Flüchtlingskrise Von der Leyen versetzt 4000 Soldaten in Rufbereitschaft

Bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise sollen vermehrt Soldaten der Bundeswehr helfen. Verteidigungsministerin von der Leyen versetzte nach Informationen des SPIEGEL Tausende Soldaten in Bereitschaft.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: "Wir haben noch Luft nach oben"
DPA

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: "Wir haben noch Luft nach oben"


Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat eine Ausweitung des Bundeswehrengagements zur Bewältigung der Flüchtlingskrise angekündigt. "Wir haben allein für dieses Wochenende rund 4000 Soldaten in Rufbereitschaft versetzt", sagte von der Leyen dem SPIEGEL. (Lesen Sie hier das ganze Gespräch im neuen SPIEGEL.)

Die Soldaten sollten "im Notfall mit anpacken können", so die Ministerin. "Was personelle Hilfe angeht, haben wir noch Luft nach oben." Das Motto lautet maximale Kulanz. Man helfe, wo man könne. "Das Land kann darauf zählen, dass die Bundeswehr unterstützt", sagte von der Leyen dem SPIEGEL weiter.

Auf Kasernengelände sollten künftig zudem weitere Flüchtlinge gemeinsam mit Soldaten untergebracht werden. "In 27 Liegenschaften ist das bereits so, da findet eine Mitbenutzung statt", erläuterte die CDU-Politikerin. Die Bereiche seien durch Sicherheitszäune voneinander getrennt.

In Deutschland wurden laut Bundesregierung seit Anfang des Jahres etwa 450.000 Flüchtlinge registriert. Allein vom 1. bis zum 8. September waren es demnach 37.000 Menschen. Für das gesamte Jahr rechnet die Regierung mit etwa 800.000 neuen Flüchtlingen.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 136 Beiträge
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Seite 1
ads2a 11.09.2015
1. Sinnvolle Priorität
Es ist besser, die Bundeswehr hilft bei den Flüchtlingen als in der Ukraine aus.
Butenkieler 11.09.2015
2. leerstehende Gebäude
sollten für die Flüchtlinge zwangsbeschlagnahmt werden. Es steht z.B. in Kaltenkirchen ein Krankenhaus leer. Nur um da letzten Winter Fledermäuse ein Quartier zu bieten. Sollen doch da die Flüchtlinge einziehen. Soldaten brauchen wir nicht mehr. Wir wurden doch seit 50 Jahren nicht mehr bedroht. Die Soldaten können dann Zivildienst leisten.
curiosus_ 11.09.2015
3. Vielleicht sollte man zu dem Thema ....
.... mal Mutti aufschlauen? Merkel betonte ihrerseits, dass die Bundesregierung nicht einfach eine Höchstzahl aufzunehmender Flüchtlinge festlegen könne. "Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze", sagte die Kanzlerin der "Rheinischen Post". "*Das gilt auch für die Flüchtlinge, die aus der Hölle eines Bürgerkriegs zu uns kommen.*" (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-csu-kritisiert-angela-merkel-a-1052401.html) Das wäre doch ein weiterer Punkt für die Informationskampagne des Außenamtes (*Außenamt startet Kampagne gegen Desinformation* (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/auswaertiges-amt-kampagne-gegen-desinformation-ueber-fluechtlinge-a-1052411.html)): Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Allgemeine Notsituationen wie Armut, *Bürgerkriege*, Naturkatastrophen oder Perspektivlosigkeit sind damit *als Gründe für eine Asylgewährung grundsätzlich ausgeschlossen*. (http://www.bamf.de/DE/Migration/AsylFluechtlinge/Asylrecht/asylrecht-node.html)
1556-548 11.09.2015
4. Das wurde aber auch höchste Zeit
Endlich hat mal eine gemerkt, dass wir einen Notstand haben. Wie soll bitte schön unsere normale Polizei noch ihren Ordnungsaufgaben nachkommen??? Schließt endlich die Außengrenzen der EU, aber komplett. Die EU-Staaten haben ihre Handlungsfähigkeit längst abgegeben, an vagabundierende Massen, welche sich der Registrierung widersetzen und glauben, sich in Europa die Rosinen herauspicken zu können. Und unser Oberpastor Gauck, unsere Tochter eines Pfarrers, Merkel und die Frau eines Pfarrers, Göring-Eckard kommen nur mit frommen Sprüchen und Frau Kässmann rät zum Beten in den Kirchen !!! Wo und in welchem Jahrhundert leben wir eigentlich. Machen unser "Oberen" jetzt den Methoden der Ayatollas KonkurenZ???? Ich will in einem säkularen Staat leben, in dem Vernunft und Rechtstaatlichkeit regieren und nicht Betroffenheit und MItleid reagieren, dafür ist Platz in Kirchen und Organisationen, aber SO kann man keinen modernen Staat lenken.
jetrabbit 11.09.2015
5. Merkwürdig
Vor ein paar Wochen noch wollten die Politiker und Medien nichts von einer Flüchlingskrise wissen. Sobald es angesprochen wurde, hagelte es Kritik. Griechenland und Ungarn wurden sogar ermahnt. Auch das die USA die Flüchlinge gezielt unterstützen sich nach Deutschland in Bewegung zu setzen, hört man nichts von unseren Volksvertetern, obwohl sie es wissen. Und das alles auf dem Rücken der armen Flüchtlinge.
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