Europa-Reise Kerry trifft Lawrow in Berlin

Der neue US-Außenminister Kerry ist bei seiner Europa-Reise erstmals mit seinem russischen Kollegen Lawrow zusammengekommen. Bei einem Treffen in Berlin wollten sich die beiden auch über den Syrien-Konflikt verständigen.

Sergej Lawrow und John Kerry: Gespräch in Berlin
REUTERS

Sergej Lawrow und John Kerry: Gespräch in Berlin


Berlin - Am Dienstagmittag traf er zunächst Bundesaußenminister Guido Westerwelle und Bundeskanzlerin Angela Merkel, später kam der neue US-Außenminister John Kerry mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow zusammen.

Bei dem Treffen im Hotel Adlon sollte es auch um den Konflikt in Syrien gehen. Die Veto-Macht Russland hat ein härteres Vorgehen gegen Machthaber Baschar al-Assad bislang im Uno-Sicherheitsrat verhindert. Kerry nimmt am Donnerstag auch an einem Treffen der wichtigsten Länder der internationalen Syrien-"Freundesgruppe" in Rom teil.

Der neue US-Außenminister befindet sich derzeit auf einer Reise durch Europa und die arabische Welt. Berlin ist nach London die zweite Station. Kerry lobte Deutschland für seine herausragende "Führungsrolle" in Europa und in den transatlantischen Beziehungen. "Wir danken Ihnen für eine exemplarische Führung", sagte er zum Auftakt eines Treffens mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag in Berlin. Die Beziehung zu Deutschland nannte er "eine unserer stärksten und dynamischsten Allianzen in der Welt".

Für Merkel haben die transatlantischen Beziehungen auch weiter eine große Bedeutung. "Wir haben nicht nur gemeinsame Werte, sondern auch viele gemeinsame Aufgaben", betonte sie. Beispiele dafür seien die Konflikte in Afghanistan und Syrien oder der Nahost-Friedensprozess. Zugleich versicherte sie: "Ich möchte die gute Zusammenarbeit mit der Administration (von US-Präsident Barack Obama) gern fortsetzen."

Deutschland und die USA dringen auf die zügige Aufnahme von Verhandlungen über ein transatlantisches Freihandelsabkommen. Die Gespräche darüber sollten möglichst noch im Sommer beginnen, sagte Außenminister Guido Westerwelle nach einem Treffen mit Kerry. Beide zeigten sich davon überzeugt, dass mit einem Wegfall der Zollschranken zwischen EU und USA auf beiden Seiten des Atlantiks mehr Wachstum und damit auch mehr Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.

hen/dpa



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