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Plagiatsaffäre: Vorteil von der Leyen

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Ursula von der Leyen

Die Medizinische Hochschule Hannover belässt Ursula von der Leyen ihren Doktortitel - und führt teils fragwürdige Argumente an. Der Ministerin kann das egal sein: Am Ende dürfte sie von der Affäre profitieren.

Jetzt ist es offiziell: Ursula von der Leyen hat plagiiert. Wie schon die Internetjäger haben auch die Prüfer der Medizinischen Hochschule Hannover in ihrer Dissertation viele Passagen gefunden, die mit den Maßstäben der guten wissenschaftlichen Praxis nicht übereinstimmen.

Trotzdem belässt die Hochschule der Ministerin den Doktortitel - weil es eben nur um "Fehler" gegangen sei, nicht um ein "Fehlverhalten", das von einer "Täuschungsabsicht getragen" worden wäre.

Wer kein Experte für wissenschaftsrechtliche Regularien ist, wundert sich da schon.

Wie kann man unabsichtlich abschreiben? Wieso ist ein Plagiat kein Fehlverhalten? Und wieso haben die Prüfer unterschieden zwischen Fehlern in wichtigen und in unwichtigen Teilen der Dissertation?

Das Fazit der Hochschule klingt wie ein Freibrief für Medizin-Doktoranden: In den Einleitungen dürft ihr ruhig ein bisschen abpinnen, solange nur die Experimente sauber sind. Bisher, so berichten Plagiatsexperten, haben die Gerichte eigentlich anders geurteilt. Nämlich dass Doktorarbeiten Gesamtkunstwerke sind, die auch nur als Ganzes stehen oder fallen.

Es fragt sich, ob die Medizinische Hochschule Hannover mit der Arbeit eines unbekannten Autors so gnädig gewesen wäre. Und welches einsame Senatsmitglied sich in der 7:1-Entscheidung wohl enthalten hat?

Plagiatsjäger, die Petzen unserer Schulzeit

Viele Deutsche dürften diese Fragen kleingeistig finden, nachtreterisch: Von der Leyen hat schließlich nicht systematisch getäuscht, nur hier und da geschummelt - tun wir das nicht alle?

Die Plagiatsjäger, die oft aus der Anonymität angreifen, sind in der Öffentlichkeit ohnehin keine Sympathieträger. Sie erinnern unangenehm an die Petzen und Streber aus Schulzeiten. Dabei ist ihr Anliegen, die Qualität der Wissenschaft vor Plagiatoren zu bewahren, für ein Land der Denker wie Deutschland enorm wichtig.

Doch weil dieses Thema den meisten Wählern eben weniger wichtig ist, und weil der Regelverstoß schon so viele Jahre zurückliegt, dürfte er nur eine Fußnote in von der Leyens Karriere bleiben. Das Plagiatsthema wird sie nun nicht mehr bremsen, die Niedersächsin kehrt zurück in die Riege der potenziellen Kanzlerkandidatinnen.

Ihre Partei ist kollektiv erleichtert, den Fall endlich abgeräumt zu haben, und das sogar noch vor den Landtagswahlen.

Man muss von der Leyen auch (wieder einmal) Respekt für ihre Nervenstärke zollen. Die Ministerin hat die Dissertation selbst der Universität vorgelegt, hat eisern geschwiegen, bis endlich das Ergebnis vorlag, und derweil beharrlich ihr Ministeramt weiter ausgeübt.

Verglichen mit den früheren Plagiatoren Annette Schavan, die ihre Universität scharf angriff, oder Karl-Theodor zu Guttenberg, der beleidigt um sich schlug, hat sie sich als perfekte Krisenmanagerin erwiesen. Eine wichtige Qualifikation in höchsten Staatsämtern.

Sogar das Votum der Prüfungskommission - Fehler ja, Strafe nein - könnte ihr jetzt noch nutzen: Es lässt die ewig perfekte Ministerin ein bisschen menschlicher erscheinen.

