Umfrage: FDP bundesweit wieder bei fünf Prozent

Die FDP hat laut einer aktuellen Umfrage in der Wählergunst leicht zugelegt. Demnach kommen die Liberalen bundesweit auf fünf Prozent - erstmals seit dem vergangenen Sommer. Vom Aufwärtstrend profitiert die Partei auch im schleswig-holsteinischen Landtagswahlkampf.

Spitzenkandidat der FDP in Schleswig-Holstein Kubicki: Leichter Aufwärtstrend Zur Großansicht
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Spitzenkandidat der FDP in Schleswig-Holstein Kubicki: Leichter Aufwärtstrend

Berlin - Der sieche Patient scheint sich zu erholen: Die FDP kann erstmals seit dem vergangenen August laut einer Umfrage von Emnid wieder die Fünf-Prozent-Hürde überspringen. Im aktuellen Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut wöchentlich im Auftrag der Zeitung "Bild am Sonntag" erhebt, erreichen die Liberalen einen Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Bundesweit kommen sie damit auf fünf Prozent.

Auch die Union legte leicht zu - sie erreicht nun 35 Prozent. Dagegen verlor die SPD leicht und kommt auf 26 Prozent. Auch die Piraten mussten einen Rückgang um einen Prozentpunkt hinnehmen und landen bei elf Prozent. Grüne mit 13 Prozent und Linkspartei mit sieben Prozent verharrten auf den Werten der Vorwoche. Die sonstigen Parteien landeten bei drei Prozent. Das Meinungsforschungsinstitut befragte vom 19. bis zum 26. April 2.742 Personen.

Der leichte Aufwärtstrend der Liberalen dürfte vor allem Wolfgang Kubicki freuen. Er ist Spitzenkandidat der FDP für die schleswig-holsteinische Landtagswahl am kommenden Sonntag. Bei der vergangenen Wahl in dem Bundesland 2009, führte er die Partei zu einem Ergebnis von 14,9 Prozent und in die Koalition mit der CDU. Nun kämpft Kubicki um den Wiedereinzug in den Landtag - immerhin bescheinigte eine Umfrage der Nord-FDP schon vor einigen Tagen, wieder über der Fünf-Prozent-Marke zu liegen.

