Tagesvorschau: Was Montag wichtig wird
Der Budgetstreit in den USA droht zu eskalieren, die Regierung hat nur noch für einen Tag ausreichend Geld. Außerdem: Union und SPD bereiten ein erstes Treffen vor. Und in Florenz beginnt ein neues Verfahren gegen Amanda Knox.
Mächtigste Nation der Welt in Geldnot
Der US-Regierung geht das Geld aus. Wenn sich Senat und Repräsentantenhaus nicht bis Dienstag einigen, kann der Staat einen Teil seiner Ausgaben nicht mehr tätigen: Behörden müssen schließen, Beamte bekommen kein Gehalt mehr. Im Senat haben die Demokraten von Präsident Barack Obama die Mehrheit, das Repräsentantenhaus wird von den Republikanern dominiert. Der Budgetstreit lähmt das Land schon lange, doch so kompliziert wie derzeit war die Lage wohl noch nie, ein Kompromiss scheint fast ausgeschlossen. Die Republikaner beharren auf Einschnitten bei der Gesundheitsreform "Obamacare" und wollen das Projekt verzögern, für die Demokraten ist dies unannehmbar. Können die Politiker in Washington das Finanzchaos doch noch abwenden?
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Neuer Prozess gegen Amanda Knox
Ab Montag beschäftigt sich in Florenz zum vierten Mal ein italienisches Gericht mit dem Mord an der Studentin Meredith Kercher. Angeklagt ist die als "Engel mit den Eisaugen" bekannt gewordene US-Amerikanerin Amanda Knox: Sie war bereits 2009 wegen Mordes verurteilt und später in zweiter Instanz freigesprochen worden. Im März kassierte das oberste italienische Berufungsgericht diese Entscheidung und ordnete das neue Verfahren an. Knox selbst wird vor Gericht nicht anwesend sein: Sie hat Italien längst verlassen und verfolgt den Prozess von amerikanischem Boden aus.
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Schwarz-rotes Abtasten
Die Union steht bereit, die SPD ringt mit sich: Wird das Land künftig wieder von einer schwarz-roten Koalition regiert? Nach dem Konvent der Sozialdemokraten am vergangenen Freitag kommt am Montag das CDU-Präsidium um Angela Merkel zusammen, um die Linie für Sondierungsgespräche abzustimmen. Dann ist der Weg frei für ein erstes Treffen der Parteispitzen von Union und SPD. SPIEGEL ONLINE berichtet über die neuesten Entwicklungen im Koalitionspoker.
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Cameron muss seine Leute überzeugen
Die britischen Konservativen treffen sich in Manchester zum Parteitag. Premierminister David Cameron will das Projekt Wiederwahl einläuten, doch viele Parteifreunde haben Zweifel: Die Unabhängigkeitspartei Ukip gräbt den Tories am rechten Rand Stimmen ab - und bislang findet Cameron kein Rezept gegen den Populisten Nigel Farage. Auch die Opposition sitzt ihm im Nacken: Labour-Chef Ed Miliband hat kürzlich bei seinem eigenen Parteitag eine viel beachtete Rede gehalten, er gilt jetzt als ernsthafter Konkurrent für den Premierminister. SPIEGEL ONLINE berichtet aus Manchester.
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Obama empfängt Netanjahu
Barack Obama empfängt Israels Premier Benjamin Netanjahu im Weißen Haus. Der Termin ist durchaus heikel, denn der Regierung in Jerusalem passt die - sehr vorsichtige - Annäherung der USA an Iran gar nicht. Nach dem historischen Telefonat Obamas mit dem neuen iranischen Präsidenten Hassan Rohani beeilten sich die Israelis, das Gespräch als reine PR-Aktion abzutun. Beim Treffen Obama-Netanjahu sind die wichtigsten Themen denn auch das iranische Atomprogramm, der Bürgerkrieg in Syrien sowie die Friedensgespräche mit den Palästinensern. Netanjahu wird nach dem Termin seine Rede vor der Vollversammlung der Uno halten.
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Die Debatte des Tages: Grün und Schwarz - geht das?
Noch immer gibt es keine feststehende Regierungskonstellation. Eine Möglichkeit bleibt weiterhin eine schwarz-grüne Koalition. Jürgen Trittin trat jetzt mit Forderungen an die Öffentlichkeit, die möglicherweise den Weg in diese Richtung ebnen würden. Die CSU hat bisher deutliche Ablehnung signalisiert. Wollen die Wähler denn überhaupt dieses Experiment wagen? Es wäre das erste Mal auf Bundesebene. Oder verlieren dann beide Seiten ihre Glaubwürdigkeit? Auch in den Foren wird diese Option heiß diskutiert.
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