Tagesvorschau: Was Dienstag wichtig wird

Die deutschen Verfassungsrichter befassen sich mit der EZB-Politik zur Euro-Rettung, das Rekordhochwasser der Elbe bedroht jetzt Orte im Norden, im NSU-Prozess wird ein aussagebereiter Angeklagter vernommen - diese Themen zählen zu den wichtigsten des Tages.

Euro-Showdown in Karlsruhe

Karlsruhe-Kläger Peter Gauweiler: Auf zur Fight Night in Karlsruhe Zur Großansicht
REUTERS

Karlsruhe-Kläger Peter Gauweiler: Auf zur Fight Night in Karlsruhe

Bundesbank-Chef Jens Weidmann gegen seinen Studienfreund Jörg Asmussen, unterstützt von den Provokations-Großmeistern Peter Gauweiler und Hans-Werner Sinn: Im Privat-TV würde ein Event wie die Euro-Anhörung des Bundesverfassungsgerichts vermutlich in der Rubrik "Ultimate Fight Night" laufen. Die Verhandlung beginnt am Dienstag und wird am Mittwoch fortgesetzt. SPIEGEL ONLINE ist im Gerichtssaal dabei.


Elb-Flut erreicht den Norden

Einsatz am Deich: In Sachsen-Anhalt bleibt die Lage angespannt Zur Großansicht
DPA

Einsatz am Deich: In Sachsen-Anhalt bleibt die Lage angespannt

In Magdeburg wurde ein Rekordpegel gemessen, nun blicken die Menschen in Brandenburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein bangend auf die Elbe. Ortschaften wurden evakuiert, Bilder aus den Regionen, in denen der Scheitelpunkt bereits erreicht wurde, machen den Ernst der Lage deutlich. SPIEGEL-ONLINE-Reporter berichten aus den Flutgebieten.

Mehr zur Flutkatastrophe finden Sie hier...


Berliner Piraten wählen neue Fraktionsspitze

Piraten Baum, Lauer (von links): Führungsspitze tritt ab Zur Großansicht
DPA

Piraten Baum, Lauer (von links): Führungsspitze tritt ab

Andreas Baum will nicht mehr, Christopher Lauer auch nicht: Die Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus muss sich eine neue Führungsspitze suchen. Das derzeitige Führungsduo gibt nach internen Querelen auf. Am Dienstag müssen also zwei neue Fraktionsvorsitzende gewählt werden.


Vernehmung im NSU-Prozess wird fortgesetzt

Carsten S.: Angeklagt wegen Unterstützung des NSU Zur Großansicht
Getty Images

Carsten S.: Angeklagt wegen Unterstützung des NSU

Carsten S. hatte angekündigt, aussagen zu wollen. Anders als Beate Zschäpe macht der Mitangeklagte im NSU-Prozess in München Angaben zur Sache, wie er es schon in Verhören tat. Er soll die Ceska besorgt haben, mit der vermutlich Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt neun Menschen erschossen. Und er hat mit der rechten Szene abgeschlossen. Am Mittwoch musste seine Befragung unterbrochen werden, er war am Ende seiner Kräfte. Am Dienstag wird der Prozess fortgesetzt, Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen berichtet aus Saal 101.

Mehr zum NSU-Prozess finden Sie hier...


Gustl Mollath im Untersuchungsausschuss

Gustl Mollath: Zu Unrecht in der Psychiatrie? Zur Großansicht
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Gustl Mollath: Zu Unrecht in der Psychiatrie?

Gustl Mollath wurde 2006 schuldunfähig gesprochen, damit endete der Prozess gegen ihn, zugleich begann für ihn die Zeit in Unfreiheit: Er kam in die Psychiatrie, das Landgericht Nürnberg-Fürth stufte ihn als Gefahr für die Allgemeinheit ein. Heute bestehen große Zweifel an dieser Einschätzung. Mollath hatte 2003 seine damalige Frau angezeigt, es ging um Schwarzgeldgeschäfte. Das Gericht wertete die Anzeige als Beweis für Mollaths "paranoides Gedankensystem", doch ein Teil der Vorwürfe stellte sich später als berechtigt heraus. Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat wie Mollaths Verteidigung einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens gestellt. Längst beschäftigt der Fall auch die Politik: Ein Untersuchungsausschuss des Landtages will aufklären, am Dienstag wird Mollath selbst aussagen.

