Newsblog Großrazzia gegen Schwarzarbeit auf dem Bau

Es geht um Steuerhinterziehung und Betrug in Millionenhöhe: Im Rhein-Main-Gebiet sind Zoll und Polizei gegen organisierte Schwarzarbeit auf dem Bau vorgegangen.

Männer auf einer Baustelle (Archivbild)
DPA

Männer auf einer Baustelle (Archivbild)

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8.57 Uhr: Mit einer kurzen Zusammenstellung einiger erfreulicher Nachrichten möchte ich mich an diesem Morgen von Ihnen verabschieden. Haben Sie einen schönen Tag.

  • Die Zahl der Verkehrstoten ist in Deutschland im zurückliegenden März deutlich gesunken.
  • Die Deutschen kaufen nach wie vor gern ein: Steigende Einkommen und eine moderate Inflation sorgen für eine stabil gute Konsumlaune der Verbraucher in Deutschland.
  • Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland so viele Wohnungen fertiggestellt wie seit 2002 nicht mehr. Die Zahl kletterte um 2,6 Prozent auf 284.800, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte

8.51 Uhr: Und zum Abschluss noch eine Nachricht aus Hollywood.

Schauspielerin Gwyneth Paltrow hat ihren früheren Partner und Schauspielerkollegen Brad Pitt dafür gelobt, dass er sie gegen Filmmogul Harvey Weinstein in Schutz genommen hat. "Es war fantastisch, denn er nutzte seinen Ruhm und seine Macht, um mich zu einer Zeit zu beschützen, als ich noch keinen Ruhm und keine Macht hatte", sagte sie in der US-Radioshow von Moderator Howard Stern. "Er ist der Beste."

Zuvor hatte sie ihre Vorwürfe gegen den früheren Filmmogul erneuert. "Wir hatten einen Vorfall in einem Hotelzimmer, wo er versuchte, mich anzugreifen", sagte sie. "Es passierte aus heiterem Himmel. Ich war überrumpelt. Ich war schockiert." Sie habe ihrem damaligen Freund Pitt sofort von dem Vorfall erzählt. "Ich war sehr erschüttert, weil ich noch für zwei Filme mit (Weinstein) unterschrieben hatte." Am Rande einer Premiere habe Pitt den Filmproduzenten zur Seite genommen und Paltrow danach davon erzählt.

Gwyneth Paltrow
DPA

Gwyneth Paltrow

8.45 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Mittwoch ein Sofortprogramm für die Kranken- und Altenpflege vorgestellt, das 13.000 zusätzliche Stellen vorsieht. Nun gibt es von verschiedenen Seiten Kritik für das Programm:

Jens Spahn
DPA

Jens Spahn

Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, sagte im Bayerischen Rundfunk, die angekündigten 13.000 neuen Stellen im Pflegebereich können "nur ein Anfang sein". Notwendig seien 60.000 Stellen - da seien 13.000 "doch ein bisschen weniger".

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, Spahns Aktionsplan sei "leider ein Witz". "Mit diesen 13.000 Symbolstellen gewinnen wir nichts in diesem Land."

Die pflegepolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Bundestag, Nicole Westig, bezeichnete das Sofortprogramm in den Funke-Zeitungen als "Nebelkerze". "Bereits jetzt können offene Stellen nicht besetzt werden, der Markt ist leergefegt."

8.26 Uhr: Nach den turbulenten ersten zwei Stunden hier in der Redaktion kehrt langsam Ruhe ein und es ist Zeit, zu schauen, womit sich unsere Kollegen befasst haben.

Zeitungen 24.05.2018

Zeitungen 24.05.2018

"Die Bild" lässt Schauspielerin Thekla Carola Wied zu Wort kommen: Sie kritisiert den "Rassismus gegen Alte!" Darunter ein Bild von Michelle und Barack Obama an ihrem Hochzeitstag im Oktober 1992 - Instagram des Tages. (Sagt man das so - Instagram des Tages?)

