Von der Leyen warnt: Nähe zur FDP gefährlich für die CDU

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Ursula von der Leyen: Bürgerliches Lager "wie kommunizierende Röhren"

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen warnt ihre Partei vor zu großer Nähe zum Partner FDP. Im SPIEGEL vergleicht sie das bürgerliche Lager mit "kommunizierenden Röhren", die Wählerstimmen nur austauschten statt neue zu gewinnen. Das, so von der Leyen, reiche nicht.

Nach der Niederlage bei der Landtagswahl in Niedersachsen ringt die CDU um den richtigen Umgang mit dem Koalitionspartner FDP und die Strategie für die Bundestagswahl. "Die Wahl in Niedersachsen hat gezeigt, dass das bürgerliche Lager wie kommunizierende Röhren funktioniert. Wir haben nur Stimmen ausgetauscht, das reicht nicht. Union und FDP müssen jeder für sich über das eigene Lager hinaus Wähler binden", sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen dem SPIEGEL.

Von der Leyen, die auch stellvertretende CDU-Chefin ist, will den aufziehenden Gerechtigkeitswahlkampf der SPD mit eigenen Vorschlägen kontern. "Es ist doch mit den Händen zu greifen, dass es gerecht zugehen muss. Deshalb kann unsere Botschaft nicht allein 'Wachstum' lauten", so von der Leyen. "Wir wollen als Koalition von Union und FDP noch ein Rentenpaket vorlegen."

Unterstützung erhält von der Leyen von Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU): "Wenn wir in der Union etwas richtig finden, wie einen von den Tarifpartnern festgesetzten Mindestlohn, müssen wir das auch ohne Rücksicht auf die FDP durchsetzen."

Widerstand kommt dagegen vom Wirtschaftsflügel der Partei. "Statt den Wählern von SPD und Grünen hinterherzulaufen, sollten wir uns um die Menschen kümmern, die uns in den vergangenen Jahren den Rücken gekehrt haben", sagt Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich. Auch Günther Oettinger, EU-Kommissar in Brüssel, hält eine Anti-FDP-Kampagne für falsch. "Wer Merkel als Kanzlerin will, braucht Union und FDP."

Am 31. Januar wollen sich Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer in Berlin mit ihren Generalsekretären und der Fraktionsspitze treffen, um die Strategie für das Wahljahr festzuzurren.

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insgesamt 79 Beiträge
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1. Legendenbildung
Karl_Knapp 26.01.2013
Wie kommen CDU, CSU und FDP immer nur auf den Gedanken, sich als "bürgerliches Lager" zu bezeichnen? Haben die noch nicht mitbekommen, dass SPD und Grüne mittlerweile bürgerlicher sind als manchem Bürger lieb ist?
2. Wer Merkel als Kanzlerin will ...
Luna-lucia 26.01.2013
Zitat von sysopBundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen warnt ihre Partei vor zu großer Nähe zum Partner FDP. Im SPIEGEL vergleicht sie das bürgerliche Lager mit "kommunizierenden Röhren", die Wählerstimmen nur austauschten statt neue zu gewinnen. Das, so von der Leyen, reiche nicht. Von der Leyen warnt CDU vor zu großer Nähe zur FDP - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/von-der-leyen-warnt-cdu-vor-zu-grosser-naehe-zur-fdp-a-879817.html)
sollte sich fragen, was sich ändern wird, wenn sie nach der Wahl 2013, nicht mehr Kanzlerin ist. Dann wird > Die Schere zwischen arm und reich, mit Sicherheit kleiner! Soll heißen, Menschen mit geringerem Einkommen, werden mehr haben, Renten werden sicherer sein, Sozialleistungen, speziell im Gesundheitswesen, werden steigen, und die Altersarmut wird sinken! Also, Frage: Wozu brauchen wir die Merkel als Kanzlerin noch? Antwort: Weil sonst Brüssel weniger Einfluss auf Deutschland bekommt! - Heißt, wer das gute Deutschland NICHT mehr möchte, muss es eben über die Merkel, an Brüssel verkaufen! Wir sind allerdings dagegen!
3. Links von von der Leyen
RalfWagner 26.01.2013
aber auch von Merkel ist nur noch die Wand. Für einer Nähe zu liberalen Positionen (welche die FDP ja ohnehin aufgegeben hat) besteht also nicht die geringste Gefahr. Aber v.d.L. empfiehlt sich wieder einmal als Kanzlerin einer großen Koalition. Dabei Es wäre gut für Deutschland, wenn es auf absehbare Zeit weder Poltiker aus dem Saarland oder Niedersachsen an seiner Spitze fände.
4. FDP und bürgerliches Lager
Luna-lucia 26.01.2013
Zitat von Karl_KnappWie kommen CDU, CSU und FDP immer nur auf den Gedanken, sich als "bürgerliches Lager" zu bezeichnen? Haben die noch nicht mitbekommen, dass SPD und Grüne mittlerweile bürgerlicher sind als manchem Bürger lieb ist?
ups, haben wir da etwas verschlafen? FDP und bürgerlich, oder gar Bürger nahe? Wann war dass denn? Also in Deutschland bestimmt nie!
5. jaja
rabenkrähe 26.01.2013
Zitat von sysopBundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen warnt ihre Partei vor zu großer Nähe zum Partner FDP. Im SPIEGEL vergleicht sie das bürgerliche Lager mit "kommunizierenden Röhren", die Wählerstimmen nur austauschten statt neue zu gewinnen. Das, so von der Leyen, reiche nicht. Von der Leyen warnt CDU vor zu großer Nähe zur FDP - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/von-der-leyen-warnt-cdu-vor-zu-grosser-naehe-zur-fdp-a-879817.html)
......... Wo sie recht hat, hat sie recht, wie ja gerade Niedersachsen gezeigt hat. Und was einem McAllister, der so demonstrativ optimistisch war, daß er wohl meinte, seine Regierung sei mit ein paar Leihstimmen für die FDP zu retten, bitter abstürzen ließ. (Was sah er da doch völlig anders und zutiefst geknickt aus-:))) Nur von und mit wem will vdLeyen neue Stimmen holen. Eine SPD noch mehr schwächen, auf daß sie als möglicher Koapartner nicht mehr infrage kommt? Oder von den Grünen, die jeden Stimmengewinn ohnehin nur für ein Zusammengehen mit der SPD nutzten? Die CDU müßte sich mal grundsätzlich öffnen, sonst reicht auch die achtbare Leistung der letzten acht Jahre nicht mehr. In Sachfrage durchaus aufgeschlossen zu wirken, aber ansonsten sich verbohrt, borniert und weltfremd wie die RKK zu präsentieren, führt nicht wirklich weiter. rabenkrähe
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Die CDU-Spitze
Parteivorsitzende

