Wegen Syrien Kauder vermisst Anti-Putin-Demonstrationen in Deutschland

Der CDU-Politiker Volker Kauder hat in einer Fraktionssitzung offenbar Unverständnis darüber geäußert, dass in Deutschland nicht gegen den russischen Präsidenten Putin und seine Syrienpolitik protestiert werde.

Volker Kauder (Archiv)
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Volker Kauder (Archiv)


Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hat indirekt zu Kundgebungen gegen die Syrienpolitik des russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgerufen. Er könne nicht verstehen, dass es nicht schon seit Langem Demonstrationen wegen Moskaus Vorgehen zugunsten von Machthaber Baschar al-Assad vor der russischen Botschaft in Berlin gebe, sagte Kauder nach Angaben von Teilnehmern in der Sitzung der Unionsfraktion in Berlin.

Kauder habe demnach die rhetorische Frage gestellt, was wohl vor der US-Botschaft in der Hauptstadt los wäre, wenn den USA etwas Vergleichbares wie Putin in Syrien zur Last gelegt werden könne. Er wurde mit den Worten zitiert: "Das ist nicht in Ordnung."

Russland gilt als einer der wichtigsten Verbündeten Assads. Moskau unterstützt das syrische Regime mit Luftangriffen beim Vormarsch in der umkämpften Stadt Aleppo und anderen Regionen Syriens.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), hatte am Montag neue EU-Sanktionen gegen Russland wegen der Bombardierung von Aleppo gefordert. Diese Frage ist in der Union noch strittig.

kry/dpa



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