Wahlumfrage: Opposition kann mit NSA-Skandal nicht punkten

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück: Großer Abstand zur CDU Zur Großansicht
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SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück: Großer Abstand zur CDU

Der Datenskandal um die NSA-Überwachung beeinflusst die Deutschen in ihrer Wählermeinung offenbar wenig. Laut einer Forsa-Umfrage konnte die Opposition trotz der Affäre kaum auf Schwarz-Gelb aufholen. Düster sieht es weiter bei den Piraten aus.

Berlin - Die Opposition hat wenig unversucht gelassen, Kanzlerin Angela Merkel in dem gigantischen Datenskandal um die NSA-Abhörmaßnahmen schlecht aussehen zu lassen. Zu zaghaft, zu wenig klare Ansagen in Richtung der USA - so der Vorwurf aus der SPD. Bei den Wählern haben Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und Co. damit jedoch wenig Eindruck gemacht. Zweieinhalb Monate vor der Bundestagswahl liegen SPD und Grüne weiter deutlich hinter den Regierungsparteien zurück.

Laut "Stern"-RTL-Wahltrend erreicht die Union erneut 41 Prozent, die FDP erhält unverändert 5 Prozent, so dass die Koalitionsparteien zusammen auf 46 Prozent kommen. Ebenfalls 46 Prozent ergeben sich für die drei im Parlament vertretenen Oppositionsparteien: Der SPD wollen weiter 22 Prozent der Wähler ihre Stimme geben. Die Grünen können sich im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 15 Prozent steigern. Die Linke verharrt bei neun Prozent. Auf "sonstige Parteien" entfallen acht Prozent (minus eins).

SPD und Grüne kommen zusammen auf 37 Prozent und hätten so keine Chance zur Regierungsbildung. Denkbar wären eine große Koalition (zusammen 63 Prozent) oder ein schwarz-grünes Bündnis (zusammen 56 Prozent).

Klar fiele das Ergebnis aus, könnten die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen. Dann würden sich wie in der Vorwoche 56 Prozent von ihnen für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) entscheiden. 20 Prozent (plus eins) ziehen SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück vor. 24 Prozent entschieden sich für "keinen von beiden".

Kein Plus bei den Piraten

Der NSA-Abhörskandal hat auf die politische Stimmung also offenbar keine Auswirkungen. Forsa-Chef Manfred Güllner sagte: "Die Menschen werfen der Regierung keinerlei Fehler vor, die Opposition kann nicht punkten." Das liege auch daran, dass die Bürger selbst im Zwiespalt seien. Güllner: "Auf der einen Seite wollen sie, dass mit ihren Daten kein Missbrauch betrieben wird. Doch andererseits gehen viele im Internet äußerst sorglos mit ihren persönlichen Daten um. Und wenn es um Terrorbekämpfung geht, ist das Verständnis für mehr Kontrollen groß."

Überraschend sei, dass die Piraten bei diesem für sie zentralen Thema nicht profitieren können. Sie liegen nach dem Wahltrend weiter nur bei zwei Prozent. Der Meinungsforscher zum "Stern": "Die Bürger trauen ihnen auch in diesen Fragen keine Lösung zu."


Daten zur Umfrage:

Stichprobe: Forsa befragte 2503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden.

Zeitraum: 1. bis zum 5. Juli 2013

Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte

jok

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insgesamt 104 Beiträge
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1. Kein Wunder
Palmstroem 10.07.2013
Zitat von sysopDer Datenskandal um die NSA-Überwachung beeinflusst die Deutschen in ihrer Wählermeinung offenbar wenig. Laut einer Forsa-Umfrage konnte die Opposition trotz der Affäre kaum auf Schwarz-Gelb aufholen. Düster sieht es weiter bei den Piraten aus. Umfrage: Opposition kann mit NSA-Skandal nicht punkten - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/umfrage-opposition-kann-mit-nsa-skandal-nicht-punkten-a-910325.html)
Auch wenn der Spiegel "angebliche Skandale" auf Merkel & Co. projeziert, die Leute haben nicht vergessen, dass in den letzten 16 Jahren die SPD 12 Jahre mit an der Regierung war und in fast allen Bundesländern immer noch ist. Und Peer Steinbrück ist mit seinen vielen Affairen schwer angeschlagen - wenn nicht gar stehend k.o. Die SPD hätte ihn längst aus dem Ring holen sollen.
2. Wen wunderts?
micha.w 10.07.2013
Die haben daran genug mitregiert ,vertuscht und gepfuscht.
3. Das läuft exakt nach dem Gusto der sPD:
si tacuisses 10.07.2013
Zitat von sysopDer Datenskandal um die NSA-Überwachung beeinflusst die Deutschen in ihrer Wählermeinung offenbar wenig. Laut einer Forsa-Umfrage konnte die Opposition trotz der Affäre kaum auf Schwarz-Gelb aufholen. Düster sieht es weiter bei den Piraten aus. Umfrage: Opposition kann mit NSA-Skandal nicht punkten - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/umfrage-opposition-kann-mit-nsa-skandal-nicht-punkten-a-910325.html)
Um Himmels Willen nichts dazu tun, daß sie selbst nach dem 22.09.2013 in die Verantwortung kommen könnten. Den Trümmerhaufen Deutschland sollen die aufräumen, die ihn verursacht haben. Kann man sogar verstehen. Nur wird das dem deutschen Volk nicht aus der Patsche helfen.
4. Laut Forsa-Umfrage
joergb. 10.07.2013
na dann wissen wir ja Bescheid. Selten so gelacht, nur sollte man beim SPON langsam dieses Meinungsforschungs-Institut aus den Rennen nehmen, die Forsa-Zahlen sind bei frühen Wahlen und bei der nächsten vermutlich wieder mit der größten Fehler-Toleranz versehen, im Verhältnis zu den anderen Umfrageergebnissen. Wenn es nicht so traurig wäre "SPD/Grüne und fast schon gewollte/manipulierte Forsa-Ergebnisse, dann müsste man über diesen Verein eigentlich nur noch lachen.
5.
kf_mailer 10.07.2013
kaum zu glauben, das man das hier ernsthaft als Journalismus bezeichnen will.
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