REUTERS
Angela Merkel wurde im Jahr 2000 auf einem Parteitag in Essen als Nachfolgerin von Wolfgang Schäuble zur Parteivorsitzenden gewählt - die erste Frau in Deutschland an der Spitze einer Volkspartei. Seitdem hält sie sich an der Spitze der CDU.

Stellvertretende Vorsitzende
Norbert Röttgen, Bundesumweltminister

Volker Bouffier, Ministerpräsident von Hessen

Ursula von der Leyen, Bundesarbeitsministerin

Annette Schavan, Bundesbildungsministerin
Generalsekretär
Schatzmeister
Helmut Linssen, Landtagsabgeordneter in NRW
Präsidium
Julia Klöckner , Landesvorsitzende in Rheinland-Pfalz

Wolfgang Schäuble, Bundesfinanzminister

Stanislaw Tillich, Ministerpräsident von Sachsen

Karl-Josef Laumann , Fraktionschef im Landtag von NRW

Eckart von Klaeden , Staatsminister im Kanzleramt

Annegret Kramp-Karrenbauer, Sozialministerin im Saarland

Philipp Mißfelder , Vorsitzender der Jungen Union
Bundesvorstand
Tanja Gönner , Umweltministerin in Baden-Württemberg

Christian Baldauf, Fraktionschef in Rheinland-Pfalz

Franz Josef Jung , Bundestagsabgeordneter

Arnold Vaatz , Fraktionsvize im Bundestag

Michael Meister, Fraktionsvize im Bundestag

Armin Laschet, Fraktionsvize im Landtag von NRW

Reiner Haseloff , Wirtschafstminister in Sachsen-Anhalt

Ingrid Fischbach, Bundestagsabgeordnete

Godelieve Quisthoudt-Rowohl, Europaabgeordnete

Elmar Brok , Europaabgeordneter

Dagmar Schipanski , Vorsitzende Kommission "Neue Länder"

Otto Wulff, Vorsitzender der Senioren Union

Emine Demirbüken-Wegner, Abgeordnete in Berlin

Maria Michalk, Bundestagsabgeornete

Thomas Strobl, Generalsekretär in Baden-Württemberg

Johann David Wadephul, Bundestagsabgeordneter

Michael Fuchs , Fraktionsvize im Bundestag

Ingrid Sehrbrock, DGB-Vize

Mike Mohring, Fraktionsvorsitzender in Thüringen

Ursula Heinen-Esser , Parlamentarische Staatssekretärin

Hendrik Wüst , Landtagsabgeordneter in NRW

Regina Görner, Vorstandsmitglied der IG Metall

Lorenz Caffier , Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern

Hubert Hüppe, Bundestagabgeordneter

Axel Fischer, Bundestagsabgeordneter

Peter Jacoby , Finanzminister im Saarland

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