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29. Dezember 2015, 07:21 Uhr

Sinkende Einnahmen

Unternehmen geizen mit Großspenden an Parteien

Die Parteien bekommen weniger Großspenden von Wirtschaftsverbänden und Konzernen. Insgesamt beliefen sich die Überweisungen in diesem Jahr auf 1,12 Millionen Euro. Die größten Einzelspenden gingen an die FDP - und eine marxistische Partei.

Die deutsche Wirtschaft hat Parteien in diesem Jahr 1,12 Millionen Euro Großspenden zukommen lassen - das geht aus einer aktuellen Liste der Bundestagsverwaltung hervor. Dabei handelt es sich um Gelder, die im Einzelfall 50.000 Euro übersteigen und nach dem Parteiengesetz dem Bundestag sofort anzuzeigen sind.

2014 erhielten die Parteien noch 1,52 Millionen Euro aus der Wirtschaft, im Bundestagswahljahr 2013 beliefen sich die Großspenden auf 3,5 Millionen Euro.

Hier die Summen nach Parteien für das Jahr 2015:

Der Rückgang der Großspenden liegt daran, dass langjährige Sponsoren wie die Allianz und BMW ihre Zuwendungen reduziert oder ganz gestoppt haben. "Wir setzen jetzt auf Projektkooperationen. Das macht für uns mehr Sinn", sagte BMW-Sprecher Nikolai Glies der "Berliner Zeitung".

Unter den Großspendern 2015 sind Verbände wie Südwestmetall aber auch Unternehmen: Evonik spendete der CDU 90.000 Euro und der SPD 60.000 Euro. Daimler überwies den Regierungsparteien jeweils 100.000 Euro.

Neben den Unternehmen gab es auch Privatleute, die Beträge von mehr als 50.000 Euro spendeten. Die größte Einzelspende in Höhe von 252.400 Euro erhielt die linke MLPD von einem Mann aus Oberhausen. Der Gründer der Helios-Kliniken, Lutz Helmig, überwies 200.000 Euro an die FDP, der ehemalige Chef des Bundesverbands der Industrie (BDI), Hans Joachim Langmann, zahlte der CDU 70.000 Euro. Der Medienunternehmer Georg Kofler spendete der Partei den gleichen Betrag.

Genaueren Aufschluss über Zuwendungen von Firmen und Privatleuten und damit über das gesamte Spendenaufkommen eines Jahres geben erst die Rechenschaftsberichte der Parteien. Sie müssen für 2015 noch erstellt werden.

syd/dpa

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