Video: Bekanntgabe der Entscheidung

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Melanie Amann
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Melanie Amann ist SPIEGEL-Redakteurin im Hauptstadtbüro.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
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1. ....
Newspeak 10.03.2016
hat sie sich als perfekte Krisenmanagerin erwiesen. Eine wichtige Qualifikation in höchsten Staatsämtern. Betrug gehört wohl auch dazu. Immerhin erschleicht man sich mit einem durch Täuschung erworbenen Doktortitel zumeist geldwerte Vorteile, über Jahrzehnte. Und auch sonst öffnen sich manche Türen in manche Jobs schneller, vor allem solche mit Führungsverantwortung. Aber Deutschland ist eine einzige Vetternwirtschaftsrepublik. Die Uni Hannover ist eine Schande für Deutschland und die dortigen Professoren, die in der Kommission saßen, sind das, was man in Deutschland fast überall an den Unis findet. Elende Opportunisten.
2. Wissenschaft wurde damit weltweit unglaubwürdig
joachimscholz 10.03.2016
Gerade in einem prominenten Fall hätte besonders strikt geurteilt werden müssen, weil dadurch sonst weltweit der deutsche Doktortitel unglaubwürdig gemacht wird.
3. nicht gut
testuser2 10.03.2016
"die Qualität der Wissenschaft vor Plagiatoren zu bewahren" ist nicht das einzige Anliegen von "Plagiatsjägern". Mindestens genauso wichtig ist es, nicht nur diejenigen nach vorne bzw. oben kommen zu lassen, die schummeln und betrügen. Das fängt beim Erschleichen von umkämpften Praktikumsplätzen durch falsche Angaben während des Studiums an und hört noch nicht mal beim Plagiieren von Arbeiten auf. So hat Frau Dr. von der Layen nicht "Schwein gehabt", wie Frau Hoffmann im morning briefing schreibt, sondern es sollte ihr kein Fehlverhalten unterstellt werden, da sie dadurch im Amt beschädigt worden wäre - das ist zmindest meine Meinung, mit der ich vermutlich nicht alleine dastehe.
4. Ein Mediziner auf meiner Etage im StudiWohnheim ...
Miere 10.03.2016
... ließ sich seine Doktorarbeit aus einem Datensatz, den andere erhoben hatten, von einem Ingenieur und einem Mathematiker auf derselben Etage innerhalb weniger Wochen zusammenschreiben. Er selbst hat keinen Finger krumm gemacht. Ein Professor sagte mir mal, wenn eine Doktorarbeit in Medizin einer Diplomarbeit in den Naturwissenschaften in Umfang und Anspruch nah komme, sei sie ganz außergewöhnlich gut. Ein Arzt sitzt an seiner Doktorarbeit (falls er sie selber schreibt) einige Wochen oder Monate, ein Naturwissenschaftler an seiner zwei bis fünf Jahre. Jeder weiß, dass der Doktortitel bei Medizinern grundsätzlich völlig lächerlich ist. Ob plagiiert wurde oder nicht, das macht den Kohl auch nicht mehr fett.
5. Sehr klug und umsichtig
clearglass 10.03.2016
hat sich v.d. Leyen in das unvermeidliche gefügt und sich in die weit verzweigte Sister-Connection Merkels eingefügt. Sie wird damit auch in den Medien der Springer-Presse und des Mohn-Imperiums nachsichtig behandelt werden. Im übrigen SO WHAT...
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Wissenschaftliches Arbeiten: Wie Hochschulen gegen Plagiate kämpfen

Dissertation, S. 4

Der französische Marinearzt Dr. JULES NICOLAS CREVAUX (1847-1882), der einen wichtigen Beitrag zur Erforschung Guayanas und des Amazonas-Gebietes leistete, referierte 1881 in der deutschen illustrierten Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde "Globus" (Braunschweig) über seine zweite Südamerikareise in den Jahren 1878/79. Bei den Roucoujennen-Indianern beobachtete CREVAUX den Dampfbadgebrauch einer Roucoujenne-Wöchnerin am Yari-Fluß in Französisch-Guayana (Abb.1). Er schrieb dazu: "Sie legt sich in eine Hängematte, unter welche ein rotglühender Stein gelegt und begossen wird."

Keine Quellenangabe

Typus: Bauernopfer. Auf die Originalquelle wird erst zwei Seiten später verwiesen, aber nicht im Anschluss an diese Sätze. Eine Abbildung wird ohne Angabe der Fundstelle von S. 125 bei Krumbach übernommen.

Seite: 4

Originalquelle

Der französische Marinearzt Dr. Jules Nicolas Crévaux [sic] (1847-1882), der einen wichtigen Beitrag zur Erforschung Guayanas und des Amazonas-Gebietes geleistet hat, berichtete 1881 in der deutschen illustrierten Zeitschrift für Länder und Völkerkunde "Globus" (Braunschweig) über seine zweite Reise in den Jahren 1878/79. Bei den Roucoujennen-Indianern [...] beobachtete Crévaux [sic] den Dampfbadgebrauch einer Roucouyenne-Wöchnerin am Yari-Fluß in Französisch-Guayana. Er schrieb dazu: "[Die Frau andererseits nimmt sofort nach der Entbindung ein Dampfbad in folgender Weise:] Sie legt sich in eine Hängematte, unter welcher [sic] ein großer rotglühender Stein gelegt und mit Wasser begossen wird."

