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Umweltproteste: Atomkraftgegner blockieren Zwischenlager Gorleben

Rund 150 Atomkraftgegner haben die Zufahrt zum atomaren Zwischenlager Gorleben besetzt. Vier Mitglieder der Umweltorganisation Robin Wood kletterten nach eigenen Angaben über den Zaun auf das Gelände.

Gorleben - Die Atomkraftgegner hätten eine Mauer aus Ölfässern errichtet, sagte ein Sprecher der Polizei in Lüchow. Laut Polizei sind etwa 100 Beamten vor Ort im Einsatz. Die Aktion sei zunächst weitgehend friedlich verlaufen. Allerdings seien zwei Polizisten von Demonstranten überrannt und verletzt worden. Die Teilnehmer seien aufgefordert worden, sich von dem Zwischenlager zurückzuziehen, sagte der Sprecher. Nach Angaben der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg (BI) richten sich die Demonstranten auf eine längere Aktion ein.

Man wollte mit der Blockade auf das weiter ungelöste Problem der Atommüllentsorgung hinweisen, sagte Jochen Stay von der Anti-Atom-Initiative "x-tausendmal quer". Stay erinnerte daran, dass der hochaktive Abfall in Gorleben oberirdisch gelagert werde. Niemand wisse, wie lange die Behälter dichthielten.

Die Castor-Halle auf dem Gelände in Gorleben hat eine Kapazität von 420 Behältern. Derzeit lagern dort 56 Castoren. Im November sollen weitere zwölf angeliefert werden. Das im Gorlebener Salzstock in Bau befindliche Endlager ist nach BI-Angaben ungeeignet, um die strahlenden Abfälle über Jahrtausende sicher aufzubewahren.

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