Umfrage Merkel könnte schwarz-gelbe Koalition bilden

Das Umfragehoch für die Union hält an. CDU und CSU liegen bei einer Forsa-Umfrage erneut deutlich vor der SPD. Zusammen mit der FDP könnte Kanzlerin Angela Merkel eine schwarz-gelbe Koalition bilden.


Berlin - Die Union kam bei der Forsa-Umfrage für "Stern" und RTL erneut auf 37 Prozent und hält damit ihr Jahreshoch. Die SPD liegt dagegen abgeschlagen unverändert bei 26 Prozent. Der stabile Vorsprung von CDU und CSU in den Umfragen wird für die anhaltenden SPD-Angriffe auf die Union verantwortlich gemacht.

Merkel: Union im Umfragehoch
DPA

Merkel: Union im Umfragehoch

Die FDP stieg um einen auf 12 Punkte. Eine schwarz-gelbe Koalition käme damit auf 49 Prozent der Stimmen, während SPD, Grüne und Linkspartei zusammen 46 Prozent hätten. Die Grünen lagen unverändert bei zehn Prozent, die Linkspartei sank um einen Punkt auf zehn Prozent. Befragt wurden vom 30. April bis 4. Mai vom Forsa-Institut insgesamt 2001 Bundesbürger.

Niedersachsens CDU-Landtagsfraktionschef David McAllister rät seinen Parteifreunden in Berlin bereits dazu, nach der Bundestagswahl 2009 eine Koalition mit der FDP anzustreben. "Unser Wunschpartner ist und bleibt die FDP. Wir haben es nicht nötig, nach allen Seiten offen zu sein, so wie es die SPD will", sagte er der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". "Wir begrüßen es, wenn sich die Grünen uns thematisch annähern. In der Innen- und Sicherheitspolitik kann ich das jedoch nicht erkennen", fügte er hinzu.

Eine Koalition aus Union und FDP wie in Niedersachsen sei das beste Modell für den Bund ab 2009, sagte McAllister. Der Politiker gehörte der CDU-Kommission an, die am Dienstag den Entwurf eines neuen CDU-Grundsatzprogramms vorgelegt hatte.

Der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler sprach sich dagegen für ein Bündnis seiner Partei mit den Grünen aus. "Eine Koalition zwischen der Union und den Grünen ist längst überfällig", sagte Geißler der "Neuen Presse" in Hannover angesichts des Entwurfs zum neuen Grundsatzprogramm der CDU.

als/ddp/Reuters/AFP



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