Quelle: Krumbach 1989

Fundstelle Seite: 125

Dissertation, S. 6

Die Schnecke galt bei den Indianern als Sinnbild für Leben, Wachstum und Verfall; gleichzeitig symbolisierte sie Fruchtbarkeit, Schwangerschaft, Geburt und das primäre weibliche Geschlechtsorgan.
In das abgebildete Schwitzbad kriecht eine weibliche, bekleidete Person hinein und zwar durch eine vergrößerte, omegaartige Öffnung. Diese und fünf ähnliche Zeichen am Schwitzbad wurden von dem deutschen Amerikanisten FRANZ TERMER (1894-1968) als Zeichen des Uterus interpretiert.

Keine Quellenangabe

Typus: Bauernopfer. Die Verfasserin nennt ihre Quelle später, macht jedoch Umfang und Wörtlichkeit der Übernahme nicht kenntlich.

Seite: 6

Originalquelle

Die Schnecke galt bei den Indianern als Sinnbild für Leben, Wachstum und Verfall; gleichzeitig symbolisierte sie Fruchtbarkeit, Schwangerschaft, Geburt, den Mutterschoß und das primäre weibliche Geschlechtsorgan. [...]
In das abgebildete Schwitzbad kriecht eine weibliche, bekleidete Person hinein und zwar durch eine vergrößerte, omegaartige Öffnung. Diese und fünf ähnliche Zeichen am Schwitzbad wurden von dem deutschen Amerikanisten Franz Termer (1894-1968) als Zeichen des Uterus interpretiert [...]

Quelle: Krumbach 1989

Fundstelle Seite: 130

Dissertation, S. 13

1930 wurde von TILLETT und FRANCIS im Serum von Kranken mit Pneumokokken-Infektionen eine Präzipitationsreaktion mit dem C-Polysaccharid von Pneumokokken entdeckt. Diese Reaktion war nur in der akuten Phase der Infektion nachweisbar, aber nicht mehr nach deren Abklingen (TILLETT und FRANCIS 1930). Der Zeitpunkt von Auftreten und Verschwinden der Präzipitationsreaktion unterschied diese von vornherein von Antigen-Antikörperreaktionen (TILLETT et al. 1930). Nachdem ABERNETHY und AVERY 1941 die Proteinnatur der mit dem C-Polysaccharid reagierenden Substanz entdeckten, wurde diese allgemein C-reaktives Protein genannt.

Quellenangabe: Schwarz 1963

Typus: Typus Falsche Paraphrasierung: Die Thesen anderer werden sinngemäß zusammengefasst, dabei darf aber der Wortlaut nicht identisch sein. Umfang und Wörtlichkeit der Übernahme sind nicht kenntlich gemacht. Die Autorin nennt außerdem im dritten Satz einen falschen Beleg.

Seite: 13

Originalquelle

Von TILLETT und FRANCIS (1930) wurde im Serum von Kranken mit Pneumokokken-Infektionen eine Präzipitationsreaktion mit dem somatischen C-Polysaccharid von Pneumokokken entdeckt. Diese Reaktion war nur während der akuten Phase der Pneumokokken-Infektion nachweisbar, aber nicht mehr nach deren Abklingen. Zeitpunkt von Auftreten und Verschwinden der Präzipitationsreaktion unterschieden diese von vornherein von Antigen-Antikörper-Reaktionen. Nachdem ABERNETHY und AVERY (1941) die Proteinnatur der mit dem C-Polysaccharid reagierenden Substanz entdeckten, wurde diese allgemein C-reaktives Protein (CRP) genannt.

Quelle: Schwarz 1963

Fundstelle Seite: 1

Dissertation, S. 15

Die Funktion der Akutphase-Reaktion besteht darin, infektiöse Partikel abzutöten oder abzukapseln, zerstörtes Gewebe abzubauen und beschädigte Organe instandzusetzen. [...] Die Wirkung der Zytokine Interleukin-1 und Tumor Necrosis Factor wird durch die beiden "second-messenger"-Systeme Adenylatcyclase (ZHANG et al. 1988) und Proteinkinase-C (WALTHER et al. 1988) vermittelt und führt zu einer gesteigerten Interleukin-6-Transkription. Interleukin-6 ist der wichtigste Mediator der Regulation der Akutphase-Proteinsynthese in der Leber.

Keine Quellenangabe

Typus: Verschleierung / Bauernopfer. Eine Abbildung aus der Quelle wird korrekt referenziert, für diese drei Sätze gibt es jedoch keinen Beleg. Der zweite Satz wird hierbei mit Literaturbelegen aus dem Literaturverzeichnis der Quelle übernommen.

Seite: 15

Originalquelle

Die Funktion der Akutphase-Reaktion besteht darin, infektiöse Partikeln abzutöten oder abzukapseln, zerstörtes Gewebe abzubauen und beschädigte Organe instandzusetzen (44–46). [...] Die Wirkung der Zytokine IL-1 und TNFα wird durch die beiden "second-messenger"-Systeme Adenylatcyclase (91) und Proteinkinase C (86) vermittelt und führt zu einer gesteigerten IL-6-Transkription.

