SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette So tippten die Sieger

Die FDP überschätzte er leicht, bei der Linkspartei war er zu pessimistisch: Doch insgesamt lag der Sieger der Wahlwette von SPIEGEL ONLINE mit seinen Tipps sehr nah am tatsächlichen Ergebnis der Bundestagswahl. Jetzt kann er sich auf eine Reise nach Bali freuen.

Insel Bali: Reiseziel für den Gewinner der SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette
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Insel Bali: Reiseziel für den Gewinner der SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette


Berlin - 28.178 SPIEGEL-ONLINE-Leser haben in den vergangenen Wochen darauf gewettet, wie der künftige Bundestag aussehen wird. Die Tipps wurden ausgewertet, mit dem vorläufigen Endergebnis verglichen - und jetzt stehen die Gewinner fest. Die 15 besten Teilnehmer wurden benachrichtigt, sie bekommen unter anderem ein Porsche-Training, ein Tablet und Reisen.

Der Sieger fliegt nach Bali. Er gab seinen Tipp am 19. September um 11.46 Uhr ab, drei Tage vor der Wahl. Das sind die Zahlen, mit denen er gewann (in Klammern steht zum Vergleich das vorläufige Endergebnis):

  • Union: 41,4 Prozent (41,5)

  • SPD: 26,7 Prozent (25,7)

  • FDP: 5,1 Prozent (4,8)

  • Linke: 7,1 Prozent (8,6)

  • Grüne: 8,3 Prozent (8,4)

  • Afd: 4,6 Prozent (4,7)

  • Piraten: 2,1 Prozent (2,2)

Bei der Erststimme gab der Sieger einen Tipp für den Wahlkreis 155 ab: Er sah die Union auf dem ersten Platz, gefolgt von der Linken und der SPD. Tatsächlich bekam die CDU in Meißen 53,6 Prozent der Erststimmen und lag damit deutlich vor der Linkspartei (17,7 Prozent) und den Sozialdemokraten (12,7 Prozent).

Der zweitbeste Tipper ging mit folgenden Werten ins Rennen: Die Union sah er bei 41,3 Prozent, die SPD bei 24,1 Prozent, die FDP bei 4,8 Prozent und die Linke bei 9,4 Prozent. Bei den Grünen tippte er auf 8,3 Prozent, bei den Piraten auf 2,3 Prozent und bei der AfD auf 4,2 Prozent.

Auf Platz drei landete ein Teilnehmer mit diesen Tipps: 40,6 Prozent für die Union, 25,8 Prozent für die SPD, 4,9 Prozent für die FDP, 8,7 für die Linke, 9,7 Prozent für die Grünen, 3,4 Prozent für die Piraten und 4,8 Prozent für die AfD.

Bei unserer Wette sollte nicht das Wunschergebnis angegeben werden, sondern der Wahlausgang, den die Lesern persönlich für wahrscheinlich halten. Dabei gaben die Teilnehmer insgesamt der schwarz-gelben Koalition keine Chance, in der Regierung bestätigt zu werden. Das zeigen die Zweitstimmen-Ergebnisse der SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette - hier sind sie im Vergleich mit dem vorläufigen Endergebnis zu sehen:

  • Union: 37,9 Prozent (41,5)

  • SPD: 26,9 Prozent (25,7)

  • FDP: 5,7 Prozent (4,8)

  • Linke: 7,6 Prozent (8,6)

  • Grüne: 13 Prozent (8,4)

  • AfD: 3,1 Prozent (4,7)

  • Piraten: 3,2 Prozent (2,2)

Bei den Erststimmen ließ sich bei unserer Wahlwette in 286 von 299 Wahlkreisen eine Tendenz ablesen, die Ergebnisse gibt es hier zum Nachlesen.

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insgesamt 5 Beiträge
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Stäffelesrutscher 27.09.2013
1.
Zitat von sysopAFPDie FDP überschätzte er leicht, bei der Linkspartei war er zu pessimistisch: Doch insgesamt lag der Sieger der Wahlwette von SPIEGEL ONLINE mit seinen Tipps sehr nah am tatsächlichen Ergebnis der Bundestagswahl. Jetzt kann er sich auf eine Reise nach Bali freuen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wahlwette-von-spiegel-online-so-tippten-die-sieger-a-924937.html
Das ist eine interessante Rechnung. Zwar lag der Mensch auf 1 nur um insgesamt 3,2670 Prozentpunkte neben dem realen Ergebnis (Platz 2: 3,4792 und Platz 3: 3.8264 Prozentpunkte), aber bei dieser von SPON offenbarangewandten Auswertungsmethode wird nicht berücksichtigt, dass 0,3 % bei der Union eine ganz andere Auswirkung haben als 0,3 % bei der FDP. Setzt man die "Fehlermarge" ins Verhältnis zur realen Prozentzahl, dann liegt Platz 2 vorne (zusammen 34,3061 %), denn Platz 1 hat sich um 36,4590 % vertippt - der grobe Schnitzer bei der Linkspartei reißt ihn runter. Und dann auch noch als einziger der Top 3 die FDP drin gesehen, mei mei mei.
Modest 27.09.2013
2. Talentsuche
Das Wahlergebnis läßt sich ohne großen Witz interpretieren, denn ein anderer braucht viel Witz um es zu verstehen und der Letzte das Echo vom bayerischen Imperator.
RalfHenrichs 27.09.2013
3. SPON hat also verloren
Der Abstand der letzten Umfrage zu den Wahlergebnissen: Allensbach 5,9 Emnid 8,7 Forsa 4,9 Forschungsgruppe Wahlen 6,9 GMS 7,9 Infratest dimap 8,7 INSA 8,3 Das Wahlwette von SPON hat 13,9. Natürlich der Sieger der Wahlwette hat mit 3,2 auch alle Umfrageinstitute geschlagen, aber das bei so vielen einer annähernd richtig tippt, ist nicht überraschend. Für SPON spricht auch, dass viele Tipps weit vor den letzten Umfragen abgegeben worden sind. Dennoch: SPON hat auf die Schwarmintelligenz gesetzt und diese hat dies zumindest nicht aufgewogen.
crazy.diamond 27.09.2013
4. Interessant...
...wo die Gesamtzahl der Tipper die Grünen gesehen hat. Was Wäre, wenn Fukushima schon in die Lust geflogen wäre? http://netzfrauen.org/2013/09/25/gefaehrlichste-moment-in-geschichte-menschheit/
analyse 28.09.2013
5. Die Differenz belegt,daß doch viele nach Wunsch
abgestimmt haben. Die Beeinflussung durch SPON hat sich offenbar ausgewirkt,doch die Vernunft hat sich stärker durchgesetzt als von SON-Redakteuren erhofft !
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