Neue Umfrage: Rot-Grün in Niedersachsen vorn - FDP holt leicht auf
Gut zwei Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen holt die FDP leicht auf - die Liberalen liegen laut einer aktuellen Umfrage bei nun vier Prozent, verfehlen aber weiterhin die Fünfprozenthürde. Rot-Grün führt weiterhin.
Hannover - Am 20. Januar wählen die Niedersachsen ein neues Parlament - nach einer NDR-Umfrage sieht es so aus, dass Rot-Grün einen Regierungswechsel schaffen könnte: Für die SPD wollen laut der Befragung der Meinungsforscher von Infratest dimap 34 Prozent votieren (plus ein Prozent), für die Grünen 13 Prozent (minus zwei Prozent).
Für Schwarz-Gelb reicht es immer noch nicht: Denn die Liberalen verpassen laut Umfrage wieder den Einzug in das Parlament. Sie erreichen vier Prozent, können sich damit im Vergleich zur letzten Ergebung aber um einen Prozentpunkt verbessern. Der leichte Aufwärtstrend lässt die Hoffnungen von Schwarz-Gelb wieder wachsen. Außerdem ist die Mehrzahl der Niedersachsen (54 Prozent, ein Plus von vier Prozent) zufrieden mit der Koalition.
Zuletzt hatten die Liberalen lange bei drei Prozent verharrt. FDP-Chef und Spitzenkandidat Stefan Birkner äußerte sich optimistisch: "Wir sind davon überzeugt, dass für die FDP Niedersachsen am Ende 6 bis 8 Prozent drin sind."
Die CDU von Regierungschef David McAllister bleibt der neuen Umfrage zufolge stabil stärkste Partei mit 40 Prozent. Piraten und Linke dagegen scheitern mit jeweils drei Prozent weiter an der Fünfprozenthürde.
Im direkten Vergleich der Spitzenkandidaten verfügt McAllister von der CDU mit 49 Prozent unverändert über einen komfortablen Vorsprung. Sein Herausforderer Stephan Weil von der SPD holt jedoch vier Punkte auf und kommt inzwischen auf 34 Prozent.
Kurz vor der Wahl sind aber noch viele Bürger unentschlossen: 44 Prozent der Wähler wissen noch nicht, bei welcher Partei sie ihr Kreuz machen oder ob sie überhaupt an die Urnen gehen werden, so die Umfrage. Bei der Wahlentscheidung spielt zudem die Bundespolitik eine immer wichtigere Rolle. 34 Prozent der Befragten erklärten, die Bundespolitik beeinflusse sie in ihrer Entscheidung mehr als die Landespolitik - ein Zuwachs von sechs Punkten gegenüber Dezember.
Infratest dimap befragte nach eigenen Angaben zwischen dem 28. Dezember und 2. Januar 1000 wahlberechtigte Niedersachsen.
Am Freitag startet die SPD in Emden offiziell in die heiße Wahlkampfphase, Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist zu Gast. Am Samstag folgt dann die CDU in Braunschweig, dort tritt Kanzlerin Merkel auf.
heb/Reuters/dpa
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