Hamburg - Bundespräsident Horst Köhler war am 23. Mai im ersten Wahlgang in seine zweite Amtszeit gewählt worden. Die Stimmen des bürgerlichen Lagers aus CDU/CSU, FDP und Freien Wählern reichten gerade für eine absolute Mehrheit - doch im Volk ist Köhler nach seiner Wiederwahl beliebt wie nie zuvor.

Bundespräsident Köhler: Wichtigere Rolle gewünscht
In einer Umfrage von TNS Forschung für den SPIEGEL Ende Mai gaben 83 Prozent der Befragten an, sie wünschten Köhler eine wichtigere Rolle. Das sind noch einmal vier Prozentpunkte mehr als im Januar dieses Jahres.
Mehr als 60 Prozent sind dafür, den Bundespräsidenten künftig direkt vom Volk wählen zu lassen. 35 Prozent befürworten das bestehende Verfahren mit Wahl durch die Bundesversammlung - doppelt so viele wie noch im Jahr 2007.
Als Signal für eine künftige schwarz-gelbe Koalition auf Bundesebene deuten nur 22 Prozent der Befragten die Entscheidung für Köhler, 70 Prozent sehen keinen Zusammenhang.
Die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD wird positiver bewertet als noch im Winter: 44 Prozent der Befragten zeigten sich sehr zufrieden oder zufrieden mit der Regierungsarbeit, acht Prozent mehr als im Januar.
Auf der untersten Stufe der SPIEGEL-Politikertreppe landete Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner, CSU: Nur 13 Prozent wünschten ihr künftig eine wichtigere Rolle. Allerdings kannten 62 Prozent der Befragten die Unionspolitikerin gar nicht.
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