Verbotene Organisation NPD veranstaltete Konzert mit "Blood and Honour"

Der Münchner NPD-Bundestagskandidat Norman Bordin hat sich an der Organisation eines "Blood and Honour"-Konzertes beteiligt. Das geht aus Informationen hervor, die SPIEGEL TV vorliegen.


Hamburg - Auf dem Konzert im bayerischen Mitterskirchen im Oktober dieses Jahres waren mehrere Skinhead-Bands aufgetreten. Angemeldet hatte das Konzert die NPD Eggenfelden. Die Bands spielten auch verbotene Lieder der Neonazi-Band "Landser" nach, in denen öffentlich zu Straftaten aufgefordert wird - Zitat: "Millionen Tote, tapfere Soldaten und die zwei Schweine sind am Leben. Volk ans Gewehr gegen Reemtsma und Heer."

Der beim Konzert anwesende Bayerische Staatsschutz hatte die Veranstaltung mit 400 Teilnehmern trotzdem nicht vorzeitig beendet. SPIEGEL TV liegt Videomaterial von dem Konzert vor.

Nach Informationen von SPIEGEL TV soll der ehemalige Kameradschaftsführer Norman Bordin vor dem Konzert erklärt haben: ""Die ganze Sache wird B&H-Hintergrund haben."

"B&H" ist die Abkürzung der im September 2000 verbotenen Organisation "Blood & Honour". Bisher waren Staats- und Verfassungsschützer nicht davon ausgegangen, dass die Neonazi-Musik-Organisation noch weiter besteht. Norman Bordin nahm zu den neuen Vorwürfen keine Stellung.

Mehr zu dem Thema bei SPIEGEL TV Magazin, Sonntag, 13. November, 22.35 - 23.20 Uhr, RTL



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