ulz/dapd/Reuters/dpa

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insgesamt 195 Beiträge
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1. Die Deutsche sind halt bodenständig.
herr_kowalski 29.04.2012
Zitat von sysopDie FDP hat laut einer aktuellen Umfrage in der Wählergunst leicht zugelegt. Demnach kommen die Liberalen bundesweit auf fünf Prozent - erstmals seit dem vergangenen Sommer. Vom Aufwärtstrend profitiert die Partei auch im schleswig-holsteinischen Landtagswahlkampf. Umfrage: FDP bundesweit wieder bei fünf Prozent - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,830430,00.html)
Man könnte auch sagen: Sie lernen nichts dazu oder jedes Schaf sucht sich seinen Schlachter selber.
2. Abwarten...
Jonny_C 29.04.2012
Zitat von sysopDie FDP hat laut einer aktuellen Umfrage in der Wählergunst leicht zugelegt. Demnach kommen die Liberalen bundesweit auf fünf Prozent - erstmals seit dem vergangenen Sommer. Vom Aufwärtstrend profitiert die Partei auch im schleswig-holsteinischen Landtagswahlkampf. Umfrage: FDP bundesweit wieder bei fünf Prozent - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,830430,00.html)
...und Tee trinken, mal sehen wie es am 14. Mai aussieht. Außerdem kann bis dahin noch einiges passieren. Zoff mit Hollande, ein Crash in den PIIGS-Staaten, eine weitere merkwürdige Äußerung von Westerwell, Rößler, Lindner oder Kubiki. Wieder bei 5% kann auch bedeuten 4,9% oder 5,1% ;-) Ich wünsche allen einen schönen Sonntag.
3.
ullibulli09 29.04.2012
Es ist unglaublich wieviele Wahlplakate die FDP hier in NRW aufgestellt hat, man kann kaum einen Meter gehen, ohne auf ein Plakat der FDP zu stoßen. Die FDP hat anscheinend viel Geld von Lobbyisten, Hotelbesitzern und vielen anderen Unternehmern die diese Partei unterstützen, genommen und in den Wahlkampf gesteckt. Bleibt nur zu hoffen. Anscheinend sind viele Menschen nach wie vor so naiv sich von den Wahlplakaten der FDP blenden zu lassen. Schade ...
4.
aramcoy 29.04.2012
Es ist schon erstaunlich, wie kurz das Gedächtnis bei vielen Menschen zurückreicht. Diese Schmierentruppe braucht doch niemand. Was wäre denn ein Grund FDP zu wählen? Ich wüßte keinen. Welcher Kandidat der FDP wäre es denn wert gewählt zu werden? Ich wüßte keinen. Di eFDP hat die letzten paar Jahre ihr Fähnchen immer so in den Wind gehängt, dass sie an der Macht blieb, dazu gehörten auch die Personalwechsel, die Programmwechsel und so weiter. Inhaltlich wissen die doch überhaupt nicht mehr wo sie stehen, der eine möcht eden Spitzensteuerstaz erhöhen, der andere möchte sparen usw. Hallo - im Vergleich dazu haben ja die Piraten ein einheitliches und verständliches Programm.
5. Der Passskandal
founder 29.04.2012
Deutschland ist ein freies Land mit dem Recht auf freie politische Meinungsäußerung. Doch was passiert wenn ein deutscher Staatsbürger der als Deutsch und Englischlehrer in Shanghai arbeitet von diesem Recht auf freie politische Meinungsäußerung unerwünscht gebrauch macht? Zur Verlängerung der Arbeitserlaubnis ist es erforderlich, daß im Pass eine freie Seite vorhanden ist. Also neuen Pass am deutschen Konsulat in Shanghai beantragen. Vor über einen Jahr beginnt hier die unendliche Geschichte um eine Passverlägerung. Das Opfer lebt seittem auf einer Insel vor Honkong. Hier zu einem Artikel im Kölner Stadtanzeiger zu diesem Fall (http://www.ksta.de/html/artikel/1335165005590.shtml). Was in dem Artikel nicht erwähnt wurde, die unerwünschte politische Meinungsäußerung speziell zu den Aktivitäten der FDP Friedrich Naumann Stiftung. FDP Außenministerium zuständige für Konsulate und Kritik an einer FDP Institution führt zur Passverweigerung? Hier tickt eine PR-Bombe, welche die FDP vor der nächsten Landtagswahl noch zerrreisen könnte.
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So wählt Schleswig-Holstein
Vorgezogene Neuwahl
Nur zweieinhalb Jahre nach der letzten Abstimmung müssen die Schleswig-Holsteiner am 6. Mai einen neuen Landtag wählen. Dies hatte das Landesverfassungsgericht 2010 nach Klagen von Grünen und dem Südschleswigschen Wählerverbund (SSW) angeordnet. Die Richter stuften damals das Wahlgesetz und damit die Zusammensetzung des Landtags als verfassungswidrig ein. Nach dem Urteil wurden das Wahlgesetz und die Verfassung geändert.
Erst- und Zweitstimme
Jeder Wähler in Schleswig-Holstein hat am 6. Mai zwei Stimmen. Mit der ersten entscheidet er über einen Kandidaten aus seinem Wahlkreis. Wer dort die meisten Stimmen holt, kommt ins Kieler Parlament. Zwischen Nord- und Ostsee gibt es 35 Wahlkreise. Die zweite Stimme wird für die Landesliste einer Partei abgegeben. Sie entscheidet mit darüber, wie stark eine Partei im Landtag vertreten ist.
Überhang- und Ausgleichmandate
Gewinnt eine Partei mehr Mandate direkt über die Wahlkreise, als ihr nach dem Anteil an den Zweitstimmen zustünden, erhält sie Überhangmandate. Die übrigen Parteien bekommen Sitze zum Ausgleich, damit die Zusammensetzung des Landtags dem Zweitstimmen-Verhältnis entspricht. So kann der Landtag in Kiel größer als eigentlich vorgesehen werden. Derzeit sind es statt 69 Sitzen sogar 95 Mandate.
SSW - Partei der dänischen Minderheit
Um in das Parlament zu kommen, muss eine Partei mindestens 5 Prozent der Zweitstimmen holen. Der SSW als Partei der aus etwa 50.000 Menschen bestehenden dänischen Minderheit ist davon befreit. Damit wird ihre politische Mitwirkung sichergestellt. Allerdings muss der SSW so viele Stimmen erhalten, dass es zumindest für den letzten der zu vergebenden Sitze im Plenum reicht. Ziel des SSW sind diesmal 5 Prozent (2009: 4,3).
Zweitstimmen und Mandate 2009
Bei der Wahl 2009 hatten CDU und FDP zunächst drei Mandate mehr erhalten als SPD, Grüne, Linke und SSW zusammen, obwohl bei der Abstimmung auf sie 27.000 Zweitstimmen weniger entfallen waren. Grund waren die komplizierten Bestimmungen zu Überhang- und Ausgleichsmandaten. Durch das damals geltende Wahlgesetz im nördlichsten Bundesland wurde die Zahl der Ausgleichsmandate begrenzt, so dass CDU und FDP ihre Mehrheit bekamen. Diese schrumpfte später auf eine Stimme, nachdem ein Auszählfehler korrigiert worden war.