Verfahren gegen Max Strauß Verschwundene Festplatte offenbar noch in Kopie vorhanden

Von der auf mysteriöse Weise verschwundenen Festplatte des Laptops von Max Strauß existiert laut einem Zeitungsbericht doch noch eine Kopie. Sie ist demnach im Besitz einer Firma aus Pirmasens, die mit der Wiederherstellung der gelöschten Platte beauftragt war.


Gegen Max Strauß läuft seit Jahren ein Verfahren
DPA

Gegen Max Strauß läuft seit Jahren ein Verfahren

München - Die Firma Convar hatte 1996 den Auftrag, die Daten wiederherzustellen, berichtet der "Münchner Merkur". Bei der Doublette handele es sich um eine so genannte Image-Kopie, die dem verschwundenen Original vollständig gleiche, zitiert das Blatt einen an der Analyse beteiligten Experten. Die Festplatte gilt als möglicherweise wichtiges Beweismittel in dem Verfahren gegen Max Strauß, den Sohn des früheren bayrischen Ministerpräsidenten. Gegen den Münchner Rechtsanwalt wird seit Jahren im Zusammenhang mit Schmiergeldzahlungen des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber ermittelt. Die neu formatierte Festplatte war bei einem der mit der Rekonstruktion beauftragten Sachverständigen verschwunden.

Die Firma bestätigte inzwischen in einer Erklärung, dass 1996 eine Kopie erstellt worden sei. "Image-Kopien sind so genannte Arbeitskopien." Ob diese nach mehr als vier Jahren und trotz eines Umzugs noch immer in den Firmenarchiven liege, könne "zum jetzigen Zeitpunkt" nicht beantwortet werden. Nach Angaben des "Münchner Merkur" geht der Experte aber davon aus, dass die Kopie noch vorhanden ist.

Laut dem Bericht sagte der in die Convar-Untersuchungen eingeschaltete Experte, bei Verwendung der heute bekannten Rekonstruktionstechniken könnten bis zu 70 Prozent der ursprünglichen Daten wieder hergestellt werden.



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