Verteidigungsministerium Von der Leyen holt McKinsey-Frau als Staatssekretärin

Verteidigungsministerin von der Leyen besetzt einen der wichtigsten Posten in ihrem Ministerium neu: Die Unternehmensberaterin Katrin Suder soll beamtete Staatssekretärin werden. Das ist in der Bundeswehr umstritten.

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Verteidigungsministerin von der Leyen: McKinsey-Beraterin soll beamtete Staatssekretärin werden
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Verteidigungsministerin von der Leyen: McKinsey-Beraterin soll beamtete Staatssekretärin werden


Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen plant einen personalpolitischen Coup für einen der wichtigsten Posten in ihrem Haus: den des beamteten Staatssekretärs. Seit Wochen ist die Stelle unbesetzt. Jetzt scheint von der Leyen fündig geworden zu sein. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE will die Ministerin die profilierte Unternehmensberaterin Katrin Suder von der Unternehmensberatung McKinsey abwerben. Es wäre die erste Frau auf diesem Posten.

Die 42-jährige Suder, eine Expertin bei strategischen Personalfragen, würde den Posten des im Februar durch von der Leyen geschassten Beamten Stéphane Beemelmans übernehmen. In ihrer neuen Funktion erwarten Suder große Herausforderungen: Sie muss die heftig umstrittene Bundeswehrreform durchsetzen.

Derzeit ist sie Chefin des Beratungsbereichs Öffentlicher Sektor bei McKinsey, fungiert seit 2005 als Partnerin des weltweit agierenden Unternehmens. Die studierte Physikerin kennt sich gut aus in der Regierungsverwaltung. So schrieb sie in der Vergangenheit mehrere Studien über den drohenden Fachkräftemangel für Ministerien und die Verwaltung und trat bei Veranstaltungen schon mehrmals mit der damaligen Arbeitsministerin von der Leyen auf.

Ihre mögliche Berufung gilt im Ministerium trotz ihrer Fachkenntnis als problematisch, da die junge Beraterin eine fast freundschaftliche Beziehung zu von der Leyen unterhalten soll.

Außerdem hat sie für McKinsey ein Beratungsangebot auf eine Ausschreibung hin abgegeben, die das Ministerium für die Überprüfung und Verbesserung der pannenanfälligen Rüstungsprojekte im Haus initiiert hat. Für die externe Beratung, bei der 15 Rüstungsprojekte der Bundeswehr durchleuchtet werden sollen, haben sich mittlerweile mehrere Unternehmen beworben. Eine Entscheidung über den Auftrag mit einem Kostenrahmen von mehr als 400.000 Euro soll im Sommer fallen.

Von der Leyen kündigte vergangene Woche vor Fachpolitikern des Bundestags an, dass sie wegen der Verzögerungen durch die Ausschreibung erst im Winter 2014 mit Ergebnissen der Überprüfung rechnet. Eigentlich hätten sie bereits im Sommer vorliegen sollen.

Obwohl die spektakuläre Personalie im Ministerium und unter Verteidigungsexperten Ende der Woche kursierte, wollte von der Leyens Sprecher den Vorgang "weder bestätigen noch dementieren".

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung dieses Artikels stand, Katrin Suder sei 37 Jahre alt. Sie ist 42. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 249 Beiträge
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Seite 1
nemensis_01 23.05.2014
1. Das ist doch nur ehrlich.
Jeder weiss doch, dass Lobbyisten und Unternehmensberate in Berlin regieren. Warum also sie nicht gleich dafür bezahlen? Ich bin dafür auch Leute aus der Industrie direkt zu Ministern zu machen, ohne dummen Umweg über eine Partei. Und Zetsche wird Kanzler.
ullibulli09 23.05.2014
2. Vetterinnen-Wirtschaft
Abgesehen davon, dass McKinsey-Leute eigentlich nur gut in Selbstvermarktung sind und mittlerweile keiner mehr auf Beratungsfirmen hörfn sollte, macht Frau Ministerin ja nichts anderes als ihre Kollegen. Ein weiteres Loch im Schutzwall der Demokratie.
snake-4 23.05.2014
3. ach uschi
gib die ergebnisse doch erst nach der übernächsten bundestagswahl bekannt. ich weiß ja nicht, wie es anderen lesern hier im forum ergeht, aber datt uschi.... is datt uschi eigentlich für irgendwas anderes außer lügen geeignet? sowas aalglattes, und widerwärtiges findet man ja kaum in der politik. und die meßlatte dafür hängt ja schon so tief, daß darunter nur noch regenwürmer limbo tanzen können.
rainer_daeschler 23.05.2014
4. Gehaltsabstieg
".. seit 2005 als Partnerin des weltweit agierenden Unternehmens" und jetzt nur noch beamtete Staatssekretärin? Die Position muss in anderer Hinsicht so lukrativ sein, dass sie den Abstieg in eine niedere Gehaltsklasse in Kauf nimmt.
torquemada13 23.05.2014
5. Ist die Frau mit Watte gepudert?
Zitat von sysopDPAVerteidigungsministerin von der Leyen besetzt einen der wichtigsten Posten in ihrem Ministerium neu: Die Unternehmensberaterin Katrin Suder soll parlamentarische Staatssekretärin werden. Das ist in der Bundeswehr umstritten. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/verteidigungsministerium-von-der-leyen-holt-mckinsey-beraterin-a-971397.html
Die Frau ist Partner bei den Meckies. Die sind der absolute Marktführer in der Consulting Branche. Partner bei den Meckies haben ein Jahressalär von bis zu EUR 900k p.a., Spitzenkräfte verdienen zwischen EUR 2-3 Mio. p.a. Üblicherweise wählen die Meckies den Weg in DAX Vorstände oder in absolute Führungspositionen in der Wirtschaft. Also ein Staatssekretär(innen) Gehalt ist dagegen absolut mickrig. Also, warum gibt die Frau mal eben einen Verdienst von einer halben Million und mehr p.a. auf? Aus reiner Freundschaft zur VerteidigungsUschi??? Versteht mich nicht falsch. Frau Suder wird frischen Wind in den angemufften Laden BMVG bringen und das ist gut so. Und Cost Cuttings sowie Effizienzsteigerungsprogramme sind sicher vorprogrammiert. Außerdem zieht so ein Meckie meist weitere nach sich oder die nächste Strategieberatung findet eben von Seiten der Meckies statt. Den Steuerzahler wird's freuen :-)
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