot-Grün liegen.

SPD (29 Prozent) und Grüne (15 Prozent) hielten ihre Ergebnisse aus der Vorwoche und erreichten zusammen 44 Prozent. Die Linke verharrte bei sechs Prozent, die Piraten verloren einen Punkt auf zwei Prozent.

Die Parteien positionieren sich schon jetzt zu den wichtigsten Wahlkampfthemen. Zuletzt hatte die FDP mit einem Vorstoß zur Ausländerpolitik auf sich aufmerksam gemacht. Die liberale Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger plädiert dafür, das Staatsbürgerschaftsrecht notfalls zu reformieren und mehr doppelte Staatsbürgerschaften zuzulassen.

"Integration kann auch durch doppelte Staatsbürgerschaft gefördert werden, wie die vielen Fälle von gut integrierten Bürgern mit Doppelstaatsbürgerschaft zeigen", sagte sie SPIEGEL ONLINE.

jok/Reuters

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