Quelle: Andus et al 1989

Fundstelle Seite(n): 1710, 1713

Dissertation, S. 22

So belegten beispielsweise HAJJ et al. (1979) die hohe Korrelation zwischen CRP-Veränderung und entzündlichen Erkrankungen des weiblichen Genitaltraktes; ANGERMAN et al. (1980) zeigten, daß quantitative CRP-Bestimmungen enger mit der klinischen Entwicklung einer Unterleibsentzündung korrelieren als Leukozytenzählung oder Blutsenkungsgeschwindigkeit; [...]

Keine Quellenangabe

Typus: Übersetzungsplagiat: Die Verfasserin übersetzt einen fremdsprachigen Text mit bibliographischen Angaben ins Deutsche, ohne die Quelle zu nennen.

Seite: 22

Originalquelle

CRP was chosen for this study as a possible marker of response to therapy because of [its short half-life, six to eight hours, which allows the rapid detection of changes in inflammation,3] an excellent correlation with the presence of inflammatory conditions of the female pelvis7 [and the detection of direct quantitative relationships with the severity of inflammation from pelvic inflammatory disease (PID).4] Angerman et al5 were able to correlate quantitative CRP determinations with the clinical course of PID more closely than they were the WBC count or ESR.

Quelle: Mercer at al 1988

Fundstelle Seite(n): 166, 167

Quelle: Vroniplag Wiki

Fotostrecke
Strittige Promotionen: Von Guttenberg bis von der Leyen

Die Prüfer
Wer prüft eine verdächtige Doktorarbeit?
Das unterscheidet sich von Hochschule zu Hochschule. Im Fall von Annette Schavan war es der Promotionsausschuss der Philosophischen Fakultät, bei Karl-Theodor zu Guttenberg die Prüfungskommission der Juristischen Fakultät, die damals eigens um zwei externe Experten erweitert wurde. Mit Ursula von der Leyens Doktorarbeit hat sich die Ethikkommission der Medizinischen Hochschule Hannover beschäftigt.
Wer sitzt in der Kommission, die von der Leyens Arbeit geprüft hat?
Das Gremium setzt sich aus zehn Lehrenden der Hochschule zusammen, plus einem Fachanwalt für Medizinrecht. Im Vorfeld hatten Kritiker die Unbefangenheit der Kommission infrage gestellt: Von der Leyen kenne den Vorsitzenden der Kommission aus dem Ehemaligenverein der Hochschule. Außerdem ist ihr Ehemann Professor und Geschäftsführer einer privaten Firma, die Arzneimittelstudien in Kooperation mit der Hochschule abwickelt. Die Unileitung hat alle Vorwürfe der Einflussnahme zurückgewiesen. Der Mann der Ministerin sei als "externes Mitglied des Lehrkörpers" nicht in die Gremienarbeit eingebunden.
Welche Befugnisse hat die Kommission?
Hochschulkommissionen sind keine Gerichte, sie dürfen nicht über Betrug im strafrechtlichen Sinne urteilen, wohl aber Anzeige erstatten. Ihre Aufgabe ist vielmehr, angesichts von Fehlern und nachweislich abgeschriebenen Stellen in Doktorarbeiten eine Empfehlung darüber abzugeben, ob der Doktortitel entzogen werden sollte oder nicht.
Wer entscheidet darüber, ob Ursula von der Leyen ihren Doktortitel behalten darf?
Der Senat der Medizinischen Hochschule Hannover wird auf Grundlage der Empfehlung der Ethikkommission darüber beraten und entscheiden, ob Ursula von der Leyen ihren Doktortitel weiterhin führen darf oder ob er entzogen wird. Der Senat ist das höchste akademische Gremium der Hochschule. Er wird alle zwei Jahre neu gewählt. Momentan setzt er sich aus sieben Professoren, zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern, zwei Studenten und zwei Mitarbeitern im technischen Dienst und im Verwaltungsdienst zusammen.
Welche Rolle spielt VroniPlag Wiki?
VroniPlag Wiki ist eine Internetplattform, auf der sich Plagiatsjäger austauschen. Sie überprüfen Doktorarbeiten, die unter Plagiatsverdacht stehen, indem sie die Texte Seite für Seite auswerten. Alle Fundstücke werden transparent dokumentiert. So hat VroniPlag Wiki schon mehrere offizielle Untersuchungen angestoßen. Kritisiert wird das Portal, weil die Plagiatsjäger mehrheitlich anonym bleiben. Sie haben inzwischen gut 150 Arbeiten überprüft, die wenigsten von Politikern.

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