Die Debatte des Tages: Untersuchungsausschuss zum Drohnendebakel!

Für Verteidigungsminister Thomas de Maizière sind die Probleme bei der Bewältigung des "Euro-Hawk"-Beschaffungsskandals noch immer nicht ausgestanden. Nachdem nun auch die SPD der Grünen-Forderung zugestimmt hat, wird es einen Untersuchungsausschuss des Bundestags hierzu geben. Auch unter unseren Lesern wird der Vorgang selbst sowie de Maizières Umgang damit lebhaft diskutiert.

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insgesamt 3 Beiträge
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1. In der Sache Mollath
sorata 10.06.2013
Kann kaum erwarten, wie hoffentlich morgen der verlogenen und an Unverschämtheit nicht zu übertreffenden Justizministerin Merk demaskiert wird. Bitte die Gustl Mollath Petition unterstützen! https://www.openpetition.de/petition/online/freiheit-fuer-gustl-mollath
2. Provokations-Großmeistern Peter Gauweiler und Hans-Werner Sinn
carolian 10.06.2013
Eine merkwürdige Zeit ist das. Fachleute, die aus Wissen und Kompetenz anderer Meinung sind als die nur auf Macht gegründete political correctness der medial-politischen Kaste, gelten bei denen als Provokateure. Leider provozieren Fachleute diese Machthabern des Wortes nicht zum Denken. Das schafft bei denen keiner mehr. Normalerweise provozieren Dummköpfe, die nicht wissen, worüber sie reden, zumeist nur die Scheibenwischergeste und ein wissenden Lächeln: ballaballa. Aber hier werden die, die wissen, wovon sie reden, von denen, die nichts wissen, verächtlich gemacht. Das war übrigens auch so um 1930 in Caputh am Schwielowsee, dem Sommerwohnsitz von Albert Einstein. Der galt bei den Einwohner dieses Dorfes in deren damaligen political correctness als Spinner. Gauweiler ist ein erstklassiger Rechtsanwalt, der sich auf Verfassungsrecht spezialisiert hat. Sinn ist ein Ökonom mit manchmal abseitigen Meinungen, aber sein ökonomisches Grundwissen hat der gepaukt und parat. Aber wer nicht weiss, was er schreibt, für den ist Wissen bei anderen immer eine Provokation. Weil Fachleute heute im Zeitalter des Spektakelns und des Gequatsches die Small Talker in seinem Selbstverständnis: "Ich quatsche, also bin ich", erschüttert.
3. Jaja, lustig, lustig unser Spiegel-Online
terotex 10.06.2013
Da wird mal wieder in Spiegel-typischer Manier mehr oder weniger subtil versucht unserer "tollen" SPD bei der Meinungsmache wieder mal unter die Arme zu greifen. Ich kann mich nicht erinnern, dass Spiegel-Online in der Nachrichtenerstattung jemals so süffisant im Dreck gewühlt hat als es um Gerhard Schröder und seinem Übertritt zum Kriegsverbrecher Putin ging oder um den Nürburg Ring von Kurt Beck, den Skandalen eines Bodo Hombach ganz zu schweigen usw. wie jetzt wieder mal bei unserem Verteidigungsminister. Nicht dass ich ihn in Schutz nehmen will, aber unter der SPD-Geführten Regierung wurden diese Beschlüsse getroffen - und jetzt wollen sie natürlich alle nichts mehr davon wissen und spielen die Empörten. Es ist geradezu schon augenfällig und allein daran bereits zu sehen dass keine der o.g. Überschriften ein Ausrufezeichen trägt, nur die die casua De Maizière. Auf Spiegel Online scheinen wohl nur noch Schreiberlinge in Praktikantenstatus zu veröffentlichen oder solch selbstverliebte Schlaumeier mit sozialistischen Hirngespinsten wie Augstein. Peinliches Blatt! Qualitativ guter und ojektiver Journalismus sieht für mich anders aus.
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