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Umfrage: FDP rutscht auf zwei Prozent ab

Die Zeit der Tränen sollte für die FDP vorbei sein, so die Schwüre auf dem Parteitag - doch das Gegenteil scheint der Fall: In einer Umfrage kommen die Liberalen nur noch auf zwei Prozent der Stimmen. Auch die SPD verliert - für die Union dagegen weist der Trend aufwärts.

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dapd

FDP-Chef Rösler: Schlechte Umfragewerte für die Liberalen

Berlin - Auf dem CDU-Parteitag war Angela Merkel die unumstrittene Führungsfigur der Christdemokraten - und auch beim Blick auf Umfragen kann die CDU-Chefin und Kanzlerin zufrieden sein: Die Union bleibt im Aufwind. Im wöchentlichen Wahltrend von "Stern" und RTL gewinnt sie zum dritten Mal in Folge einen Punkt hinzu und erreicht mit 34 Prozent ihren besten Wert seit acht Monaten.

Bei der FDP dagegen hält der Abwärtstrend weiter an: Sie rutscht in der Umfrage, die vor dem Frankfurter FDP-Parteitag durchgeführt wurde, um einen Punkt auf ihr Rekordtief von zwei Prozent. Bislang hatte sie in dem Wahltrend nur einmal, Ende September 2011, derart tief gelegen. FDP-Chef Philipp Rösler hatte vor dem Parteitag erklärt, dass sich die Liberalen als "unverzichtbare Kraft" positionieren müssten.

Zu den Verlierern gehören auch die Sozialdemokraten: Sie sinken im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte auf 26 Prozent. Den Grünen wollen unverändert 15 Prozent der Wähler ihre Stimme geben. Je neun Prozent würden sich für die Linke und die Piratenpartei entscheiden, beide legen je einen Punkt zu. Für "sonstige Parteien" ergeben sich fünf Prozent.

Die Zugewinne hat die Union laut Forsa-Chef Manfred Güllner vor allem Kanzlerin Merkel zu verdanken. "Viele Menschen haben den Eindruck, dass sie in der Euro-Krise ihren Kurs und ihre Rolle gefunden hat. Dass sie weiß, was sie will, und für Lösungen kämpft", sagte er dem "Stern". Auch die Kompetenz der Union werde besser bewertet. Aktuell sagen 22 Prozent der Deutschen, CDU und CSU könnten die Probleme des Landes am ehesten lösen. Der SPD trauen dies zwölf Prozent zu, die FDP kommt auf null Prozent.

Dass die Liberalen im Wahltrend abstürzten, obwohl sie mit den Steuerbeschlüssen ihr Lieblingsthema durchsetzen konnten, erklärt der Forsa-Chef damit, dass sogar fast 60 Prozent der FDP-Sympathisanten Steuersenkungen derzeit für unsinnig halten. Güllner: "Die Partei gerät in Gefahr, als überflüssig zu gelten." Nur 36 Prozent aller Bürger halten laut der weiteren Forsa-Umfrage Steuersenkungen für sinnvoll, 58 Prozent für nicht sinnvoll.

Für die Umfrage wurden 2503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 7. bis 11. November 2011 befragt, für die Erhebung zur Steuersenkung wurden 1003 Bürger in der Zeit vom 10. bis 11. November befragt.

hen/ots

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1. Ist doch verständlich...
DELAN, 16.11.2011
Zitat von sysopDie Zeit der Tränen sollte für die FDP vorbei sein, so die Schwüre auf dem Parteitag - doch das Gegenteil scheint der Fall: In einer Umfrage kommen die Liberalen nur noch auf zwei Prozent der Stimmen. Auch die SPD verliert - für die Union dagegen weist der Trend aufwärts. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,798077,00.html
...dass eine Partei, die niemand in diesem Land braucht, auch niemand mal wählt. Gut so!
2. ...
deus-Lo-vult 16.11.2011
Warum wird immer noch groß über eine 2-Prozent-Partei berichtet? Selbst die NPD bekommt mehr Wählerstimmen!
3. ...
anderton 16.11.2011
---Zitat--- FDP rutscht auf zwei Prozent ab ---Zitatende--- ... da gehört sie meiner Meinung nach auch hin. Und bitte in Zukunft unter "Sonstige" aufführen!
4. Westerwelle Wahlverein
beebo 16.11.2011
Westerwelle hat die FDP zum Guido Wahlverein umgebaut. Mit dem Absturz Ww ist auch die FDP folgerichtig abgestürzt. Rösler möchte nur das Erbe Ww verwalten, und nicht die FDP neu aufbauen. Die Ww FDP wollen die Wähler dummerweise auch nicht ohne Ww. Und Rösler und Co. haben keinen Schimmer, wie sie dies ändern können.
5. Bodensatz
Houdremont 16.11.2011
Zitat von sysopDie Zeit der Tränen sollte für die FDP vorbei sein, so die Schwüre auf dem Parteitag - doch das Gegenteil scheint der Fall: In einer Umfrage kommen die Liberalen nur noch auf zwei Prozent der Stimmen. Auch die SPD verliert - für die Union dagegen weist der Trend aufwärts. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,798077,00.html
Zwei Prozent für so eine Partei sind immer noch zuviel. Der Bodensatz liegt tiefer.
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