Wahlwette auf SPIEGEL ONLINE: Union in fast zwei Dritteln der Wahlkreise vorn

Wahlplakate der CDU, SPD (in Hannover): Spannung vor dem 22. September Zur Großansicht
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Wahlplakate der CDU, SPD (in Hannover): Spannung vor dem 22. September

Die Union legt in der Prognose der SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette bei den Erststimmen deutlich zu. Demnach würden CDU/CSU 177 von 299 Wahlkreisen gewinnen, die SPD liegt bei 87. Noch läuft das Gewinnspiel, tippen auch Sie auf den Wahlausgang am 22. September!

Hamburg - In der Wahlwette von SPIEGEL ONLINE holt die SPD langsam auf die Union auf: auf 26,7 Prozent kommen die Sozialdemokraten, 37,9 Prozent holen CDU und CSU.

Auch bei den Erststimmen können die Sozialdemokraten seit Wochen einen Anstieg verbuchen. Den Lesern zufolge kam die Partei zuletzt auf 83 Wahlkreise, in der aktuellsten Erhebung waren es noch einmal vier Kreise mehr.

Das Problem für die SPD: Im gleichen Zeitraum konnte auch die Union neue Wahlkreise hinzuerobern - und zwar deutlich mehr als die Konkurrenz. Sie bringt es auf 177 Wahlkreise, acht mehr als in der Vorwoche.

Insgesamt 22.562 Wahlwetten wurden bis Mittwochmorgen abgegeben - 2403 mehr als in der Vorwoche. Die Leser tippten dabei zum einen, wer am 22. September in den Wahlkreisen das Rennen macht, und zum anderen, wer wie viele Zweitstimmen holt.

In 277 Wahlkreisen lässt sich bereits eine Tendenz der Erststimmen ablesen:

  • Die Union würde demnach 177 Wahlkreise gewinnen und ist besonders stark im Süden Deutschlands. Auch im Norden und Westen kann sie laut Wahlwette viele Wahlkreise gewinnen. In der Vorwoche lag die Union der Umfrage zufolge noch in 169 Wahlkreisen vorn.

  • Die SPD konnte zulegen auf 87 Wahlkreise, sie ist besonders stark in Niedersachsen. Auch Städte wie Hamburg und Bremen sowie große Teile des Ruhrgebiets würden den SPIEGEL-ONLINE-Lesern zufolge an die Sozialdemokraten fallen. Auch im Osten Deutschlands ist die Partei demnach stark.

  • Die Grünen verteidigen ihre drei Wahlkreise: Hans-Christian Ströbele könnte laut dem aktuellen Zwischenstand in seinem Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg erneut gewinnen. Die Leser tippen zudem, dass Grünen-Fraktionschefin Renate Künast Tempelhof-Schöneberg erobert und Parteichef Cem Özdemir in Stuttgart I gewinnt.

  • Wie schon beim letzten Zwischenstand konnte Die Linke wieder minimal zulegen. Nach Ansicht der SPIEGEL-ONLINE-Leser würde ihr in zehn Wahlkreisen das Direktmandat zufallen. Erfolgreich wären demnach prominente Linke wie Fraktionschef Gregor Gysi und Ex-Parteichefin Gesine Lötzsch in den Berliner Wahlkreisen Treptow-Köpenick und Lichtenberg. Die Partei holte bei der vorigen Wahl 16 Direktmandate.

  • 22 Wahlkreise lassen sich noch nicht zuordnen, der Ausgang ist offen.

Bei der Zweitstimme scheinen sich die Ergebnisse in der SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette einzupendeln. Der Überblick:

  • Die Union verliert laut den SPIEGEL-ONLINE-Lesern minimal und landet bei 37,9 Prozent (-0,1).

  • Die SPD legt leicht auf 26,6 Prozent zu (+0,1).

  • Die Grünen verlieren etwas und kommen auf 13,7 Prozent (-0,3).

  • Die Linke schafft 7,4 Prozent (+0,1).

  • Die FDP verharrt bei 5,8 Prozent.

Unter der Fünfprozenthürde bleiben die Piraten mit 3,3 Prozent und die Alternative für Deutschland mit 2,8 Prozent (+0,1).

Damit bleibt es spannend. Denn nach den jetzigen Schätzungen bei der Wahlwette würde es nicht zur Neuauflage der schwarz-gelben Koalition reichen, das Bündnis käme auf nur 43,7 Prozent. Rot-Grün würde 40,4 Prozent erreichen und hätte ebenfalls keine Mehrheit.