Die "taz" widmet ihr Cover Philip Roth. Der weltbekannte Schriftsteller war im Alter von 85 Jahren gestorben. Dazu titelt die "taz": Der Meister des Makels. Auch die "Welt", die "Süddeutsche Zeitung" und die "FAZ" machen mit Roth auf. Lesen Sie hier unseren Nachruf von Anne Haeming auf Philip Roth.

Philip Roth
AP

Philip Roth

"Die Welt" bringt auf ihrer Titelseite außerdem, dass vielen Behörden Instrumente gegen den Asylbetrug fehlen: "Mehr als 200 Ausländerbehörden und offenbar sämtliche Sozialleistungsstellen in Deutschland können bislang keine Fingerabdrücke von Asylsuchenden oder bereits anerkannten Asylbewerbern elektronisch vergleichen."

Der "Tagesspiegel" titelt, dass die soziale Spaltung der Städte zunimmt: "Arme und reichere Menschen leben in deutschen Städten einer Untersuchung zufolge immer seltener in gemeinsamen Nachbarschaften. Besonders ausgeprägt sei die soziale Trennung in Ostdeutschland, heißt es in einer Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), die die soziale Durchmischung in 74 deutschen Städten für die Jahre 2005 bis 2014 untersucht."

Die "Süddeutsche Zeitung" beschäftigt sich mit dem neuen italienischen Regierungschef Giuseppe Conte.

Und die "FAZ" mit dem Skandal der Bremer Bamf-Außenstelle.

8.14 Uhr: Mit einer Großrazzia sind Zoll und Polizei im Rhein-Main-Gebiet gegen organisierte Schwarzarbeit auf dem Bau vorgegangen. Etwa tausend Beamte waren im Einsatz, wie die Generalzolldirektion in Frankfurt am Main mitteilte. Durchsucht wurden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wohnungen und Geschäftsräume. Es gehe um Steuerhinterziehung und Betrug in Millionenhöhe.

Den Angaben zufolge wurden vier Mitglieder eines Familienclans festgenommen. Unter anderem waren Spezialkräfte im Einsatz. Auch in vier weiteren Bundesländern habe es Durchsuchungen gegeben.

8.05 Uhr: Im US-Bundesstaat Washington hat ein Lastwagen auf einer Autobahn knapp 18 Tonnen Hühnerfedern verloren. Der Fahrer des Lkw war offenbar am Lenkrad eingeschlafen.

Federn auf der Autobahn
AP/ Theron Zahn/ KOMOnews.com

Federn auf der Autobahn

7.54 Uhr: Und das haben Sie in der Nacht verpasst.

Außenminister Heiko Maas hat sich mit Beratern von US-Präsident Trump über den Iran-Deal gestritten. Den Artikel dazu lesen Sie hier.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zu ihrem zweitägigen Besuch in Peking gelandet - und hat sich bei ihrem ersten Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsident Li Keqiang für deutsche Unternehmen stark gemacht.

Kampfflugzeuge der US-geführten internationalen Koalition haben in der Nacht zum Donnerstag offenbar Militärziele in Syrien angegriffen.

In Italien ist ein Sattelschlepper mit einem Zug kollidiert. Dabei sind zwei Menschen ums Leben gekommen und mindestens 20 weitere wurden verletzt.

In Dresden ist eine Fliegerbombe bei der Entschärfung teilweise explodiert.

7.14 Uhr: Uber beendet seine Tests mit selbstfahrenden Autos im US-Bundesstaat Arizona. Vor zwei Monaten war eine 49 Jahre alte Frau von einem selbstfahrenden Auto überfahren worden. In Pittsburgh und in zwei Städten in Kalifornien soll es allerdings weiterhin Tests geben - aber in begrenztem Umfang, wie eine Uber-Sprecherin mitteilte.

