Sondersitzung im Bundestag: Nachsitzen für die Spanien-Hilfe

Von Florian Gathmann und Philipp Wittrock

Alle Parlamentarier sind aus den Ferien zurück - jedenfalls beinahe: Rund 20 Abgeordnete werden fehlen, wenn der Bundestag an diesem Donnerstag über die Spanien-Hilfen abstimmt. Weshalb muss das eigentlich mitten in der Sommerpause sein? Und braucht Merkel diesmal die Kanzlermehrheit?

Vollbesetzter Bundestag: Nur rund 20 Abgeordnete werden am Donnerstag fehlenZur Großansicht
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Vollbesetzter Bundestag: Nur rund 20 Abgeordnete werden am Donnerstag fehlen

Berlin - Nicht jeder Abgeordnete scheint Norbert Lammerts Worte auf dem Weg in die Ferien beherzigt zu haben. "Schwimmen Sie nicht zu weit raus und achten darauf, das Handgepäck immer griffbereit zu haben", hatte der Bundestagspräsident Ende Juni den Parlamentariern aufgetragen. Denn die eine oder andere Sondersitzung in der Sommerpause deutete sich da wegen der Euro-Krise bereits an. Doch nun gibt es beispielsweise einen SPD-Parlamentarier, der zwar nicht zu weit hinausgeschwommen, aber offenbar zu hoch hinaufgestiegen ist: Er werde es aus den Rocky Mountains wohl nicht pünktlich zur Sondersitzung an diesem Donnerstag im Berliner Reichstag schaffen, heißt es.

Auch von einigen anderen Abgeordneten ist die Rede, die entweder nicht rechtzeitig zurück in Berlin sein werden oder im Urlaub erst gar nicht zu erreichen waren. Dazu kommen erkrankte oder alleinerziehende Parlamentarier, die auf die Schnelle keine Betreuung organisieren konnten.

Ingesamt zeigen sich die Bundestagsabgeordneten allerdings hoch diszipliniert, denn nur rund 20 von ihnen werden fehlen, wenn das Plenum über die Spanien-Hilfen entscheidet. Als wolle man die jüngste Umfrage Lügen strafen, nach der zwei von drei Deutschen den Parlamentariern zu wenig Engagement vorwerfen.

Aber wozu eigentlich der Aufwand - und warum muss die Sitzung ausgerechnet jetzt stattfinden? Was ist diesmal mit der Kanzlermehrheit? Und wo steht die Opposition?

Antworten auf die wichtigsten Fragen:

1. Worum geht es?

Spanien braucht Geld, um seinen angeschlagenen Banken zu helfen. Das Land selbst ist damit angesichts der schlechten Haushaltslage überfordert, also soll es Kredite aus den Euro-Rettungsschirmen bekommen. Es geht um bis zu 100 Milliarden Euro, die zunächst aus dem temporären EFSF gezahlt werden würden. Später soll der Dauer-Schirm ESM übernehmen, der wegen der ausstehenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts noch nicht einsatzbereit ist.

Das Geld geht nicht direkt an die Banken, sondern an die spanische Regierung, die es an die notleidenden Institute verteilt. Im Gegenzug müssen die Kreditinstitute Auflagen erfüllen, zum Beispiel ihr finanzielles Notfallpolster erhöhen und die Gehälter der Manager kürzen. Die Umsetzung der Bankenauflagen überwacht die Troika aus EU, EZB und IWF.

Umstritten war bis zuletzt die Haftungsfrage: Die Bundesregierung betont, dass allein der spanische Staat in der Pflicht steht, wenn eine Bank trotz der Hilfen pleitegeht. Und zwar egal, ob das Geld aus EFSF oder aus ESM kommt. Auch wenn es später einmal möglich sein soll, Banken aus dem Rettungsschirm direkt zu unterstützen - noch profitiert Spanien davon nicht.

2. Warum müssen die Abgeordneten ihren Urlaub unterbrechen?

Die Situation in Spanien ist sehr ernst, weshalb die Euro-Finanzminister schon am 20. Juli über die Hilfen für das Land entscheiden wollen. Doch das geht nicht, ohne dass der Bundestag die deutsche Beteiligung abnickt - darum die Sondersitzung am Tag zuvor. Eine erste Tranche von 30 Milliarden Euro soll noch im Juli an die spanische Regierung fließen, für "akute Notfälle", wie es heißt.

Formal besteht für die Parlamentarier nach der Geschäftsordnung des Bundestags die sogenannte Präsenzpflicht, wenn der Präsident zu einer Sitzung lädt - auch in der Sommerpause. Seit 1949 wurde das Parlament über 50-mal zu Sondersitzungen einberufen. Für Nichterscheinen werden aktuell zwischen 20 Euro bei Krankheit und 100 Euro bei unentschuldigtem Fehlen von der Kostenpauschale abgezogen.

