Umfrage SPD profitiert von Steueraffäre - Linke nicht

Wenige Tage vor der Hamburg-Wahl ist die SPD wegen des Steuerskandals im Aufwind. Die Sozialdemokraten legten in einer Forsa-Umfrage um zwei Prozentpunkte zu. Union und FDP mussten dagegen je einen Prozentpunkt abgeben.


Hamburg - Die Steueraffäre hilft der SPD in der Wählergunst. In der wöchentlichen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für RTL und "Stern" gewannen die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche zwei Punkte hinzu und kommen nun auf 29 Prozent. Diesen Wert erreichte die Partei zuletzt vor einem Jahr.

Union und FDP mussten dagegen jeweils einen Punkt abgeben: CDU/CSU fielen auf 35 Prozent ab, die FDP sank auf 9 Prozent. Für Grüne (9 Prozent) und Linke (13 Prozent) änderten sich die Werte nicht. Für "sonstige Parteien" würden 5 Prozent der Wähler stimmen.

Mit zusammen 44 Prozent liegen Union und FDP jetzt 7 Punkte hinter dem "linken Lager" aus SPD, Grünen und Linken, die gemeinsam 51 Prozent erzielen.

Am Sonntag wird in Hamburg ein neuer Landtag gewählt. CDU-Bürgermeister Ole von Beust muss dabei gegen seinen SPD-Herausforderer Michael Naumann die absolute Mehrheit in der Hansestadt verteidigen. Nach den jüngsten Umfragen drohen auch in Hamburg hessische Verhältnisse: Weder Union und FDP noch Rot-Grün könnten eine Regierung bilden.

Unfrage: Höhere Strafen bei Steuerhinterziehung

Angesichts der bundesweiten Durchsuchungen gegen Steuersünder mit Schwarzkonten in Liechtenstein fordert die große Mehrheit der Bundesbürger eine härtere Bestrafung von Steuerhinterziehern.

Fast zwei Drittel (63 Prozent) verlangen laut einer anderen Forsa-Umfrage, dass Steuerzahler, die mehr als eine Million Euro hinterzogen haben, in jedem Fall mit Gefängnis bestraft werden sollten. Nur ein knappes Drittel (32 Prozent) sprach sich gegen eine Verschärfung der Gesetze aus.

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