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Wahlkampf: Ost-CDU kritisiert Strategie der Parteizentrale

Die ostdeutsche CDU hat die Wahlkampftaktik der Bundespartei kritisiert. Es werde zu sehr auf den Westen gesetzt. Die thüringische Union startet nun eine eigene Kampagne gegen die Linkspartei.

Berlin - "Es herrscht die Taktik: Auf den Osten kommt es nicht an", zitiert die "Berliner Zeitung" führende Vertreter der ostdeutschen CDU. "Es wird knallhart auf die Westkarte gesetzt." Dies habe zur Folge, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Linkspartei von Seiten der Bundespartei nicht stattfinde.

Argumentationspapiere aus der Ost-CDU seien von der Parteizentrale in Berlin, wo Generalsekretär Volker Kauder den Wahlkampf organisiert, abgeschmettert worden. "Wir sind mit unseren Forderungen nicht durchgedrungen", sagte ein führendes Mitglied der Ost-CDU. Die thüringische CDU startet heute deshalb eine eigene Kampagne, die allein der Auseinandersetzung mit der Linkspartei gewidmet ist. Dazu hat der Landesverband 150.000 Postkarten drucken lassen, die optisch Plakaten der Linkspartei nachempfunden sind.

Die Union laufe Gefahr, die Wahl in Ostdeutschland zu verlieren, sagte Thüringens CDU-Generalsekretär Mike Mohring dem Blatt. Die Linkspartei kommt in Ostdeutschland Umfragen zufolge auf Werte zwischen 26 und 30 Prozent und liegt damit dort knapp vor oder hinter CDU und SPD.

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