Umfrage Große Mehrheit für Vollverschleierungsverbot

Sollen Musliminnen in Deutschland eine Burka oder einen Nikab tragen dürfen? Bei einer Umfrage für den "Deutschlandtrend" der ARD sprach sich eine große Mehrheit für ein Verbot der Vollverschleierung zumindest in Teilen der Öffentlichkeit aus.

Burka-   Trägerin (in Afghanistan)
DPA

Burka- Trägerin (in Afghanistan)


Die Innenminister der Union aus Bund und Ländern haben sich kürzlich für ein Verbot von Vollverschleiern in deutschen Gerichten, Ämtern, Schulen oder im Straßenverkehr stark gemacht. Die deutschen Bürger sehen das offenbar ähnlich: 81 Prozent sprachen sich im neuen "Deutschlandtrend" des ARD-"Morgenmagazin" dafür aus, muslimischen Frauen das Tragen von Burka oder Nikab zumindest in Teilen der Öffentlichkeit zu untersagen.

Jeder Zweite (51 Prozent) der Befragten wünschte ein generelles Verbot, jeder Dritte (30 Prozent) plädierte für ein Teil-Verbot, etwa im öffentlichen Dienst und in Schulen. Nur 15 Prozent der Bürger waren prinzipiell gegen ein Verbot der Vollverschleierung.

Der Vorstoß der Unions-Innenminister ist Teil einer "Berliner Erklärung", von der sie sich mehr Sicherheit und bessere Integration in Deutschland versprechen. Ein komplettes Burkaverbot, das auch diskutiert wurde, lehnt Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) ab.

als/dpa

insgesamt 85 Beiträge
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geirröd 26.08.2016
1. Sollen sie doch tragen...
...was sie wollen - solange allen gegenüber Toleranz entgegengebracht wird....im Übrigen gilt das auch für Muslime - da ist es oft mit der Toleranz andersgläubiger leider nicht weit her.
neu68er 26.08.2016
2. Ich bin auch für ein Verbot
Ich finde die Begründung der Franzosen toll: "Es geht nicht darum, das Tragen religiöser Symbole ... zu verbieten, sondern ostentative Kleidung, die auf eine Zugehörigkeit zu terroristischen Bewegungen hinweist, die gegen uns Krieg führen"
orosee 26.08.2016
3.
*"81 Prozent sprachen sich im neuen "Deutschlandtrend" des ARD-"Morgenmagazin" dafür aus, muslimischen Frauen das Tragen von Burka oder Niqab zumindest in Teilen der Öffentlichkeit zu untersagen." Also weiterhin legal für Männer und alle Nichtmuslime. Warum wurde dieser Satz so formuliert, daß er nicht das Kleidungsstück betrifft, sondern eine kleine Gruppe von Individuen eines bestimmten Geschlechts und einer bestimmten Religion?
Afrojüdischer_Sozi-Sinti 26.08.2016
4. unglaublich
Wieviel Energie auf diese unsinnige Debatte aufgewendet wird. Da bei gibt es so viel wichtigeres: Ausweitung des Streikrechts, Stoppen von Rentenprivatisierung, Stoppen von Freihandelsabkommen, Stärkung des Kartellrechtes, Steuerreformen, etc. Aber Deutschland diskutiert lieber über Verbote für (extrem kleine) Minderheiten. Ich kenne niemanden der eine Burka trägt und die seltenen Begegnungen mit solchen waren immer friedlich. Ganz im Gegensatz zu Begegnungen mit gewissen Glatzköpfen. Bei denen tut man es sich mit einem Verbot ja irrsinnig schwer. Ist aber auch zu spät, denn die formieren sich ja neu mit Spießkleinbürgertum und frustrierten Arbeitern hinter der angeblichen AfD.
der_gärtner13 26.08.2016
5. Jedes Szenario
des Afghanischen Patriachen, der seine Frau einsperrt schlägt bedroht oder unter Druck setzt, wenn sie nicht ohne Burka das Haus verlässt, ist STRAFBAR!! Ein Verbot im Namen der Freiheit der Frau verurteilt hier eine ganze Ethnie grundsätzlich als Verbrecher und Nötiger! Das ist mit einem Rechtsstaat nicht zu vereinbaren! Es MUSS davon ausgegangen werden, dass die Burka freiwillig getragen wird, alles andere muss im EINZELFALL BELEGT und dann sanktioniert werden. Der Deutsche wird zunehmend totalitärer mit der Begründung ja Recht zu haben! Das denken die Scheichs auch...
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