Die Anreise müssen die Abgeordneten selbst oder ihre Büros organisieren. Auf Antrag werden die Kosten erstattet.

3. Braucht Angela Merkel die Kanzlermehrheit?

Nein. Zumindest nicht, um die Spanien-Hilfen parlamentarisch abzusegnen. Dafür reicht die einfache Mehrheit, also die der anwesenden Abgeordneten - Enthaltungen zählen dabei nicht. Entsprechend tief stapelt Angela Merkel: "Wir bekommen immer die Mehrheiten, die wir brauchen."

Tatsächlich aber ist die Kanzlermehrheit bei wichtigen Entscheidungen symbolisch bedeutsam, weil sie als Gradmesser für die Geschlossenheit der Koalition gilt. Und so legt die Opposition im Vorfeld einmal mehr die Hürde für Merkel hoch, um sich später über den Autoritätsverlust der Kanzlerin zu mokieren, sollte sie weniger als 311 schwarz-gelbe Stimmen bekommen. Überraschend wäre das nicht: Bei den letzten Euro-Abstimmungen hat Merkel die Kanzlermehrheit verpasst, diesmal dürfte es erneut einige Abweichler in den eigenen Reihen geben.

4. Was will die Opposition?

Gefährdet ist das Votum wohl nicht: Einzig die Linke hat unter den Oppositionsparteien auch bei der Spanien-Hilfe eine glasklare Haltung - sie wird dagegen stimmen, wie schon bei sämtlichen Euro-Rettungsmaßnahmen in der Vergangenheit. Schwerer tun sich SPD und Grüne. Zwar ist damit zu rechnen, dass am Ende beide Fraktionen mit Mehrheit dem Paket für Spanien zustimmen werden, aber unter den Abgeordneten grummelt es zunehmend.

Schon bei der Verabschiedung von ESM und Fiskalpakt Ende Juni hatte es bei SPD und Grünen etliche Gegenstimmen und Enthaltungen gegeben. Die Skepsis dürfte diesmal nicht geringer sein. Fachpolitiker wie Carsten Schneider, haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, und Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick äußerten zuletzt große Zweifel an dem vorliegenden Hilfspaket. Sie stoßen sich vor allem an der aus ihrer Sicht ungeklärten Haftungsfrage und bemängeln, dass nicht ausreichend konkrete Bedingungen für die Hilfe gestellt wurden.

Außerdem stört viele Sozialdemokraten und Grüne, dass sie bei der Euro-Rettung zunehmend als Helfer der schwarz-gelben Koalition wahrgenommen werden, ohne davon in der Wählergunst zu profitieren. Dennoch herrscht bisher die Überzeugung vor, dass man - wie im Fall Spanien - nicht aus taktischen Gründen die Zustimmung verweigern darf.

5. Wird es noch weitere Sondersitzungen in der Sommerpause geben?

Nach momentanem Stand der Dinge können sich die Bundestagsabgeordneten auf einen ungestörten Resturlaub einstellen. Kanzlerin Merkel sagte am Mittwoch, es gebe keinerlei Hinweise, dass es nach der Spanien-Abstimmung weitere Sondersitzungen während der Sommerpause geben werde.

Obwohl auch Zypern Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm beantragt hat, steht eine Entscheidung wohl noch nicht an. Die Details bräuchten noch Zeit, heißt es in einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums an die Abgeordneten. Gleiches gilt demnach für Griechenland. Auch dort sei eine Entscheidung zu Griechenland "nicht kurzfristig zu erwarten".

