Umfrage: Rot-Grün holt gegen Merkel auf

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Koalitionspartner Merkel und Rösler: Schwache Umfragewerte nach Niedersachsenwahl

SPD und Grüne legen laut einer Forsa-Umfrage bundesweit zu. Trotzdem liegen beide Oppositionsparteien zusammen nur gleichauf mit der Union. Die FDP dümpelt wie auch die Piraten unter der Fünf-Prozent-Marke.

Hamburg - Rot-Grün ist nach dem Erfolg bei der Landtagswahl in Niedersachsen im Aufwind. Beim bundesweiten Forsa-Wahltrend für RTL und "Stern" verbesserte sich die SPD bei den Zustimmungswerten bundesweit im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte auf 25 Prozent. Die Grünen legten einen Punkt zu und kletterten auf 15 Prozent.

Die Union dagegen brach leicht ein: Sie fiel um zwei Punkte auf 40 Prozent. Dennoch liegen CDU und CSU immer noch 15 Prozentpunkte vor den Sozialdemokraten. SPD und Grüne erhalten mit zusammen 40 Prozent keine größere Zustimmung als die Union allein.

Die FDP, Koalitionspartner von Kanzlerin Merkel, bleibt trotz des starken Abschneidens in Niedersachsen ein Wackelkandidat. Bundesweit würden den Liberalen wie in der Woche zuvor nur vier Prozent der Wähler ihre Stimme geben. Damit würde die Partei von Philipp Rösler den Sprung in den Bundestag verpassen.

FDP trotzdem mit Potential

Die Piraten fielen sogar um einen weiteren Punkt auf drei Prozent und sind damit vom Parlament weit entfernt. Die Linken liegen dagegen unverändert bei acht Prozent. Auf sonstige Parteien entfielen fünf Prozent der Stimmen.

Dass die FDP trotz ihres 9,9-Prozent-Ergebnisses von Niedersachsen bundesweit im Tief bleibt, erklärt Forsa-Chef Manfred Güllner damit, dass ihr Erfolg in Hannover auf Rettungsstimmen von CDU-Wählern basierte. "Die Stammwählerschaft der FDP ist dadurch ja nicht gewachsen."

Das Potential der Partei sei dennoch groß, sagte Güllner. "Mehr als 30 Prozent der Bürger können sich vorstellen, eine liberale Partei zu wählen. Aber eben nicht die real existierende mit ihrem unbeliebten Vorsitzenden."

Die Union dagegen erlebe "eine Sympathiedelle", ähnlich wie nach der CDU-Wahlschlappe von Nordrhein-Westfalen. Güllner: "Dass ein weiteres Land für die CDU verlorenging, hat viele ihrer Anhänger enttäuscht und verunsichert."

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1. Nimmt man die Fehlerquote
u.loose 30.01.2013
der letzten Vorhersagen als Maß der Dinge, dann müsste es die FDP auf mindestens 12% schaffen... Was ich durchaus für möglich halte!
2. Na warten wir mal ab...
deutsch_er 30.01.2013
...bis das nächste Steinbrück-Fettnäpfchen kommt. Sind schon die Schwaben in Berlin abgezogen die Thierse nicht wählen?
3. Nix zu tun?
Achmuth_I 30.01.2013
Was sollen wöchentlich durchgekaute "Was wäre wenn Prognosen"? Die einzige Auswirkung hat die Stimmenverteilung am Wahltag. Das ist auch der einzige Tag an dem diejenigen die heute befragt werden ausfstehen und ihre Wohnung verlassen müssen um ihrer Stimme ein wenig Gewicht zu verleihen.
4. 12%
iluminar 30.01.2013
Zitat von u.looseder letzten Vorhersagen als Maß der Dinge, dann müsste es die FDP auf mindestens 12% schaffen... Was ich durchaus für möglich halte!
Ihr Optimismus ist eher das Pfeifen im Walde
5.
moistvonlipwik 30.01.2013
Zitat von u.looseder letzten Vorhersagen als Maß der Dinge, dann müsste es die FDP auf mindestens 12% schaffen... Was ich durchaus für möglich halte!
Das ist etwas kurz gedacht: Das Ergebnis der FDP beruht auf individuellen Entscheidungen einzelner Wähler, ihre Zweitstimme nicht der von ihnen präferierten CDU, sondern der FDP zu geben, damit die eigentlich bevorzugte Union den benötigten Koalitionspartner bekomme. Dies zeigt schon der Umstand, dass die Ergebnisse der Lager korrekt prognostiziert wurden, desgleichen die Ergebnisse von SPD und Grünen. Bei der Bundestagswahl dürfte diese Erwägung keine Rolle spielen: das schwarz-gelbe Lager liegt bei ca. 45% und hätte damit - selbst unter Berücksichtigung eines Wegfalls von ca. 8% - keine Mehrheit. Dann macht eine Spende an den kleinen Koalitionspartner keinen Sinn. Eher umgekehrt: wenn - wie jetzt - eine schwarz-rote Koalition unausweichlich ist, ist es auch für FDP-Anhänger sinnvoller, den näher stehenden Koalitionspartner zu stützen. Daher kann es dazu kommen, dass bei der Bundestagswahl der Stimmentransfer umgekehrt verläuft.
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  • Mittwoch, 30.01.2013 – 08:34 Uhr
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