Urabstimmung Linkspartei und WASG stimmen für Fusion

Der Weg für die neue Linke ist frei: Nach der WASG haben auch die Mitglieder der Linkspartei für eine Fusion gestimmt. Damit entsteht eine bundesweite Kraft links der SPD.


Berlin/Fürth - Nach dem Mitgliedervotum der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) ergab auch die Urabstimmung bei der Linkspartei ein klares Ja zur Fusion. Für den Zusammenschluss zur Partei "Die Linke" stimmten 96,9 Prozent, wie der Bundesgeschäftsführer der Linkspartei Dietmar Bartsch in Berlin mitteilte. 3,1 Prozent votierten mit Nein.

Urabstimmung bei der Linkspartei: 96,9 Prozent Ja-Stimmen
DDP

Urabstimmung bei der Linkspartei: 96,9 Prozent Ja-Stimmen

Zuvor hatte bereits die WASG-Basis mit 83,9 Prozent für den Zusammenschluss votiert. Hier gab es 15,1 Prozent Nein-Stimmen sowie ein Prozent ungültige Stimmen. WASG-Vorstandsmitglied Thomas Händel sprach von einem "sehr, sehr guten Ergebnis".

Allerdings nahmen nur 49,8 Prozent der 11.375 WASG-Mitglieder an der Urabstimmung teil. Es war bereits die dritte Mitgliederbefragung der Partei über diese Frage. Dabei votierten 4625 für die Fusion mit der Linkspartei und 830 dagegen. Ein Mitglied enthielt sich, 56 Stimmen waren ungültig.

Die Linkspartei hatte parallel dazu auch ihre eigenen Mitglieder über den Zusammenschluss befragt. Nachdem das Ergebnis dafür nun vorliegt, kann die Vereinigung beider Parteien zur neuen gesamtdeutschen Linken formell vollzogen werden. Die Gründung soll auf dem ersten gemeinsamen Parteitag am 16. Juni in Berlin erfolgen.

Auf den Parteitagen Ende März in Dortmund hatten 96,9 Prozent der Linkspartei-Delegierten und 87,7 Prozent der WASG-Vertreter für den Zusammenschluss votiert. Daraufhin waren die Urabstimmungen eingeleitet worden. Im Bundestag bilden Linkspartei und WASG bereits eine gemeinsame Fraktion mit dem Namen "Die Linke".

wal/AFP/AP/dpa



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