Tagesvorschau: Was Montag wichtig wird
Spaniens Premier, zu Hause wegen einer Korruptionsaffäre unter Druck, besucht Angela Merkel; Peer Steinbrück will mit einer Auslandstour Profil gewinnen; die OECD präsentiert eine große Einwanderungsstudie - diese Themen werden am Montag wichtig.
Spaniens umstrittener Premier in Berlin
Dieses Mal steht das Treffen unter keinem guten Stern, die Gäste haben allerhand Ärger im Gepäck: Bei den deutsch-spanischen Regierungskonsultationen empfängt Kanzlerin Angela Merkel in Berlin Premier Mariano Rajoy, zudem gibt es weitere bilaterale Treffen der mitgereisten Minister mit ihren deutschen Kollegen. Nicht genug, dass man über die andauernde Bankenkrise sprechen muss, die Spanien im vergangenen Jahr zwang, Milliarden-Hilfen beim Rettungsfonds ESM zu beantragen. Dieses Mal ist Rajoys konservative Regierung auch innenpolitisch massiv unter Druck. Angeblich soll es in seiner Partei, der "Partido Popular" (PP), jahrelang eine doppelte Buchführung gegeben haben. Kürzlich tauchten handschriftliche Dokumente in der spanischen Tageszeitung "El País" auf. Auch Rajoy steht im Verdacht, als damaliger Oppositionspolitiker vom System der schwarzen Kassen profitiert zu haben.
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Außenwerbung für den Kandidaten
Peer Steinbrück will sich außenpolitisch in Szene setzen. Von Montag an reist der SPD-Kanzlerkandidat quer durch Europa. Dublin, London, Athen und Den Haag - so lauten Steinbrücks Stationen. Auf dem Trip wird er Vertreter der Bankenbranche und Gewerkschaften sowie Regierungsmitglieder treffen. Vor allem eine Botschaft will Steinbrück mit seiner Reise ins Land senden: Europa muss zusammenbleiben.
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Aufbruch ins gelobte Deutschland
Mit der Euro-Krise ist Deutschland zum Einwanderungsland geworden. Vor allem junge Menschen aus den Krisenländern Südeuropas suchen ihr Glück am deutschen Arbeitsmarkt. Doch weil die neue Wanderungswelle innerhalb der EU keinen bürokratischen Restriktionen unterliegt, ist sehr wenig über die Neuankömmlinge bekannt. Am Montag stellt der Industriestaaten-Club OECD eine Studie vor, die endlich Licht auf die Hintergründe der neuen Arbeitsmigration werfen soll.
Mehr zum Thema Arbeitsmarkt finden Sie hier...
Debatte zum SPIEGEL-Titelthema: Wie kann der Staat den Familien helfen?
Die Klagen über den Rückgang der Geburtenzahlen dauern an, doch am Phänomen ändert sich nichts: In Deutschland werden zu wenig Kinder geboren. Und die Familien drücken später hohe Kosten. Liegt es am Egoismus der potentiellen Eltern, an diesen Kosten, an zu wenigen Betreuungsplätzen? Oder ist es ein europaweites Problem, das sich in Deutschland nur marginal anders niederschlägt? Dass etwas geschehen soll und muss, darin sind sich alle einig. Nur: Wie kann der Staat den Familien wirklich helfen?
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