So können auch Sie bei der Wahlwette mitmachen:

Bis zum 20. September, 23.59 Uhr, können Sie vorhersagen, wie die Bundestagswahl ausgeht. Geben Sie dabei nicht Ihr Wunschergebnis an, sondern den Wahlausgang, den Sie persönlich für wahrscheinlich halten. Ihren Tipp können Sie jederzeit korrigieren. Je mehr Leser mitmachen und je näher der Wahltag rückt, desto aussagekräftiger wird die Prognose. Die Wahlwette kann ein innovatives Instrument sein, um das Wahlergebnis möglichst genau vorherzusagen - jenseits der üblichen repräsentativen Umfragen der Meinungsforschungsinstitute.

Tippen Sie auch darauf, welcher Kandidat in Ihrem Wahlkreis das Rennen macht. Im Rahmen Ihrer Erststimmen-Prognose haben Sie auch die Chance, die Bundestagsbewerber besser kennenzulernen. Über unseren Kooperationspartner abgeordnetenwatch.de können Sie die Kandidaten von Union, SPD und Co. nach ihrer Meinung fragen - von der Euro-Krise bis zur Kinderbetreuung. Oder diskutieren Sie mit anderen Lesern über Ihren Wahlkreis und die Kandidaten im angeschlossenen SPIEGEL-ONLINE-Forum.

Um bei unserem Experiment mitzumachen, müssen Sie sich mit Namen und gültiger E-Mail-Adresse bei Mein SPIEGEL anmelden. Die Registrierung ist notwendig, um Ihren Tipp eindeutig zuordnen zu können. Im Gegenzug locken Gewinne im Wert von mehreren tausend Euro. Je näher Sie am offiziellen Wahlergebnis liegen, desto besser sind Ihre Gewinnchancen. Der erste Preis: eine Luxusreise für zwei Personen nach Bali.

Hier geht es zur SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette.

jok

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insgesamt 33 Beiträge
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    Seite 1    
1. ich würde
ambulans 11.09.2013
auch mal an das für diese wahl geltende wahlrecht erinnern, dass diesmal im wesentlichen den fall von überschießenden erststimmen (direktmandaten) gegenüber zweitstimmen (stärke der parteien) fast auschließlich durch überhangmandate regeln wird. damit werden gewisse projektionen hier und woanders eigentlich ziemlich fragwürdig (to say the least ...)
2.
los-don-os 11.09.2013
Komisch. In unabhängigen Wahlumfragen, wo nicht 1000 Leute befragt werden, sondern ab 200.000 wöchentlich aufwärts, liegen die Grünen unter 10%, die Linke bei 9 und das seit einer Woche und die AFD auf Satte 11%! Wahlumfragen oder alles was damit zu tun hat, müsste wegen Beeinflussung genauso verboten werden wie in anderen Ländern.
3. Eine Strategie bis geht nicht mehr! alles tun und Behauptungen aufstellen die haltlos sind.
Kernseife 11.09.2013
tägliche Wasserstandsmeldungen zeigen nur die Angst der Union-Regierung, gegen über ihrem Klientel nicht mehr regieren zu dürfen. ich würde gerne wissen, wieviel Geld durch einen Regierungswechsel verbrannt wird. Aber unsere Journalisten trauen sich nicht dieses heiße Eisen anzufassen, aber weiterhin Behauptungen aufstellen welche nicht repräsentativ sind.
4. ................
lupenrein 11.09.2013
Alle Wähler sollten auf dem 'Wahlgeheimnis' bestehen und jegliche Umfragen verweigern..
5. Was soll diese Wahlwette?!
cal_dude 11.09.2013
Wenn jeder hier angeben würde was er oder sie vorhat zu wählen, dann wäre es eine Prognose (wenn vermutlich auch wenig repräsentativ, da SPON-Leser nicht zwingend den Durchschnitt der Bevölkerung wiedergeben.) Aber wenn jeder Tippen soll wie die Parteien abschneiden – woher nehmen die Leute denn ihre Schätzungen?? Sicher von anderen Prognosen und Umfragen die noch in Erinnerung sind oder von früheren Wahlergebnissen. Ein Beispiel: Kein Mensch würde doch hier entgegen aller Prognosen auf ein Überraschend gutes Abschneiden der FDP bei Wahl wetten (z.B. 15% statt 5% wie in aktuellen Umfragen) ES SEI DENN er wählt sie selber, ist Wechselwähler und glaubt daher an mehr Gleichgesinnte als die Umfragen es erfassen. Ich lasse mich gerne bekehren wenn mir jemand dieses Vorgehen erklären kann. Für mich nicht nachvollziehbar was dieses gewette soll.
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