Krisen-PR Von der Leyen rekrutiert ARD-Journalist als Berater

Ursula von der Leyen steht in der Berateraffäre unter Druck. Für eine bessere PR holt sich die Verteidigungsministerin nach SPIEGEL-Informationen nun einen profilierten Kritiker von der ARD ins Haus.

Christian Thiels (SWR)
ARD-Hauptstadtstudio/ Tanja Schnitzler

Christian Thiels (SWR)


Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat für die Krisen-PR in eigener Sache einen ihrer schärfsten Kritiker von der ARD abgeworben.

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Heft 3/2019
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Nach SPIEGEL-Informationen wird Christian Thiels, langjähriger Verteidigungsexperte für die "Tagesschau", ab Mitte Februar Chefredakteur der Redaktion der Bundeswehr. Der Fernsehmann leitet damit künftig die Publikationen für die Truppe und verantwortet zudem die Außendarstellung der Ministerin auf den diversen Websites des Ministeriums.

Thiels berichtet seit Jahren für die ARD über die Bundeswehr, der 47-Jährige gilt als Kenner und Kritiker der Truppe und der jeweiligen Hausleitung.

Von der Leyen steht derzeit in der Affäre um Unregelmäßigkeiten beim Einsatz externer Unternehmensberater in ihrem Ministerium unter massivem Druck. Sie muss sich deswegen in den nächsten Monaten einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss stellen.

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mgb



insgesamt 36 Beiträge
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Seite 1
mina2010 11.01.2019
1. Auch für Christian Thiels gilt,
ich bin nicht bestechlich, bisher war der Preis nich hoch genug.
chillervonnatur 11.01.2019
2. Frei nach dem Motto:
Was hilft gegen eine Berateraffäre? Mehr Berater. Es sind mit Nichten irgendwelche Kürzungen des Wehretats, noch die Soldaten/ein Mangel für die unzumutbaren Zustände verantwortlich, sondern zu aller erst diese Verschwendung. Tl;dr: Gebt den Jungs vernünftige Ausrüstung statt Steuergelder so zu verpulvern.
ThinkTwice2011 11.01.2019
3. Was soll das denn?
Das hat "Geschmäckle" und lässt Ursula von der Leyen noch fragwürdiger als zuvor erscheinen.
sven2016 11.01.2019
4. Frau Leyen wird u.a. wegen der Berater
massiv kritisiert und holt sich als Antwort weitere Berater ins Haus? Kluge Lösung. Wer genau fällt darauf hinein?
mirage122 11.01.2019
5. Wieder Geld ausgeben!
Das ist das einzige, was vdL kann. Sie verbrennt Kohle ohne Ende, die von der arbeitenden Bevölkerung mühevoll verdient wird. Hat sie denn nicht schon genug angerichtet? Sie braucht keinen PR-Berater, sie muss nur anständige Arbeit abliefern. Viel sinnvoller aber wäre: Sie tritt endlich ab. Dann braucht sie keine Außendarstellung mehr. Und wenn das die letzte Amtshandlung unserer Bundeskanzlerin wäre. Im "abschießen" war sie doch absolut professionell. Und warum jetzt nicht?
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