Mit Material von dpa und dapd

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insgesamt 64 Beiträge
ronald1952 19.07.2012
Merkel und ihre Genossen zum Teufel zu jagen.In was für einem Staat leben wir eigendlich?Jetzt musste ber Bundesgerichtshof per Urteil erlassen, daß die Hilfe für Asylanten angehoben wird.Dagegen steckt unsere Regierung [...]
Zitat von sysopAlle Parlamentarier sind aus den Ferien zurück - jedenfalls beinahe: Rund 20 Abgeordnete werden fehlen, wenn der Bundestag an diesem Donnerstag über die Spanien-Hilfen abstimmt. Weshalb muss das eigentlich mitten in der Sommerpause sein? Und braucht Merkel diesmal die Kanzlermehrheit? Was der Bundestag am Donnerstag zu Spanien verabschiedet - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,845045,00.html)
Merkel und ihre Genossen zum Teufel zu jagen.In was für einem Staat leben wir eigendlich?Jetzt musste ber Bundesgerichtshof per Urteil erlassen, daß die Hilfe für Asylanten angehoben wird.Dagegen steckt unsere Regierung Milliarden den Banken in den Hintern die nie zurück gezahlt werden.Jeder Abgeschlossene Vertrag,jedes Gesetz wird versucht auszuhebeln von unserer Regierung.Die EU verbietet die Staatliche Sanierung des Nürburgringes u.s.w.Sind wir eigendlich noch ein Autanom regiertes Land oder nicht?Ich glaube das weis hierzulande niemand so richtig.Wenn wir verblödeten Deutschen nicht langsam anfangen Aufzuwachen, dann wird Merkel uns Konsorten das ganze Land verschenken.Die bittere Wahrheit dabei ist leider,wir haben dieses Pack auch noch gewählt.Es wird Zeit sie wieder abzuwählen. schönen Tag noch,
wibo2 19.07.2012
Hat Schäuble den Bundestag nicht ordnungsgemäß informiert? Wer haftet bei der Euro-Rettung für welche Kredite? Was wird im Bundestag zur Spanien-Rettung real beschlossen? Sollen zukünftig ohne spanische Staatshaftung [...]
Zitat von sysopAußerdem stört viele Sozialdemokraten und Grüne, dass sie bei der Euro-Rettung zunehmend als Helfer der schwarz-gelben Koalition wahrgenommen werden, ohne davon in der Wählergunst zu profitieren. Dennoch herrscht bisher die Überzeugung vor, dass man - wie im Fall Spanien - nicht aus taktischen Gründen die Zustimmung verweigern darf.
Hat Schäuble den Bundestag nicht ordnungsgemäß informiert? Wer haftet bei der Euro-Rettung für welche Kredite? Was wird im Bundestag zur Spanien-Rettung real beschlossen? Sollen zukünftig ohne spanische Staatshaftung spanische Banken direkt rekapitalisiert werden können? Tausende Kleinanleger müssen in Spanien mit dem kompletten Verlust ihrer Ersparnisse rechnen, weil sie sich komplexe Bank Produkte (nachrangige Schuldverschreibungen) haben verkaufen lassen.... Den letzten beißen die Hunde, das denke ich mir dabei. Der Michel wird auch noch ganz derbe dran kommen. Manchmal kann man gar nicht so blöd denken wie es kommt! siehe Banken-Rettung in Spanien: Kleine Sparer werden Milliarden verlieren | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN (http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/07/11/banken-rettung-in-spanien-kleine-sparer-werden-milliarden-verlieren/)
waldgänger 19.07.2012
Viele Wähler befürchten (zu Recht), dass die sogeannte Euro-Rettung nichts anderes ist als eine Ausplünderung des deutschen Volkes zugunsten von Banken, Milliardären und südländischen Staatsbediensteten mit [...]
Zitat von sysopAußerdem stört viele Sozialdemokraten und Grüne, dass sie bei der Euro-Rettung zunehmend als Helfer der schwarz-gelben Koalition wahrgenommen werden, ohne davon in der Wählergunst zu profitieren. /0,1518,845045,00.html[/url]
Viele Wähler befürchten (zu Recht), dass die sogeannte Euro-Rettung nichts anderes ist als eine Ausplünderung des deutschen Volkes zugunsten von Banken, Milliardären und südländischen Staatsbediensteten mit Motivationsproblemen. Dass die angebliche Opposition dabei als Helfer wahr genommen wird, stört diese Opposition nicht, aber dass die Wähler es ihnen nicht danken - das stört. Für wie dumm muss Rot/Grün den Wähler halten, um zu meinen er schenkt ihm seine Gunst für die Zustimmung zu Merkels Euro-"Rettung". Die schwindende Anzahl der Wähler, die für die Euro-"Rettung" ist, wählt doch Frau Merkel und nicht Rot/Grün aus Dankbarkeit für deren Hilfe dabei. Und die anderen, die Euro-Skeptiker stellen fest, dass Merkel mitten im Debakel deutsche Interessen um eine Nuance strikter vertritt, als es Rot/Grün es täte, wären sie an der Macht (Euro-Bonds).
Dieses Hilfsvolumen dürfte jedoch nur ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein sein. Die EZB hat über den Liquiditätstender LTRO den europäischen Banken bereits Niedrigstzinsdarlehen in Höhe von 1.018 Milliarden EUR [...]
