Umfrage SPD klettert auf 35 Prozent

Die Sozialdemokraten holen weiter auf. Bei der jüngsten Forsa-Umfrage lag die SPD bei 35 Prozent, die Union bei 42 Prozent. Emnid ermittelte für die CDU/CSU sogar nur noch 40,5 Prozent.


Schröder beim Wahlkampf in Saarbrücken: Es geht aufwärts
REUTERS

Schröder beim Wahlkampf in Saarbrücken: Es geht aufwärts

Hamburg - Wenige Tage vor der Bundestagswahl stehen Union und FDP einer neuen Umfrage zufolge weiter ohne Mehrheit da. In einer Forsa-Befragung im Auftrag des "Stern" und des TV-Senders RTL legt die SPD im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt auf jetzt 35 Prozent zu. Die Union verharrt nach Forsa-Angaben bei 42 Prozent, ebenso wie die Grünen mit 7 Prozent und die FDP mit 6 Prozent. Die Linkspartei büßt einen Punkt ein und steht nun bei 7 Prozent.

Schwarz-Gelb hat somit gemeinsam nur noch 48 Prozent der Stimmen, SPD, Grüne und Linkspartei kommen zusammen auf 49 Prozent. Forsa befragte 2504 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger im Zeitraum vom 5. bis 9. September. Die statistische Fehlertoleranz wird mit plus/minus 2,5 Prozentpunkte angegeben.

Nach einer gestern veröffentlichten Umfrage des Emnid-Instituts ist die Union auf den niedrigsten Stand seit Mitte Februar zurückgefallen. Emnid ermittelte für CDU/CSU nur noch 40,5 Prozent, das ist ein Minus von 1,5 Prozent zur Vorwoche. Eine schwarz-gelbe Mehrheit gibt es demnach derzeit nicht.

Die SPD verbesserte sich laut Emnid auf 34,5 Prozent. Die FDP liegt bundesweit bei 7 Prozent. Für die Grünen votierten 7 Prozent, für die Linkspartei 8 Prozent. Bei diesem Ergebnis verfehlten Union und FDP mit 47,5 Prozent die absolute Mehrheit im Bundestag. SPD, Grüne und Linkspartei kämen zusammen auf 49,5 Prozent. Emnid hatte vom 5. bis 8. September 4018 Wahlberechtigte befragt.

Die Demoskopen von Forsa, Allensbach, Infratest dimap und der Forschungsgruppe Wahlen hatten zuletzt für eine schwarz-gelbe Koalition 47,5 bis 48,5 Prozent ermittelt.

Bei der Emnid-Umfrage vor dem Fernsehduell zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) war die Union noch auf 42 Prozent gekommen. Für die SPD hatten 31 Prozent gestimmt. FDP und Grüne kamen in der am 1. September veröffentlichten Umfrage wie in der aktuellen Erhebung auf je 7 Prozent. Für die Linkspartei hatten sich 10 Prozent ausgesprochen.

Eine Umfrage von TNS Infratest bestätigt, dass Schröder nach dem TV-Duell erheblich an Beliebtheit gewonnen hat. In der monatlichen Umfrage für den SPIEGEL (6./7. September; 1000 Befragte) erzielte Schröder mit 11 Prozentpunkten den stärksten Zuwachs aller Politiker. 60 Prozent der Befragten wollen, dass er künftig eine wichtige Rolle in der deutschen Politik spielt. Auch Vizekanzler Joschka Fischer (Grüne) legte zu (plus 6 Punkte) und erreichte jetzt 65 Punkte auf der Popularitätsskala. Damit sind Schröder und Fischer die beliebtesten Spitzenpolitiker, dicht gefolgt von Merkel, die auf 59 Prozent kommt, einen Punkt weniger als im Vormonat.



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