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Flüchtlinge: Union will Asylbewerbern Arbeitsaufnahme erleichtern

Asylbewerber und geduldete Ausländer sollen einfacher einen Job annehmen können, fordert Hessens Ministerpräsident Bouffier im SPIEGEL. Die sogenannte Vorrangprüfung solle vereinfacht werden. Damit kommt er den Grünen entgegen.

Asylbewerber in der zentralen Aufnahmestelle Zirndorf: "Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte" Zur Großansicht
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Asylbewerber in der zentralen Aufnahmestelle Zirndorf: "Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte"

Die Union will die Arbeitsaufnahme für Asylbewerber und geduldete Ausländer erleichtern. "Unsere Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte und viele Asylbewerber eine sinnvolle Beschäftigung. Bei der guten wirtschaftlichen Lage liegt es daher nahe, die Bedingungen zur Arbeitsaufnahme von Asylbewerbern zu erleichtern", sagt Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) im SPIEGEL. "Ich halte Vereinfachungen bei der Vorrangprüfung für vertretbar."

Bouffier kommt damit den Grünen entgegen, die sich für eine Streichung der sogenannten Vorrangprüfung einsetzen, wonach deutsche Arbeitskräfte und bestimmte ausländische Bürger auf dem Arbeitsmarkt zu bevorzugen sind.

Um die Kommunen zu entlasten, will die Union im Gegenzug, dass die Grünen im Bundesrat der Ausweitung der Liste sicherer Drittstaaten auf Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien zustimmen, damit von dort stammende Asylbewerber schneller abgeschoben werden können. Deren Anerkennungsquote liegt unter einem Prozent. Der Bundestag hat die Pläne bereits verabschiedet.

Streit mit den Grünen

In dieser Frage hatte Grünen-Chefin Simone Peter zuletzt die Union scharf angegriffen. "Seit dem letzten Treffen mit der Bundesregierung Anfang Juli wurde uns nichts Substanzielles mehr vorgelegt", sagte sie am Freitag SPIEGEL ONLINE. "Ich sehe nicht, dass wir uns noch einigen werden." Das von CDU/CSU forcierte Asylgesetz der Großen Koalition soll am 19. September im Bundesrat verabschiedet werden. Dabei ist die Koalition auf mindestens ein Land mit grüner Regierungsbeteiligung angewiesen.

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1. Diese
deutscherdussel 07.09.2014
Leute werden dann als billige Arbeitskräfte verheizt. Was soll das?
2. Wurde ja Zeit
hanka-matho 07.09.2014
Es gibt keinen Grund warum diese Menschen nicht arbeiten sollen, außer man ist in Asyl Unterkünften irgendwie beschäftigt ob hauptamtlich oder ehrenamtlich und freut sich über die Vermittlung immer neuer Schwarzarbeiter zur Eigenheimsanierung. Die Kinder gehen mit unseren Kindern zur Schule. Warum sollten die Eltern nicht arbeiten dürfen. Wir erziehen uns die Flüchtlinge selbst, die dann Schulen besetzen und im noch Schlimmeren Fall ihr Geld mit Dealen und anderem verdienen. Ist doch klar, dass alle denken DL hat es ja. Wenn sie die Chance haben, sich ein Leben aufzubauen, wird in Wohnungen, Autos etc investiert und nicht wie kürzlich mitgekriegt in iPad's. Das ist doch eine völlig verschobene Norm, die die Leute beigebracht kriegen.
3.
iconoclasm 07.09.2014
Schön, damit der prekäre Arbeitsmarkt endgültig absäuft.
4. Welche Jobs denn???
Marvel Master 07.09.2014
Deutschland hat jetzt schon ca 7 Mio Arbeitslose. 3 Mio ALG 1 Leute und dann noch 4 Mio Hartz IV Empfänger. Und die können noch halbwegs lesen/schreiben + rechnen. Was will man denn mit den ganzen neuen Leuten?! Die sind doch total nutzlos?! Und die Zukunft sieht auch nicht besser aus. Maschinen machen mehr und mehr die Jobs von heute. Pakete zustellen, Taxi fahren, Häuser putzen, Daten auswerten, Medizinische oder Rechts-Gutachten erstellen usw. Im Jahre 2080 brauchen wir nur noch 5 Mio Leute in Deutschland. Den Rest machen die Maschinen für uns. VG Marvel
5. Mehrere Punkte
neuronensalat 07.09.2014
Es steht für mich ausser Frage, dass wir Kriegsflüchtlinge unterstützen müssen. Es sind Menschen wie wir, die genausowenig für diesen Krieg können, wie Sie oder ich. Und ich finde es definitiv positiv, dass man jemand die Möglichkeit gibt zu arbeiten. Damit können die Flüchtlinge einen Beitrag zum eigenen Lebensunterhalt leisten, gut für's Selbstbewußtsein der Flüchtlinge und gut für die Allgemeinheit. Das ganze darf natürlich nicht in Dumpinglöhnen münden, aber das kann man relativ gut gesetzlich in den Griff kriegen, und es scheint, als würde, oh Wunder, die CDU in Hessen unter dem Einfluss der Grünen zur Realpolitik neigen. Ich find's gut.
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