Porsche-Betriebsratschef Hück tritt nun doch für SPD an

Uwe Hück will in die Politik und trotz langjähriger SPD-Mitgliedschaft eine eigene Liste aufstellen. Nun geht der scheidende Porsche-Betriebsratschef doch für die Genossen ins Rennen - auf einem überraschenden Listenplatz.

Uwe Hück
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Uwe Hück ist Spitzenkandidat - allerdings doch nicht auf seiner eigenen Liste. Die Pforzheimer SPD nominierte den scheidenden Porsche-Gesamtbetriebsratschef als Spitzenkandidat. 41 der 46 anwesenden Kreisdelegierten stimmten für ihn. "Das ist ein ganz starkes Aufbruchssignal - für Pforzheim und die SPD", betonte der Landesvorsitzende Andreas Stoch.

Ursprünglich wollte Hück mit einer eigenen Liste bei der Kommunalwahl in Pforzheim antreten, hieß es zunächst. Deren Name: "Pforzheim wird Gewinner". Das sorgte vor allem in der SPD für Verdruss - denn Hück ist langjähriges Mitglied der Sozialdemokraten. Durch einen Antritt mit einer eigenen Liste hätte ihm der Parteiausschluss gedroht.

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Nach der Bekanntgabe seines Wechsels in die Politik sparte Hück auch nicht mit Kritik an seiner Partei: "Wenn die SPD so weitermacht, werde sie ihr Erbe vernichten", so Hück. Der gelernte Lackierer saß bis zuletzt in den Aufsichtsräten der Porsche AG und des Mutterkonzerns Volkswagen und hatte auch als Thaiboxer Erfolg, 1980 und 1982 wurde er Europameister. In der Politik erwartet er Ähnliches: "Eines kann ich schon versprechen. Ich werde schneller nach oben kommen, als viele denken", sagte Hück der Wochenzeitung "Die Zeit".

ene



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