Verletzter ARD-Reporter: Armbruster zurück in Deutschland

Der in Syrien angeschossene ARD-Reporter Jörg Armbruster ist zurück in der Heimat: Der 65-Jährige wurde aus der Türkei nach Stuttgart geflogen. Dort wird er weiter medizinisch versorgt.

ARD-Auslandskorrespondent Jörg Armbruster (Archiv): Zur Großansicht
DPA

ARD-Auslandskorrespondent Jörg Armbruster (Archiv):

Stuttgart - Der schwerverletzte ARD-Reporter Jörg Armbruster ist wieder in Deutschland. Der 65-Jährige wurde laut SWR am Nachmittag aus der Türkei nach Stuttgart geflogen, wo er nun weiter medizinisch versorgt wird.

Armbruster war am Freitag im nordsyrischen Aleppo von mehreren Kugeln getroffen worden. Ob er in einen Schusswechsel geriet oder gezielt von Heckenschützen beschossen wurde, ist noch unklar. Er hatte sich mit dem Hörfunkreporter Martin Durm seit Anfang der Woche im Gebiet der Freien Syrischen Armee aufgehalten, um eine Reportage über die Rebellen zu drehen. Durm, der mit Armbruster zurückkehrte, blieb unverletzt.

Armbruster war zunächst in einem Krankenhaus in Aleppo notoperiert worden, ehe eine private Sicherheitsfirma ihn am Samstag aus dem umkämpften Gebiet herausbrachte. Vor seinem Rückflug wurde er in der Türkei behandelt.

Der in Tübingen geborene Armbruster hatte im Januar die Leitung des Studios in Kairo abgegeben, von wo aus er mehrere Jahre für die ARD und den SWR über die arabische Welt berichtet hatte. Seit seinem Abschied aus Kairo ist Armbruster offiziell im Ruhestand, beteiligt sich aber weiter an Projekten im Bereich Auslandsberichterstattung.

Mehr als 20 tote Reporter seit 2011

Die Attacke auf den ARD-Reporter macht deutlich, welcher Gefahr sich Reporter in Syrien aussetzen. Seit Beginn des Aufstands gegen Machthaber Assad im März 2011 sind in dem Land mehr als 20 Journalisten getötet worden. Mehrere ausländische Journalisten werden vermisst.

hut/dpa/AFP

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 31 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. zuerst einmal gute Besserung
OldJerk 01.04.2013
die andere Frage welche sich danach stellt - warum musste er sich in Gefahr begeben ? In Kriegsgebieten haben von unseren GEZ Beiträgen bezahlte Reporter nix zu suchen !
2. Alles Gute Herr Armbruster
horstbier 01.04.2013
Baldige Genesung wünschen meine Frau und ich. Die Gefahren in diesem Beruf werden bleiben, auch und gerade weil wir uns noch viele tolle Berichte von Herrn Armbruster wünschen.
3. optional
Jan2607 01.04.2013
Schön, dass er es heimgeschafft hat. Gibt leider genug Reporter, die das nicht geschafft haben.
4.
joe_f 01.04.2013
Zitat von OldJerkdie andere Frage welche sich danach stellt - warum musste er sich in Gefahr begeben ? In Kriegsgebieten haben von unseren GEZ Beiträgen bezahlte Reporter nix zu suchen !
Blödsinn! Wir sollten froh sein, dass Reporter wie der verdiente Herr Armbruster nach Syrien reisen, um von dort zu berichten, wenn sich die EU allem Anschein nach von dieser Region abwendet.
5. Riskanter Job?
CT.Bauer 01.04.2013
Ich kenne Herrn Armbruster nicht. Ich weiss nicht, ob ich jemals einen seiner Berichte oder so gesehen habe. Dennoch, unbekannterweise, gute Genesung! Zur Sache: 20 Tote Reporter sind ein hoher "Blutzoll". Könnten wir aber vielleicht mit der gleichen Stimmlage aufzählen, wieviel Opfer unter Berufskraftfahrern der Verkehr auf unseren Strassen fordert? Unter Leuten, die wesentlich mehr für unser Wohlergehen tun als jeder noch so guter Journalist mit seinen Berichten aus Aleppo? Und die nicht unter Heckenschützen oder sonstigen Rebellen unterwegs sind? Über eine "Begradigung" dieses Aufmerksamkeitsdefizits würde ich mich freuen. Gleiches gilt auch für Berichte über amerikanische Amokläufer oder den Prozess gegen die Nsu- Frau Dingsbums. Oder gilt hier- der Kunde wünscht das so?
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Deutschland
RSS
alles zum Thema Bürgerkrieg in Syrien
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 31 Kommentare

Bevölkerung: 22,505 Mio.

Hauptstadt: Damaskus

Staatsoberhaupt:
Baschar al-Assad

Regierungschef: Wail al-Halki

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Lexikon | Syrien-Reiseseite

Karte