Verteidigungsministerium Kartellamt prüft Gewehr-Deal

Verteidigungsministerin von der Leyen droht eine weitere Waffenaffäre: Nach Informationen des SPIEGEL prüft das Kartellamt, ob ein Gewehrhersteller bei einer Ausschreibung begünstigt wurde.

Scharfschützen der Bundeswehr: Ärger um eine Ausschreibung
Getty Images

Scharfschützen der Bundeswehr: Ärger um eine Ausschreibung


Nach der Affäre um das Problemgewehr G36 muss das Verteidigungsministerium von Ursula von der Leyen mit neuem Ärger rechnen: Nach Recherchen des SPIEGEL prüft das Kartellamt, ob bei der Suche nach einem neuen Scharfschützengewehr der Unternehmer Olaf Sauer und seine Firma unrechtmäßig bevorteilt wurden. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Titelbild
Mehr dazu im SPIEGEL
Heft 26/2015
Europas Scheitern: Was es kostet und was danach kommt

Der Hintergrund ist, dass ein ehemaliger KSK-Soldat an der Erstellung der Leistungsbeschreibung für das Gewehr beteiligt war, obwohl er für eine andere Firma Sauers geworben hat. Der Fall ist erst wenige Wochen alt, das Nachprüfungsverfahren läuft noch.

Das Bundesverteidigungsministerium räumt ein, dass das zuständige Wehrbeschaffungsamt in Koblenz bereits "seit September 2014" über die Auftritte des ehemaligen KSK-Soldaten Andreas Bach in der Firmenwerbung informiert gewesen sei und kündigt Konsequenzen an: "Ob aufgrund dieser im Bundesministerium der Verteidigung bislang unbekannten Verbindung ein Interessenkonflikt zu sehen ist, wird nun sorgfältig geprüft."

Weder Bach noch der betroffene Unternehmer wollten sich auf Anfrage äußern.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL-Magazin - am Kiosk erhältlich ab Samstagmorgen und immer freitags bei SPIEGEL+ sowie in der digitalen Heft-Ausgabe.

Was im neuen SPIEGEL steht, erfahren Sie immer samstags in unserem kostenlosen Newsletter DIE LAGE, der sechsmal in der Woche erscheint - kompakt, analytisch, meinungsstark, geschrieben von der Chefredaktion oder den Leitern unseres Hauptstadtbüros in Berlin.



© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.