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Forsa-Umfrage: Gute Werte für "Kümmer-Kanzlerin" Merkel

Merkel (mit Hollande und Rajoy, r., am Unglücksort): Die Union profitiert vom Image der Kanzlerin Zur Großansicht
REUTERS/ Moncloa

Merkel (mit Hollande und Rajoy, r., am Unglücksort): Die Union profitiert vom Image der Kanzlerin

Die Union und Angela Merkel haben bei einer Umfrage zugelegt. Die Regierungschefin war nach dem Germanwings-Absturz umgehend an den Unglücksort gereist - das festigte offenbar ihr Bild als "Kanzlerin, die sich kümmert".

Die Union und Angela Merkel kommen bei einer neuen Forsa-Umfrage auf gute Werte. Bei der von RTL und "Stern" in Auftrag gegebenen Erhebung legten CDU und CSU in der Wählergunst einen Prozentpunkt zu und liegen damit bei 42 Prozent.

  • Auch die Linke kletterte im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf neun Prozent.
  • Ebenfalls verbessern konnte sich die euro-kritische AfD auf sechs Prozent.
  • Die SPD verlor dagegen einen Punkt und rangiert jetzt bei 23 Prozent.
  • Die FDP rutschte um einen ab auf vier Prozent - und damit unter die Fünfprozenthürde.
  • Die Grünen behaupteten ihren Wert von zehn Prozent.

Die Unionsparteien hätten offenbar wieder einmal vom Image Angela Merkels profitiert, heißt es in der Analyse der Meinungsforscher. Dass Merkel nach dem Absturz der Germanwings-Maschine zusammen mit Frankreichs Staatschef Hollande und dem spanischen Ministerpräsidenten Rajoy gleich an den Unglücksort in den Alpen geeilt sei, festige ihr Bild "als Kanzlerin, die sich kümmert", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner.

Bei der Kanzlerpräferenz - wenn also die Spitze des Kanzleramts direkt gewählt werden könnte - gewann Merkel gleich zwei Punkte hinzu und kommt jetzt auf 61 Prozent, während SPD-Chef Sigmar Gabriel weiterhin bei 13 Prozent bleibt.

Auch bei der Einschätzung der politischen Kompetenz der Parteien konnte sich die Union verbessern. Aktuell trauen 37 Prozent der Bundesbürger, vier Prozent mehr als in der Vorwoche, CDU/CSU zu, mit den Problemen Deutschlands am besten fertig zu werden. Der SPD trauen das nur noch elf Prozent zu. Forsa-Chef Güllner: "Die Kanzlerin leistet sichtbar Beistand und trauert vor Ort stellvertretend für ihr Volk, während Vizekanzler Sigmar Gabriel Kohlekraftwerke abschalten lassen will, was die Menschen eher verunsichert."


Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 23. bis 27. März 2015 im Auftrag des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL 2505 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus minus 2,5 Prozentpunkten.

als/dpa

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