Niedersachsen-Wahlumfrage Rot-Grün führt vor McAllisters CDU

David McAllister läuft die Zeit davon: Zweieinhalb Monate vor der Wahl in Niedersachsen ist die CDU des Ministerpräsidenten laut einer Umfrage zwar stärkste Kraft. Doch die Regierung könnten SPD und Grüne bilden - denn die FDP als Koalitionspartner schafft demnach nicht den Sprung ins Parlament.

McAllister: Auf die FDP als Koalitionspartner angewiesen
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McAllister: Auf die FDP als Koalitionspartner angewiesen


Hamburg - Rot-Grün hat zurzeit eine Mehrheit in Niedersachsen. Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Befragung von Infratest dimap im Auftrag des NDR schafft die CDU unter Ministerpräsident David McAllister zwar 41 Prozent, wenn am Sonntag gewählt würde. Die Union legt damit im Vergleich zur letzten Umfrage sogar vier Prozentpunkte zu.

Die SPD mit Spitzenkandidat Stephan Weil käme auf 34 Prozent. Doch mit den Grünen (13 Prozent) könnten die Sozialdemokraten eine Regierung in Hannover bilden - denn der jetzige CDU-Koalitionspartner FDP (drei Prozent) würde den Sprung ins Parlament verpassen. Auch die Linkspartei und die Piraten würden der Umfrage nach derzeit mit jeweils drei Prozent unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde bleiben.

In Niedersachsen wird am 20. Januar 2013 ein neuer Landtag gewählt. Die Abstimmung gilt auch als bundesweit wichtiger politischer Stimmungstest auf dem Weg hin zur Bundestagswahl im Herbst 2013.

McAllister bleibt nach der Umfrage der mit Abstand beliebteste Landespolitiker. Wie im Januar seien zwei Drittel der Niedersachsen mit McAllisters Arbeit "sehr zufrieden" (13 Prozent) beziehungsweise "zufrieden" (52 Prozent), heißt es in der Umfrage.

Auf den weiteren Plätzen der Beliebtheitsskala folgen SPD-Kandidat Weil (31 Prozent/-1 Punkt), FDP-Landeschef Stefan Birkner (unverändert 21 Prozent) sowie der grüne Spitzenkandidat Stefan Wenzel (20 Prozent/-2). Manfred Sohn von den Linken liegt weiter bei 10 Prozent.

als/dpa/AFP



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koala2 08.11.2012
1. SPD steht in den Umfragen immer besser da, als in Wirklichkeit
Die Umfragen täuschen sich sehr häufig insbesondere im Fall der FDP und der SPD. Die FDP stand in den Umfragen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein deutlich niedriger da, als im tatsächlichen Ergebnis. Die Medien hetzen häufig gegen die FDP aus welchem Grund auch immer. Die SPD hingegen, steht in den Umfragen meistens deutlich besser da, als im Endergebnis. Beispielsweise in Schleswig-Holstein und im Saarland. Die Umfragen wichen doch erheblich vom Wahlergebnis ab.
unixv 08.11.2012
2. Wie kann man noch ....
mit ruhigem Gewissen eine der etablierten Parteien wählen? Egal auf welcher Ebene, die sind gesteuert und gekauft, von Banken, Konzernen, Versicherungen! Da handelt schon lange keiner mehr nach Wählerinteressen!
and_one 08.11.2012
3. Da kann sich die hannoversche Filzokratie des SPD-Altkanzlers ja freuen
Zitat von sysopDPADavid McAllister läuft die Zeit davon: Zweieinhalb Monate vor der Wahl in Niedersachsen ist die CDU des Ministerpräsenten laut einer Umfrage zwar stärkste Kraft. Doch die Regierung könnten SPD und Grüne bilden - denn die FDP als Koalitionspartner schafft demnach nicht den Sprung ins Parlament. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/umfrage-rot-gruen-hat-in-niedersachsen-die-mehrheit-a-866149.html
Er hat ja sicherheitshalber seine Gattin in Position gebracht! Die sinniert derweil schon einmal über ihre Arbeit als Parlamentarierin - wohlgemerkt im September 2012 in der BILD, mehr als 4 Monate bevor die Wahl stattfindet. Aber in ihrem Gatten hat sie ja ein Spezialisten an ihrer Seite, der einen lupenreinen Demokraten auch unter einer noch so rauhen Schale zu entdecken vermag. Da kann die Familie bald wieder alte Beziehungen pflegen. Dazu schon jetzt: Herzlichen Glückwunsch!
koala2 08.11.2012
4. Unlautbarer Wettbewerb
Die SPD steht in den Umfragen deshalb besser da, weil sie ein Medien-Monopol haben. Insbesondere in Südniedersachsen, dort wo sie ihre Hochburgen hat. Ohne die Medien Lenkung in der Region, hätte sie wohl kaum Chancen im konservativen Südniedersachsen. Fazit: Unlautbarer Wettbewerb verhindert einen fairen Wahlkampf in Südniedersachsen. Die SPD hat dadurch einen unfairen Vorteil, der undemokratische Tendenzen zeigt. Und das von der sozialen SPD. Die eigentlich doch auf einen fairen Wahlkapf achten müsste.
kone 08.11.2012
5. Die FDP ...
... mit ihren vorgestrigen, neoliberalen Ansichten ist für jeden potenziellen Partner ein Klotz am Bein. Und bevor sich Westerwelles Sekte nicht auf breiter Front, sowohl inhaltlich als auch personell - das dafür ausersehene Opferlamm Rösler genügt bei weitem nicht - reformiert hat, sollte sich McAllister lieber nach anderen Koalitionen umsehen. Dann hat er auch Chancen MP zu bleiben!
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