Verteidigungsministerin Von der Leyen reißt Witz über "schießendes Personal"

Krise in der Ukraine, Krieg im Irak - es sind ernste Zeiten, auch für Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Die Politikerin nimmt es mit Galgenhumor.

CDU-Politikerin von der Leyen: Flapsige Antwort
AFP

CDU-Politikerin von der Leyen: Flapsige Antwort


Hamburg - Die Bundesverteidigungsministerin will "schießendes Personal" nach Russland und Katar schicken. Doch die Rede ist nicht von der Bundeswehr, sondern von der Fußballnationalmannschaft.

Ursula von der Leyen wurde im Interview mit der "Zeit" gefragt, ob die nächsten beiden Fußball-Weltmeisterschaften tatsächlich in Russland und in Katar stattfinden könnten. Schließlich trägt Moskau seit Monaten zur Eskalation der Lage in der Ukraine bei und das Herrscherhaus in Doha gehört zu den Unterstützern der Terrorgruppe "Islamischer Staat".

Die CDU-Politikerin antwortete flapsig: "Wo auch immer gespielt wird: Deutschland schickt schießendes Personal."

"Greift Russland die Balten an, stehen wir an ihrer Seite"

In dem Gespräch äußerte sich von der Leyen aber auch ernsthafter zum Kampf gegen die IS-Dschihadisten. "Wir prüfen derzeit, was im Nordirak gebraucht wird, was andere liefern und was wir leisten können", sagte die Ministerin.

Von der Leyen schloss auch Waffenlieferungen an die Ukraine nicht aus. Es gebe aber keinerlei Automatismus. "Über jedes deutsche Engagement wird gesondert entschieden", sagte sie.

Den Nato-Partnern im Baltikum sagte von der Leyen im Fall eines Übergriffs russischer Truppen die unbedingte Solidarität zu: "Greift Russland sie an, stehen wir an ihrer Seite", so die Ministerin. Jeder im Bündnis wisse: "Lassen wir im Ernstfall die Balten im Stich, ist die Nato tot."

syd

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