7.09 Uhr: Eine gute und eine schlechte Nachricht. Fangen wir mit der schlechten Nachricht an: Auch an diesem Donnerstag gibt es im Süden und der Mitte Deutschlands Gewitter. Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) rechnen mit Schauern, örtlich auch heftigem Starkregen und Hagel. Das Unwetter soll sich bis zum Erzgebirge und dem Südosten Bayerns ausdehnen. Und jetzt die gute Nachricht: Am Wochenende soll es dann endlich wieder heiter werden: Dann strömt trockenere Luft in den Südwesten, so dass die Gewitterneigung auch dort deutlich abnimmt.

7.02 Uhr: Der Schlagabtausch zwischen Venezuela und den USA geht weiter: Washington hat zwei Diplomaten des südamerikanischen Landes zu unerwünschten Personen erklärt. Der Geschäftsträger der Botschaft Venezuelas sowie der stellvertretende Generalkonsul des Konsulats in Houston müssten die USA innerhalb von 24 Stunden verlassen, teilte das US-Außenministerium mit. Zuvor hatte Maduro zwei Diplomaten der US-Botschaft ausgewiesen. Er warf den Diplomaten Einmischung in die internen Angelegenheiten Venezuelas vor. Nach der umstrittenen Wiederwahl von Maduro hatten die USA Sanktionen gegen die Regierung in Venezuela verhängt.

Nicolás Maduro
AFP

Nicolás Maduro

6.50 Uhr: Achtung, Mallorca Urlauber: Um die Inselhauptstadt Palma herum wurden Badeverbote wegen hochgiftiger Quallen verhängt. Rote Flaggen seien am Mittwochnachmittag an Stränden der Viertel Can Pastilla und Molinar gehisst worden, berichteten Regionalzeitungen wie "Diario de Mallorca" übereinstimmend unter Berufung auf die Stadtverwaltung. Die betroffenen Strände liegen östlich des Hauptstadtzentrums, unweit des bei deutschen Touristen beliebten "Ballermann"-Strandes. Badegäste wurden von der Stadt gebeten, weitere Sichtungen der giftigen Nesseltiere den zuständigen Behörden zu melden.

Strand in Mallorca
Getty Images

Strand in Mallorca

6.38 Uhr: Wer will schon bis 67 arbeiten? Knapp vier Jahre nach Einführung der Rente mit 63 hat die Zahl der Anträge dieMillionenmarke übersprungen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Angaben der Deutschen Rentenversicherung. Danach haben die Rententräger von Juli 2014 bis Ende April dieses Jahres 1.005.777 neue Anträge dieser Rentenart registriert. Im selben Zeitraum wurden 985.299 Anträge bewilligt. Die abschlagsfreie Rente mit 63 wird gezahlt, wenn ein Arbeitnehmer 45 Jahre gearbeitet und in die Rentenversicherung eingezahlt hat. Ab Jahrgang 1953 steigt diese Altersgrenze für die abschlagsfreie Rente wieder schrittweise an. Für alle 1964 oder später Geborenen liegt sie wieder wie bislang bei 65 Jahren.

6.22 Uhr: Bei einem Zugunglück in der Nähe von Turin in Norditalien sind in der Nacht zum Donnerstag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 18 Menschen wurden verletzt, berichteten italienische Medien. Ein Regionalzug war an einem Bahnübergang mit einem Sattelschlepper zusammengestoßen. Der Triebwagen und zwei Waggons entgleisten. Der Lokführer war auf der Stelle tot. Einer der schwer verletzten Passagiere starb auf dem Weg ins Krankenhaus.

Zugunglück in Turin
DPA

Zugunglück in Turin

6.18 Uhr: In Costa Rica ist ein italienischer Geschäftsmann vor der Botschaft seines Landes erschossen worden.Der Händler für Ananas und Wurzelgemüse sei beim Verlassen des Gebäudes in San José ermordet worden, teilte die Polizei mit. Die zwei unbekannten Täter flohen auf einem Motorrad, hieß es.

6.02 Uhr: Einen schönen guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser. In Hamburg startet der Tag mit gaaaaanz viel Sonne.

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund technischer Probleme erscheint Der Morgen heute in einem anderen Format. Wir arbeiten an der Lösung des Problems.

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