Umfrage: Schwarz-Gelb erstmals seit zwei Jahren vor Rot-Grün
Rot-Grün sinkt in der Wählergunst: Laut einer aktuellen Umfrage kommen SPD und Grüne gemeinsam auf 39 Prozent - und liegen damit erstmals seit knapp zwei Jahren hinter Union und FDP. Doch auch dieses Bündnis ist von einer Mehrheit weit entfernt. Schuld sind die Piraten - und die Liberalen.
Berlin - Schlechte Nachrichten für die SPD. Im Emnid-Sonntagstrend für die "Bild am Sonntag" büßt die Partei im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt ein und landet bei 26 Prozent. Die Grünen bleiben bei 13 Prozent. Auch Union (36 Prozent) und FDP (4 Prozent) kommen auf den Wert der Vorwoche. Damit liegt Rot-Grün zum ersten Mal seit knapp zwei Jahren hinter Schwarz-Gelb.
Dennoch dürfte bei CDU und Liberalen der Grund zur Freude nicht allzu groß sein. Denn mit gemeinsam 40 Prozent ist das Bündnis von einer Mehrheit weit entfernt. Der Grund ist einerseits die Piratenpartei: Ihre Umfragewerte steigen weiter. Im Vergleich zur Vorwoche verbesserten sie sich um einen Prozentpunkt auf jetzt zehn Prozent. Zuletzt hatte die Partei diesen Wert im Oktober 2011 erreicht. Doch andererseits würden der Union die 4 Prozent der FDP sowieso nichts nützen: Die Liberalen kämen damit nämlich gar nicht ins Parlament.
Wenige Wochen vor den nächsten Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen tobt bei den Piraten eine heftige parteiinterne Debatte. Ausgelöst wurde sie von der eigenen Jugendorganisation. Auf ihrer Website haben die "Jungen Piraten" einen Brandbrief veröffentlicht - es ist ein Schreiben der Wut und der Enttäuschung darüber, dass sexistische und rassistische Äußerungen von Piraten all zu oft als Einzelfälle abgetan werden.
aar
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