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Unterstützung von al-Qaida Bundesanwaltschaft klagt acht Verdächtige an

Acht mutmaßliche Islamisten müssen sich vor dem Oberlandesgericht München verantworten. Sie sollen das Terrornetzwerk al-Qaida über das Internet unterstützt haben: Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen vor, Mitglieder angeworben und Propagandamaterial verbreitet zu haben.

Karlsruhe - Sieben Männer und eine Frau sitzen auf der Anklagebank, sie sind zwischen 17 und 30 Jahren alt und mutmaßliche Terrorhelfer. Die Bundesanwaltschaft hat am Dienstag Anklage gegen sie vor dem Oberlandesgericht München erhoben - wegen Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.

Die mutmaßlichen Islamisten sollen den Bundesanwälten zufolge unter anderem das Terrornetzwerk al-Qaida unterstützt haben und Mitglieder der vornehmlich im Internet agierenden deutschen Sektion der "Globalen Islamischen Medienfront" sein. Dieser Verbund militanter Islamisten versuche, die terroristischen Aktivitäten der globalen " Dschihad"-Bewegung medial im Internet zu unterstützen.

Die Behörde verdächtigt die acht, über Web-Tagebücher und verschiedene Internetforen von August 2006 bis März 2008 radikalislamische Propaganda verbreitet zu haben. Fünf der Angeschuldigten, darunter auch die 23-jährige Frau, sollen zudem um Mitglieder für al-Qaida geworben haben.

Mit einer Ausnahme haben alle Verdächtigen die deutsche Staatsbürgerschaft. Einer der Beschuldigten kommt demnach aus Bayern, die anderen aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bremen.

Einer von ihnen wollte sich in einem Ausbildungslager von al-Qaida ausbilden lassen. Dafür sei er 2007 nach Teheran gereist. Ein Schlepper sollte ihn von dort in ein Ausbildungslager bringen, so die Anklage. Als der Kontakt mit dem Schlepper jedoch nicht zustande kam, sei er nach wenigen Tagen unverrichteter Dinge wieder nach Deutschland gereist.

Weiterer Prozess in Berlin

Zwei andere mutmaßliche islamistische Terrorhelfer müssen sich ab dem 5. November vor dem Berliner Kammergericht verantworten. Der 21-jährige Mann und die 29 Jahre alte Frau sollen die terroristischen Vereinigungen "Islamische Dschihad-Union" (IJU), "Deutsche Taliban Mudschahidin" (DTM) und al-Qaida unterstützt haben. Bei der Frau handelt es sich nach Angaben aus Justizkreisen um die Ehefrau eines Terroristen aus der "Sauerland-Gruppe", der im März vom Oberlandesgericht Düsseldorf zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden war.

Die Anklage will nachweisen, dass die Beschuldigten die Terror-Organisationen von November 2009 bis Februar 2010 mit in Deutschland gesammeltem Geld für ihren "Dschihad" unterstützten. Sie sollen außerdem im Internet Propagandamaterial verbreitet haben, um Unterstützer zu gewinnen.


kgp/dpa/dapd/Reuters

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insgesamt 2 Beiträge
Baracke Osama 19.10.2010
Das machen doch die westlichen Medien ständig, da die Angstkulisse immer wieder aufgefrischt werden muss.
Zitat von sysopAcht mutmaßliche Islamisten müssen sich vor dem Oberlandesgericht München verantworten. Sie sollen das Terrornetzwerk al-Qaida über das Internet unterstützt haben: Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen vor, Mitglieder angeworben und *Propagandamaterial verbreitet* zu haben. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,724072,00.html
Das machen doch die westlichen Medien ständig, da die Angstkulisse immer wieder aufgefrischt werden muss.
Sebastian2212 20.10.2010
So, so...die "Angstkulisse" muss aufgefrischt werden...Jetzt sogar schon mit Meldungen über Gerichtsverfahren, die dem Bürger im Grunde zweierlei zeigen: 1. die deutschen Ermittler machen einen guten Job, sie haben [...]
Zitat von Baracke OsamaDas machen doch die westlichen Medien ständig, da die Angstkulisse immer wieder aufgefrischt werden muss.
So, so...die "Angstkulisse" muss aufgefrischt werden...Jetzt sogar schon mit Meldungen über Gerichtsverfahren, die dem Bürger im Grunde zweierlei zeigen: 1. die deutschen Ermittler machen einen guten Job, sie haben die Lage weitgehend im Griff OHNE, dass es zu echten Einschränkungen von bürgerlichen Freiheiten kommt...(es sind in anderen Ländern bsplw. Frankreich ganz andere Maßnahmen ergriffen worden) 2. die deutsche Justiz und die deutsche Rechtsstaatlichkeit ist intakt...sogar die Feinde bekommen die Chance auf ein faires Verfahren Ich denke das ist doch sehr beruhigend... Und übrigens: Ständig zu behaupten es gäbe überhaupt kein Problem mit radikalisierten und gewaltbereiten Muslimen und auf die "Das ist doch eh alles panikmache"-Pauke zu hauen zeugt nicht gerade von einer besonnenen und ruhigen Einstellung gegenüber den "Unwägbarkeiten" des Lebens... Oder mit anderen Worten: Sich nicht nüchtern und wissenschaftlich mit der realen Existenz des salafistischen Jihads und der nahezu unvermeidlichen Wahrscheinlichkeit eines Anschlags in Deutschland auseinandergesetzt zu haben, die Realität zu verleugnen ("Alles Panikmache")...etc. sind sicherlich "die besten Rezepte", um genau im falschen Moment (nämlich wenn der Anschlag passiert ist) wirklich in Panik zu verfallen und zu überreagieren.........(wozu die Deutschen sowieso schon neigen)
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