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Wahlkampfstart der Kanzlerin: Merkel will Träume der Deutschen erfüllen

Auftakt zum Wahlkampf der Kanzlerin: In Seligenstadt kündigt Angela Merkel "Verträge" mit den Bürgern an. Sie verteidigt ihre Sparpolitik, stichelt gegen die Grünen und wird von einem SPD-Trupp gnadenlos ausgepfiffen.

Seligenstadt - Der Urlaub ist vorbei: Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel hat knapp sechs Wochen vor der Bundestagswahl in Hessen die heiße Phase des Bundes- und Landtagswahlkampfs eingeläutet. Sie bekräftigte ihr Ziel, die öffentlichen Haushalte zu konsolidieren. "Wir haben in Europa gesehen, was passiert, wenn man zu viel Schulden macht", sagte sie am Mittwoch vor mehreren Hundert Menschen in Seligenstadt bei Offenbach. "Wachstum auf Pump - das geht nicht."

Der Kritik der Opposition hielt Merkel vor allem die starken wirtschaftlichen Zahlen entgegen. "Weiter so", war ihr häufigstes Argument. "Was ist wichtiger, nur noch drei Millionen Arbeitslose oder kein Fleisch mehr essen?", stichelte Merkel in Richtung Grüne. Ansonsten ging sie in ihrer Rede auf die Opposition kaum ein. "Gehen Sie unsere Angebote durch", forderte sie die rund 1000 Zuhörer auf. "Dann werden Sie feststellen, wir machen Ihnen Angebote."

Wie in der EU will Merkel diesmal "Verträge" mit den Bürgern abschließen - auf Wechselseitigkeit. "Wir wollen helfen, Ihre Träume wahr zu machen und Ihnen keine Vorschriften machen." Die Attacken auf den politischen Gegner überlässt sie dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. Vor Rot-Rot-Grün warnte der: "Das wäre ein programmiertes Abstiegsprogramm", sagte er.

Lautstark wird die Veranstaltung gestört: Obwohl die großen demokratischen Parteien die Wahlkampfveranstaltungen der Gegenseite eigentlich nicht stören, trillert und schreit sich ein Trupp der südhessischen Jusos während Merkels Auftritt die Lunge aus dem Leib. "Heuchlerin", "Merkel raus", "Lügnerin", skandieren sie bis zum Schluss. "Das ist die Zukunft der SPD", spottet die nur.

Der Auftritt in Seligenstadt war der erste im Wahlkampfendspurt. Im Anschluss reiste die Kanzlerin weiter nach Ludwigshafen, der Heimatstadt von Helmut Kohl. Bis zum 22. September nimmt sie an mehr als 50 Großkundgebungen teil. "Es wird ganz, ganz eng werden", hatte sie schon am Dienstagabend in ihrem ersten Interview nach ihrem Urlaub betont.

mia/dpa/AFP/Reuters

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1. Meine Träume...
pimpflegionaer 14.08.2013
Eine stabile Gesellschaft in einem Land mit einer stabilen Grenze und einer stabilen Währung. Wenn Frau Merkel mir das erfüllen kann, würde ich sie wählen. Und wenn sie es schafft, dass Geschichten wie aus dem Buch "Berlin unzensiert" nichtmehr möglich sind würde ich einen Schrein für sie einrichten.
2. Na, wenn das keine Vorlage ist.
4qfghei3pers 14.08.2013
Die Träume der Deutschen erfüllen...klingt gut. Doch erfüllen kann sie ein Ende der Inhaftungnahme für Südeuropa wohl kaum, oder sie will es nicht.Wir werden weiter zahlen, bis wir selber am Ende sind. Und warum dies alles? Weil kein europäisches Land sich an geschlossene Verträge gehalten hat- ohne je Folgen befürchten zu müssen. Deutschland bildet da keine Ausnahme, nur es konnte sich es finanziell leisten. Das konnten so manche Südländer aber nicht, und nun zahlen wir. Mein persönlicher Traum wäre es, wenn Europa zurück auf Null gefahren würde und danach Stück für Stück solide aufgebaut würde.
3.
kdshp 14.08.2013
Zitat von sysopDPAAuftakt zum Wahlkampf der Kanzlerin: In Seligenstadt kündigt Angela Merkel "Verträge" mit den Bürgern an. Sie verteidigt ihre Sparpolitik, stichelt gegen die Grünen und wird von einem SPD-Trupp gnadenlos ausgepfiffen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wahlkampf-der-kanzlerin-in-seligenstadt-a-916651.html
Also werden nur wieder die bürgerlichen von frau merkels politik profitieren. Es wird also noch härter für arbeiter und angestellte. Die soziale kälte sinkt immer weiter dank dieser politik.
4. Komik
Kauzboi 14.08.2013
Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass Kanzlerin Merkel 3 3/4 Jahre die Träume so mancher vernichtet und dafür jetzt für den Wahlkampf noch schnell ein paar erfüllen möchte...
5. Ja ich hoffe das es eng wird!
hidra 14.08.2013
Die Sparkanzlerin spart die Nachbarn kaputt. Diese Länder brauchen teils Ihre eigene Währung wieder und greifende Investitionsprogramme. Sparen hilft diesen Ländern nicht mehr. Das Sparen dieser Länder hilft nur der boomenden deutschen Wirtschaft, die dann diese Länder mit z.T. deutschen geborgten Geld versorgen muss. Diese Länder kommen in Abhängigkeit von Deutschland. Ist das die Europapolitik , die Merkel meint. Das hat man selbst nicht einmal den Nachbarn von Ostdeutschland vor der Wende zugemutet.
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