Uno-Konferenz Wulff kritisiert Durban-Ergebnisse

Die Erleichterung über den Abschluss des Klimagipfels in Durban ist weltweit groß. Doch Bundespräsident Wulff reichen die Ergebnisse nicht aus, er zeigte sich während einer Reise in der Golf-Region unzufrieden. Damit begibt er sich auf Gegenposition zu Umweltminister Röttgen.

Christian und Bettina Wulff: sechstägige Reise durch die Golfregion
DPA

Christian und Bettina Wulff: sechstägige Reise durch die Golfregion


Abu Dhabi - Christian Wulff hat die Ergebnisse der Weltklimakonferenz in Durban zurückhaltend bewertet. Das Ergebnis des Treffens habe gezeigt, wie weit weg ein tragfähiges Kyoto-Nachfolgeprotokoll noch sei, sagte der Bundespräsident am Montag auf einer Wirtschaftskonferenz im Golf-Emirat Abu Dhabi.

Damit sieht er das Ergebnis der Konferenz in Durban kritischer als sein Parteikollege, Umweltminister Norbert Röttgen (CDU). Dieser hatte gesagt: "Das Paket von Durban ist ein großer, wegweisender Erfolg für den Klimaschutz." Der Bundespräsident würdigte die konsequenten Schritte der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) im Umweltschutz und beim Ausbau erneuerbarer Energien. In den Verhandlungen zur Begrenzung des globalen Klimawandels komme den VAE eine regionale Führungsrolle zu.

Der Uno-Klimagipfel hatte sich nach einem Verhandlungsmarathon auf die Erarbeitung eines Weltklimavertrags zur Begrenzung der Erderwärmung bis 2015 verständigt. Erstmals wollen auch Klimasünder wie die USA und China verbindliche Ziele zur Minderung ihrer Ausstöße von Treibhausgasen mittragen. Mit der Einigung vom Sonntag könnte die EU erreichen, dass das Abkommen bis 2015 erarbeitet wird und 2020 in Kraft tritt.

Bis dahin soll das vor allem die EU-Staaten betreffende Kyoto-Protokoll verlängert werden. Die endgültige Entscheidung hierüber soll aber erst auf der nächsten Klimakonferenz 2012 in Katar fallen. Ziel ist, dass zumindest die sich zu Kyoto bekennenden Staaten weiterhin hohe Klimaschutzverpflichtungen eingehen, bevor es einen erstmaligen Weltklimavertrag gibt. Wulff hatte Katar am Sonntag besucht.

Wulff berät im Lauf des Tages mit Präsident Scheich Chalifa über die schwierige Lage im Nahen und Mittleren Osten. Der vorletzte Tag der Reise Wulffs in die Golfregion steht außerdem im Zeichen der Wirtschaft. Der Bundespräsident eröffnet gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Behörde für wirtschaftliche Entwicklung des Emirats Abu Dhabi eine bilaterale Wirtschaftskonferenz. Zum Abschluss seiner Reise wird Wulff am Dienstag in Kuwait erwartet.

ler/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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sosonaja 12.12.2011
1. Lumpenpack
Als Herr Wulff noch Ministerpräsident von Niedersachsen war, hat er nichts gegen die Machenschaften in der Nassbaggerbranche unternommen. Im Gegenteil, er ließ Ems, Weser,... zu Tode baggern, damit seine Freunde der Nassbaggerfirmen fleissig abkassieren konnten und jetzt möchte er den Heiligen spielen!!!!!!!!!!!!!!!!
flower power 13.12.2011
2. dazu
Zitat von sosonajaAls Herr Wulff noch Ministerpräsident von Niedersachsen war, hat er nichts gegen die Machenschaften in der Nassbaggerbranche unternommen. Im Gegenteil, er ließ Ems, Weser,... zu Tode baggern, damit seine Freunde der Nassbaggerfirmen fleissig abkassieren konnten und jetzt möchte er den Heiligen spielen!!!!!!!!!!!!!!!!
bitte auch : warum nimmt dieser lump einen privatkredit von der ehefrau eines befreundeten Geschäftsmannes an, der nun in die CH abwanderte? Bekam er von seiner bank keinen? Warum immer diese machenschaften? nichts ist nicht mehr korrupt in diesem staate, auch der bp ist mittlerweile in den ermittlungen.....de, oh weh.
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