Leverkusen - Der Vizepräsident des Europaparlaments, Alexander Alvaro (FDP), ist bei einem Autobahnunfall in der Nacht zum Samstag schwer verletzt worden. Der 37-Jährige sei ins Krankenhaus eingeliefert worden, sagte ein Sprecher der FDP-Fraktion im Europaparlament und bestätigte damit entsprechende Informationen der "Bild am Sonntag". Der Zeitung zufolge hat Alvaro bei dem Unfall schwere Hirnverletzungen erlitten.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall auf der Autobahn A1 zwischen Burscheid und Leverkusen. Ein 21-jähriger Mann aus Münster kam dabei ums Leben. Demnach war der Mann zusammen mit zwei Mitfahrern im Alter von 15 und 16 unterwegs und verlor aus bisher ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug und geriet ins Schleudern. Schließlich kam der Wagen auf der Fahrbahn zum Stillstand. Alvaro prallte mit seinem Auto auf den querstehenden Opel mit den drei Insassen.
Der 21-jährige Fahrer wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und verstarb noch an der Unfallstelle. Seine beiden jugendlichen Mitfahrer wurden ebenfalls schwer verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. Laut Zeugenangaben soll der 21-Jährige mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren sein. Die A1 musste in Fahrtrichtung Köln bis etwa 9.15 Uhr komplett gesperrt werden. Die Polizei ermittelt derzeit noch die genauen Hintergründe.
Alvaro ist seit 2004 Mitglied des EU-Parlaments. Im Mai 2011 löste er gemeinsam mit Alexander Graf Lambsdorff Silvana Koch-Mehrin an der Spitze der Europa-FDP ab.
cib/dpa/AFP
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