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Umfrage: Rekordzustimmung für Merkel, SPD im Tal der Tränen

Die SPD im Sinkflug bei 29 Prozent, die Union mit 40 Prozent so stark wie seit Jahren nicht mehr: Wären jetzt Bundestagswahlen, läge Schwarz-Gelb klar vorn, zeigen neue Umfragen.

Mainz - Angela Merkel steht glänzend da: Im neuen ZDF-"Politbarometer" sagen 85 Prozent der Deutschen, sie seien mit der Arbeit der Bundeskanzlerin zufrieden - neuer Rekordwert. Nur zwölf Prozent äußern sich eher ablehnend.

Auch die Große Koalition wurde noch nie so positiv bewertet wie derzeit: Der Umfrage zufolge sind 69 Prozent der Befragten überzeugt, dass das Regierungsbündnis von Union und SPD seine Arbeit eher gut mache. Im Vormonat waren dies 61. Nur noch 25 Prozent sagen "eher schlecht" (Juni: 32 Prozent).

Im Umfrageaufschwung ist weiterhin die Union - wäre am Sonntag Bundestagswahl, kämen CDU und CSU auf ein Ergebnis von 40 Prozent. Das ist der beste Wert seit Mai vergangenen Jahres, wie das ZDF mitteilte. Gegenüber dem Vormonat konnte die Union um zwei Prozentpunkte zulegen.

Dagegen rutschte die SPD von 31 auf 29 Prozent ab. Die Linke kommt erneut auf zehn Prozent, die FDP liegt weiter bei neun Prozent. Ebenfalls unverändert folgen die Grünen mit acht Prozent. Damit ergibt sich rechnerisch ein Vorsprung von 49 zu 47 Prozent für ein schwarz-gelbes Regierungsbündnis vor einer rot-rot-grünen Koalition.

Das ZDF-"Politbarometer" misst auch die aktuelle "politische Stimmung", bei der langfristige Überzeugungen und Parteibindungen sowie taktische Überlegungen der Wähler nicht berücksichtigt werden. Hier konnte die Union sogar um sechs Punkte auf 45 Prozent zulegen. Die SPD verschlechterte sich von 31 auf 29 Prozent. Auch die Linke rutschte hier um zwei Punkte auf acht Prozent ab, der Wert der FDP sank von acht auf sieben Prozent. Die Grünen liegen unverändert bei neun Prozent.

Kritisch bewerten die Deutschen die Vorschläge von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zur Terrorbekämpfung: Lediglich 33 Prozent halten diese laut der Umfrage für richtig. Für 45 Prozent der Deutschen gehen die Vorschläge zu weit. Für sechs Prozent gehen sie nicht weit genug. 16 Prozent hatten keine Meinung dazu.

Dagegen stieß die Kritik von Bundespräsident Horst Köhler an den Vorschlägen des Innenministers offenbar auf Wohlgefallen. So finden es 81 Prozent der Befragten grundsätzlich richtig, dass sich der Bundespräsident auch zu aktuellen politischen Fragen äußert, 15 Prozent sind dagegen der Meinung, dass er sich zurückhalten sollte.

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hatte für das ZDF in der Zeit vom 17. bis zum 19. Juli 1174 Wahlberechtigte befragt.

hen/dpa/ddp/AFP

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