Zitat von sysopAlle Parlamentarier sind aus den Ferien zurück - jedenfalls beinahe: Rund 20 Abgeordnete werden fehlen, wenn der Bundestag an diesem Donnerstag über die Spanien-Hilfen abstimmt. Weshalb muss das eigentlich mitten in der Sommerpause sein? Und braucht Merkel diesmal die Kanzlermehrheit? Was der Bundestag am Donnerstag zu Spanien verabschiedet - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,845045,00.html)
Dieses Hilfsvolumen dürfte jedoch nur ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein sein. Die EZB hat über den Liquiditätstender LTRO den europäischen Banken bereits Niedrigstzinsdarlehen in Höhe von 1.018 Milliarden EUR verschafft. Zusätzlich wurden spanische Staatsanleihetitel aufgekauft. Der tatsächliche Kapitalzufuhr- und Abschreibungsbedarf bei spanischen Banken dürfte erheblich höher sein. Spanien befindet sich in einer stark zyklisch-rezessiven Abschwungphase mit steigenden Kreditausfallrisiken, steigenden Arbeitslosigkeiten, steigenden Defiziten und leidet zusätzlich unter starken Kapitalabflüssen. Die notwendigen strukturellen Neuausrichtungen der spanischen Volkswirtschaft wird einen jahrelangen Anpassungsprozess benötigten. Dieser kann gelingen über die Abwertung einer eigenen Währung oder über permanente Hilfszahlungen der anderen noch leistungsfähigen Eurovolkswirtschaften, was für diese aber weitere starke finanzielle Belastungen bedeuten würde. Deren eigene Kreditwürdigkeit und Kreditfähigkeit würde hinterfragt werden müssen. Als weitere angedachte Lösungsoption wird die Gründung einer europäischen Bankenunion erwogen. Dies ist für die Sparer und Anleger der deutschen, niederländischen, österreichischen und finnischen Banken kaum akzeptabel. Sie müssten bei einer Insolvenz eines südländischen Bankinstitutes die gleichen Haftungseinlagensicherungen und Ausfallrisiken übernehmen wie bei einem inländischen. Die Kreditvergabe der inländischen Banken würde noch zurückhaltender, die Gebühren würden steigen und gewährten Guthabenzinsen geringer ausfallen. Für die Unternehmen wäre es noch schwieriger, sich über den heimischen Bankenmarkt zinsgünstige Kredite zu beschaffen. Die Banken müssen zudem die Basel III Kriterien erfüllen. Diese permanente Ausweitung von Hilfsmaßnahmen für andere Länder, sei es über die Fonds EFSF oder ESM oder auch über die EZB (Target 2, ELA, LTRO, Aufkauf von Staatsanleihen) untergräbt mittel- und langfristig die Geld- und Währungsstabilität. Für uns selbst entfallen weiterhin alle Aufwertungsgewinne einer eigenen unabhängigen und stabilen Währung als volkswirtschaftliche Sozial- und Wohlfahrtsdividende. Spanien: Risikoprämie trotz Bankenhilfe nahe Rekordhoch - Anleihen & Zinsen - FAZ (http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/spanien-risikopraemie-trotz-bankenhilfe-nahe-rekordhoch-11824444.html) Finanzminister-Treffen: Schnelle Hilfe für Spaniens Banken - Europa - Politik - Wirtschaftswoche (http://www.wiwo.de/politik/europa/finanzminister-treffen-schnelle-hilfe-fuer-spaniens-banken/6858394.html) Bankenhilfen: Finnland einigt sich mit Spanien auf Garantien - International - Politik - Handelsblatt (http://www.handelsblatt.com/politik/international/bankenhilfen-finnland-einigt-sich-mit-spanien-auf-garantien/6890530.html)
hhasenbein123 19.07.2012
"...eine erste Tranche von 30 Mrd." Mein Taschenrechner sagt: 375 EUR pro Kopf (gerechnet mit 80 Mio Deutschen, incl. Greis und Kind).
"...eine erste Tranche von 30 Mrd." Mein Taschenrechner sagt: 375 EUR pro Kopf (gerechnet mit 80 Mio Deutschen, incl. Greis und Kind).
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  • Donnerstag, 19.07.2012 – 06:36 Uhr
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So funktioniert der Rettungsfonds ESM
Der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) kann bis zu 500 Milliarden Euro an Hilfsgeldern vergeben. Nur 80 Milliarden Euro davon werden wirklich eingezahlt, der Rest sind Garantien. Nicht angerechnet werden die bereits vergebenen Hilfen aus dem vorläufigen Rettungsfonds EFSF sowie bilaterale Kredite der Euro-Staaten an Griechenland.

Wer den ESM noch ratifizieren muss
13 der 17 Euro-Länder haben den Rettungsfonds ESM bereits ratifiziert. Der Nachfolger des EFSF soll mit einem Stammkapital von 700 Milliarden Euro Länder der Währungsunion unterstützen, die in finanzieller Not sind. Der ESM tritt in Kraft, wenn 90 Prozent des Stammkapitals erreicht sind. Da Deutschland einen Anteil von rund 27 Prozent besitzt, hat die Bundesrepublik ein Vetorecht. Folgende Länder haben den Vertrag noch nicht ratifiziert:





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