Terror Vier mutmaßliche IS-Mitglieder in NRW und Bayern festgenommen

Sie sollen im Irak auch an Kampfeinsätzen des IS teilgenommen haben: In Nordrhein-Westfalen und Bayern wurden vier mutmaßliche Terroristen von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen.


Die Bundesanwaltschaft hat vier mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Nordrhein-Westfalen und Bayern festnehmen lassen. Sie wirft den Männern vor, sich von 2013 bis 2015 im Irak als IS-Mitglied unter anderem an der militärischen Ausbildung, Wachdiensten und Kampfeinsätzen beteiligt zu haben.

Es handelt sich bei den Festgenommenen um vier Iraker im Alter von 26, 27, 28 und 29 Jahren. Die Wohnungen der Beschuldigten seien durchsucht worden. Die Bundesanwaltschaft wirft den Männern vor, sich von 2013 bis 2015 im Irak als IS-Mitglied unter anderem an der militärischen Ausbildung, Wachdiensten und Kampfeinsätzen beteiligt zu haben.

Die Haftbefehle des Ermittlungsrichters beim Bundesgerichtshof seien am Mittwoch in Dortmund und Bottrop sowie im Landkreis Amberg-Sulzbach von Beamten der Spezialeinsatzkommandos vollstreckt worden, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Gegen den 27-Jährigen bestehe außerdem der Verdacht der Beihilfe zum Mord sowie zu Kriegsverbrechen. Außerdem soll er gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen haben. Bereits zwischen 2006 und 2008 soll er für zwölf Sprengstoffexplosionen verantwortlich sein und dadurch Soldaten, Polizisten und Zivilisten heimtückisch und mit gemeingefährlichen Mitteln getötet haben.

Die Männer hatten nach Angaben der Bundesanwaltschaft Mitte 2015 den Irak verlassen und waren wenig später nach Deutschland gekommen. Sie sitzen in Untersuchungshaft.

als/dpa



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