Berlin - Die Union büßt bei den Wählern leicht an Sympathien ein. Im Forsa-Wahltrend von "Stern" und RTL, der vor den Beschlüssen der Koalition zum Betreuungsgeld und zur Abschaffung der Praxisgebühr erhoben wurde, verloren CDU/CSU im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und liegen nun bei 37 Prozent. Die Werte der anderen Parteien blieben in der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage stabil: Die SPD kommt auf 26 Prozent, die Grünen erreichen zum zweiten Mal in Folge 15 Prozent, die Linke erzielt 8 Prozent. Auch die FDP kommt nicht aus dem Umfragekeller: Zum dritten Mal in Folge erreicht die Regierungspartei nur 3 Prozent.
Mit zusammen 41 Prozent haben SPD und Grüne damit wieder einen knappen Vorsprung vor Union und FDP, die gemeinsam 40 Prozent erreichen. Der designierte Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, liegt in der Wählergunst allerdings nach wie vor weit hinter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Wenn die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen könnten, würden sich 29 Prozent für Steinbrück entscheiden, 50 Prozent aber für Merkel, wie der Forsa-Wahltrend ergab.
Auch die Offenlegung seiner Vortragshonorare hat Steinbrück wenig eingebracht. 29 Prozent der Bürger sagten in der Umfrage, die Veröffentlichung habe ihm geschadet. Lediglich 24 Prozent meinten, sie habe ihm genutzt. Selbst unter den SPD-Anhängern sehen das lediglich 35 Prozent so. Die Mehrheit der Bürger (43 Prozent) ist der Auffassung, die Offenlegung habe ihm weder geschadet noch genutzt.
Für die Erhebung wurden 2506 repräsentativ ausgesuchte Bürger in der Zeit vom 29. Oktober bis 2. November befragt.
hen/dapd
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Deutschland | RSS |
| alles zum Thema Umfragen | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH