Tagesvorschau: Was Montag wichtig wird

In Berlin beginnt der Prozess zum Fall Jonny K., Familienministerin Kristina Schröder bittet zum Quoten-Kongress, die Euro-Finanzminister beraten über Slowenien. Diese Themen werden am Montag wichtig.

Prozessauftakt im Fall Jonny K.

Gedenktafel für Jonny K.: Sechs Angeklagte vor Gericht Zur Großansicht
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Gedenktafel für Jonny K.: Sechs Angeklagte vor Gericht

Jonny K. besuchte in jener Nacht im Oktober 2012 eine Geburtsfeier, es war spät, als er die Party verließ. Am Berliner Alexanderplatz stieß der 20-Jährige auf eine Gruppe junger Männer, es kam zum Streit, Jonny K. wurde geschlagen und getreten, bis er bewusstlos war. Am nächsten Tag starb er in der Klinik an Gehirnblutungen. Ganz Deutschland war entsetzt angesichts der Brutalität, mit der dieser junge Mann aus dem Leben gerissen wurde. Im Zuge der Ermittlungen konnten insgesamt sechs Verdächtige im Alter zwischen 19 und 24 Jahren festgenommen werden. Der letzte stellte sich erst im April den deutschen Behörden, er war in die Türkei geflüchtet. Angela Merkel hatte den Fall zuvor bei einem Treffen mit dem türkischen Premier Recep Tayyip Erdogan angesprochen. Am Montag beginnt der Prozess gegen die sechs Angeklagten. Ihnen wird Körperverletzung mit Todesfolge oder gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, ein Tötungsvorsatz kam nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht in Betracht. SPIEGEL ONLINE-Reporterin Julia Jüttner wird aus dem Landgericht Berlin berichten.

Mehr zum Thema Kriminalität finden Sie hier...


Schröder empfängt Unternehmer zum Quoten-Kongress

Frauenministerin Schröder: Unternehmer kommen zur Quotenkonferenz Zur Großansicht
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Frauenministerin Schröder: Unternehmer kommen zur Quotenkonferenz

Erst ein Quotengipfel im Kanzleramt, nun ein Kongress bei der Frauenministerin - um die deutschen Chefetagen weiblicher zu machen, wird die in diesen Tagen viel konferiert bei der Bundesregierung. Ob's hilft? An diesem Montag jedenfalls sind zahlreiche Unternehmensvertreter bei Kristina Schröder zu Gast. Diese haben sich vor gut einem Jahr im Rahmen regionaler Bündnisse verpflichtet, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Nun trifft man sich erstmals auf Bundesebene. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen steht übrigens nicht auf der Rednerliste.

Mehr zum Thema Frauenquote finden Sie hier...


Euro-Finanzminister beraten über Slowenien

Bankgebäude in Sloweniens Hauptstadt Ljubljana: Der nächste Krisenkandidat Zur Großansicht
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Bankgebäude in Sloweniens Hauptstadt Ljubljana: Der nächste Krisenkandidat

Wenn am Montag Nachmittag die Euro-Finanzminister zusammenkommen, geht es um Einen um Vertrautes: um eine neue Tranche der Griechenland-Hilfen und die geplanten direkten Hilfszahlungen des Rettungsfonds ESM an notleidende Banken. Neu auf der Agenda steht der möglicherweise nächste Krisenschauplatz: Slowenien, dessen Finanzminister Details zum geplanten Sparpaket des Landes rapportieren wird.

Mehr über Slowenien finden Sie hier...


Die Debatte des Tages: Digitale Sammelwut - wie gesteuert ist unsere Zukunft?

Die Macht der Algorithmen erreicht die nächste Stufe: Unternehmen, Behörden und Wissenschaftler versuchen mit Hilfe gigantischer Mengen persönlicher Daten, unser Leben zu steuern. 'Big Data', auf diesen Begriff hat sich die Fachwelt geeinigt, werde unsere Arbeitswelt und sogar unser Denken gravierend verändern, so die Vorhersage vieler Experten. Aber wollen wir das überhaupt?

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Plätze zu vergeben!
hummel1 13.05.2013
Ich hoffe in diesem Fall, wie in all den schon vergangenen Fällen, haben die Medienvertreter, aus den beteiligten Ländern, ach halt aus dem betreffenden Land die Tätergruppe ist ja glaube ich klar zuzuordnen, reservierte Plätze. Körperverletzung mit Todesfolge oder gefährliche Körperverletzung. Wenn ich das schon lese bekomme ich was zu viel und mittlerweile Angst spät abends mit der S oder U-Bahn zu fahren. Wenn jemand, und am besten noch zu fünft, auf den Kopf eines Menschen einhämmert dann nimmt er billigend die schlimmsten Folgen in Kauf. Ich lauf auch nicht durch die Gegend und haue zu fünft irgendjemand ins Gesicht und Tanz dann noch einen Samba auf ihm. Meiner Ansicht nach ist so was Mord fertig ab. Die Jungs wissen doch was für Energien freigesetzt werden sind doch meistens auch noch Kick-, Box Mua Thai oder wie der ganze Krempel heißt "Sportler". Ach und ein etwas größerer Bericht zum Thema hätte mich auch gefreut. Frage mich immer wie das die Hinterbliebenen der Opfer empfinden. Vielleicht wird gleich mal zu Beginn der Antrag gestellt das zu entfernen! Mit welchem Gefühl lassen Eltern ihre Kinder noch aus dem Haus. Im Übrigen gibt es solche Geschichten reihenweise in unseren Gefilden nur, Dass es Gott sei Dank nicht immer so Schlimm ausgeht. Also überempfindlich ist man sicherlich nicht wenn man mit klammem Gefühl abends Bahn fährt. Es widert mich an!
2. Mit...
zombie69 13.05.2013
Mit einem Landesverweis dürfte es auch nichts mehr werden, da diese Straftäter bereits eingebürgert sein dürften. Somit bleibt nach der Haftstrafe für diese Straftäter nur die Integration ins Sozialsysten übrig, falls das nicht schon erfolgte. Im Ganzen ist die Sache offenbar sehr dumm gelaufen in allen Belangen. Die Gesamtrechnung geht somit zu Handen des Steuerzahlers.
3. Niedriger Stellenwert?
mnbvc 13.05.2013
Wieso ist jeder Quatsch um die x-te Sitzvergabe in München wichtiger als der Beginn des Prozesses um die Totschläger vom Alexanderplatz? Diese paar Zeilen in den Untiefen von spon werden dem Opfer und der Tat nicht gerecht. Dazu frage ich mich, was Herr Kolat zu diesem Thema zu sagen hat und wie viele Offizielle aus dem Land der Täter unbedingt am Prozess teilnehmen wollen.
4. notleidende Banken?
Aufhören! 19.05.2013
Wenn am Montag Nachmittag die Euro-Finanzminister zusammenkommen, geht es um Einen um Vertrautes: um eine neue Tranche der Griechenland-Hilfen und die geplanten direkten Hilfszahlungen des Rettungsfonds ESM an notleidende Banken. Ich glaub's nicht. "Notleidende Banken" war Unwort des Jahres 2008. Schon vergessen? Sprachkritik: "Notleidende Banken" ist Unwort des Jahres - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sprachkritik-notleidende-banken-ist-unwort-des-jahres-a-602242.html) Noch mal zur Erinnerung: Banken "leiden" nicht. Banken gehen pleite. Menschen dagegen leiden. Unter anderem wegen der Banken...
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